Wie »Open« sind die Inhalte von Open Educational Resources?

Der Begriff »Open Educational Resources« (OER) hat sich spätestens im Jahre 2002 mit seiner Verwendung im UNESCO 2002 Forum on the Impact of Open Courseware for Higher Education in Developing Countries etabliert. Als OER bezeichnet man freie Lern- und Lehrmaterialien, wobei das freie nicht genauer spezifiert ist. Häufig wird mit frei lediglich die passive Nutzung von Inhalten gemeint, beispielsweise zum lernen. Neue Inhalte auf Basis von OER zu erstellen und zu veröffentlichen, ist dagegen meistens nicht erlaubt.

CClearn, ein Seitenprojekt von Creative Commons, hat sich einmal die einzelnen Lizenzen im Bildungsbereich etwas genauer angesehen: What status for “open”? An examination of the licensing policies of open educational organizations and projects. Dabei hat man gleich ein Wiki mit den Inhalten und den dabei verwendeten Lizenzen zusammengestellt. Die meisten der untersuchten Sites verwenden allerdings eine nicht offene Lizenz:

Säulengrafik

Unter den als offen bezeichneten Lizenzen findet sich ein Sammelsurium an verschiedensten Lizenzformen:

Kuchengrafik

Das Problem dabei ist, dass die verschiedenen Lizenzen häufig nicht miteinander kombinierbar sind. Damit hat man selbst bei reinen CC-Lizenzierungen zu kämpfen, wie diese letzte Grafik darstellt:

Säulengrafik

Es stehen zwar eine Reihe von offenen Bildungsinhalten zur Verfügung, es ist allerdings schwierig, deren verschiedenen Lizenzformen unter einen Hut zu bekommen. Sehr schade ist es natürlich, dass auch die Universitäten sich offensichtlich noch nicht mit dem Gedanken von freien und offenen Inhalten angefreundet haben.

[via keimform]

(Alle Grafiken stammen aus dem ccLearn Report und stehen unter der Creative Commons-Lizenz CC-BY.)

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