ContentForum bei der HUK-Coburg

Ich komme gerade vom 4. Treffen des ContentForums zurück, das diesmal in Coburg bei der HUK-Coburg statt fand. Das ContentForum ist so etwas wie eine Handelsplattform für E-Learning-Inhalte. Da die Lernprogramme als LearnCube-Versionen (eine Entwicklungsumgebung der Firma X-Pulse) angeboten werden und die meisten Mitglieder LearnCube im Einsatz haben, sind solche Lernprogramme in der Regel relativ schmerzarm handelbar. Damit ist dann auch gleich der Nachteil erwähnt: Man legt sich auf ein proprietäres System fest. Umgekehrt machen wir als Anbieter wie andere es so, dass unsere Programme bei Bedarf von X-Puls in den LernCube portiert werden.

Wiederverwendbarkeit von Learnmodulen ist eigentlich ein alter Hut. Deswegen sind Standards wie z.B. SCORM ja eigentlich aus der Taufe gehoben worden. Leider funktioniert der Ansatz in der Praxis nicht besonders gut. Hauptproblem ist bisher, dass man die Lerninhalte, die zu definierten Lernzielen führen, nicht sauber von einer didaktischen Rahmenhandlung trennen kann. Damit ist es z.B. schwierig, die eigentlich identischen Lerninhalte an unterschiedliche Zielgruppen heranzutragen. Dagegen stellen so banale Dinge wie die Anpassung ans CD schon recht große Hürden dar...

Ein universeller Standard, der Lerninhalte problemlos und zielgruppenunabhängig tausch- und handelbar macht, ist nicht einmal in Ansätzen sichtbar. Auch das vom BMWi geförderte Projekt Conent Sharing verfolgt eher den Ansatz des ContentForums, indem man sich bemüht, die Produktionsprozesse zu standardisieren.