Open Access und NIH

Telepolis berichtet, dass in den U.S.A gerade Open Access in einigen Bereichen per Gesetz eingeführt wird.:

Im Urheberrecht gehen die USA derzeit einen ganz anderen Weg als Deutschland: Während hierzulande mit dem Zweiten Korb der "Urheberrechtsreform" weitere erhebliche Einschränkungen auf Wissenschaft und Forschung zukommen, hat das Repräsentantenhaus der USA der Erzeugung von Monopolrenditen auf Kosten von Wissenschaft und Forschung jetzt Grenzen gesetzt.

Nun ja, dort gibt es auch eine lange Tradition des »public domain«.

Weltweit hat die Medienindustrie eine äußerst starke Lobby. Dank deren Einfluss sind die internationalen Abkommen entstanden, auf Grund dessen beispielsweise under Urheberrecht angepasst werden muss. In den U.S.A lenkt steuert man nun gegen die krassesten (und auch so vorhergesagten) Fehlentwicklungen. Bei uns dagegen will man mit dem 2. Korb der Urheberrechtsreform die gleichen Fehler selbst erleben. Das nennt man dann das NIH-Syndrom.

Natürlich kam die Gesetzesinitiative nicht ohne Druck zustande. Unter anderem haben sich auch eine Reihe von Nobelpreisträgern für Open Access eingesetzt:

Unter anderem hatten sich 26 Nobelpreisträger für den Erlass eines verpflichtenden Open-Access-Gesetzes ausgesprochen, wobei sie hervorhoben, dass die Regelung keine "Strafe" ist (als die sie von den Verlagen dargestellt wurde), sondern eine Selbstverständlichkeit, die nur dafür sorgt, dass auch die Wissenschaftler von den Früchten ihrer Arbeit profitieren.

[via Macsico]

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