Urheberrecht im Wirtschaftsteil

Gunhild Lütge verspricht in der Zeit vom 9. November einen spannenden Artikel: »Wem gehört das Wissen?«

Inhaltlich war der dann sehr enttäuschend. Tatsächlich eher ein »Werk«, dessen Ursprung man in der GVU vermuten würde. Denn es ging darin lediglich um die arme, durch fiese »Raubkopierer« dahingemeuchelte Medienindustrie... Schade, ich warte also immer noch auf einen umfassenden Artikel zum Thema Urheberrecht und Bildung in einem Prämiumjournal.

Leider hat sich in den Debatten zum Urheber- uns Softwarepatentrecht der Begriff »Geistiges Eigentum« etabliert. Ich halte den nämlich – wie auch andere – für irreführend. Irgendjemand hat mal was schönes dazu auf der Diskussionsseite in Wikiepedia zu diesem Begriff geschrieben:

Mit "Geistiges Eigentum" soll eine Gleichsetzung mit dem herkömmlichen Eigentum (Besitz) bewirkt werden und damit moralischer und verfassungsrechtlicher Druck auf den Gesetzgeber ausgeübt werden. Schon aufgrund der Unterschiedlichkeit der Sachverhalte ist diese Gleichsetzung jedoch abzulehnen. Im Gegensatz zum seit Menschengedenken verankerten Begriff des Eigentums, bezieht sich der Propagandabegriff G.E. auf die Vereinnahmung und künstliche Verknappung dessen, was seit altersher unter dem Begriff Menschliche Kultur bekannt ist.

Auf den Punkt gebracht:

Eigentum besteht darin, eine gleichzeitig nur von einem zu besitzende Sache rechtmäßig behalten zu dürfen. Sog. "Geistiges E." besteht darin, Anderen zu verbieten, etwas zu tun: Singen, Konstruieren, Produzieren, Kopieren.

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