Drupal als ein Community LMS an der Uni Duisburg-Essen

Über Drupal hatte ich schon das eine oder andere Mal etwas geschrieben, unter anderem auch im Hinblick auf ein Learning Content Management System. Es gibt entsprechende Projekte, z.B. DrualED oder das Drupal Community-LMS (DrupaLMS), von dem Michael Kerres gerade berichtet hat. Britta Voss erprobt in einem Seminar zur Mediendidaktik den Einsatz von Drupal als ein Community LMS:

DLMS

Drupal Community LMS (DrupaLMS) basiert auf folgenden Überlegungen: Es bietet Seminar- oder Lerngruppen eine Umgebung,

  • .. in der sie aktiv und gemeinsam an Lernaufgaben arbeiten
  • .. in der die Ergebnisse von Lernprozessen unmittelbar sichtbar und dokumentiert sind ("Portfolio-Ansatz")
  • .. in der die Mitglieder der Gruppe "persönlich" sichtbar werden und
  • .. in der sie sich auch persönlich austauschen können sowie Anmerkungen Kommentare und Wertungen abgeben können
  • .. in der Blogs geführt werden können und externe Blogs zusammengeführt werden
  • .. in der Texte, Materialien, Verweise und Werkzeuge - seitens der Lehrperson und von Lernenden - eingestellt werden können
  • .. in der sachlich relevante Inhalte aus dem Internet per Newsfeeds aggregiert und zur Verfügung gestellt werden
  • .. in der jederzeite Befragungen erstellt und ausgewertet werden können
  • .. die abgestufte Formen der "Privatheit" von Äusserungen ermöglicht
  • .. die "inplace" Editierfunktionen bietet, wie sie etwa bei Wikis üblich sind.

Ich finde solche Initiativen ja klasse. Und Drupal halte ich sowieso für die richtige™ Wahl ;-) Wie übrigens auch Stephen Downes, der sich ebenfalls gerade für Drupal entschieden hat (via petersheim). Britta Voss, den Studentinnen und Studenten sowie allen weiteren Beteiligten wünsche ich auf jeden viel Erfolg mit Drupal!

Übrigens nicht ohne Hintergedanken, da ich immer noch an einem kleinen gemeinnützigen Projekt für Schüler und Azubis bastel. Ich hoffe, ich kann von den im Seminar gemachten Erfahrungen profitieren. Dieses Projekt ist auch der Grund dafür gewesen, dass ich ein E-Learning-Wiki eingerichtet habe. Es steht natürlich jedem offen.

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Kommentare

Ich kenne leider Drupal nicht, aber die Tendenzen, dass kein LMS auf dem Markt meine Anforderungen abdeckt kann ich oft nicht nachvollziehen, sei es Blackboard, Moodle, Sakai oder WebCT. Die Entwicklung einer solch komplexen Software ist meist so teuer und aufwendig, dass kleine Lösungen nicht mehr bezahlbar sind. Die meisten LMS haben über 1 Mio Codezeilen und wenn ich bedenke, was in den nächsten Jahren noch kommen wird, wie z.B. Repositories, VoIP, Wikis etc. dann kann kein Institut der Welt diese Entwicklungen alleine meistern. Hat Dupral hier genug Geld und Potential?

Mit freundlichem Gruß
Andreas

deshalb ist dies nur durch eine echte opensource community wie drupal zu leisten. ca. 7500 core prgrammierer und ca. 6500 modulprogrammiere (tendenz steigend!) dazu kommt eine kultur des knowledge sharing. damit ist drupal sehr gut für die zukünftigen herausforderungen gewappnet. und das besten ist : es macht spass mitzumachen.

drupalLMS im einsatz (Britta Voss)
schade ist nur, dass dies wieder hinter verschlossenen türen passiert(gechlossene community!!). das ist nicht drupal thinking. wo wären wir wenn die drupal community sich so verhalten würde. echt schade, dass einige den spirt von opensource nicht verstanden haben. echtes expanded learning ist so nicht möglich.
wie brauchen eine kultur des knowledge sharing ansonsten gehts doch nicht voran.
a drupal lover

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