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2007 sollte "Optimiert für ..." nicht mehr vorkommen

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Und tatsächlich, im Internet Explorer sieht es besser aus.

Hey, wir haben die Jahrtausendwende schon lange hinter uns. Das sollte selbst bei so großen E-Learning-Projekten langsam auch mal angekommen sein.

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Second Life (und E-Learning)

Zu Second Life (Wikipedia-Eintrag) wollte ich schon immer mal was geschrieben haben, es fehlte mir dann aber doch immer das letzte Quentchen Motivation. Nun sehe ich gerade, dass Alexander Greisle seine ersten Erfahrungen zusammengefasst hat.

Was ist dran an Second Life? Es ist ein Lieblingsthema in den klassischen Medien. Dabei ist es wohl eher so, dass nur ein sehr geringer Teil der Internet-Nutzer diesen Dienst tatsächlich nutzt. Meiner Meinung zurecht, denn in erster Linie ist das nämlich ein ungeheurer Zeitfresser. Während wir E-Mail, Jabber, Blogs und Wikis dazu nutzen, Kommunikation und Informationsmangement zu verbessern und unser Wissen zu mehren, ist Second Life erst einmal ein grobes Abbild unserer physischen Welt – mit ähnlich "behäbigen" Zeitabläufen. Als Second Life-Bewohner liest man darum Zeitung, aber keine Weblogs oder Mitmach-Wikis. Ich denke, das ist ein Grund für die Liebe der Medien zu Second Life: Dort gibt es kein Internet für die Bewohner, kein Web 2.0 und keine Krise der klassischen Medien. Für die Werbetreibenden und die Marketinger scheint es eine Art Eldorado zu sein.

Aber man findet doch auch als Bildungsberater einige interessante Aspekte an Second Life. Dank der Medienaufmerksamkeit ist eine gewisse Akzeptanz für solche virtuelle Welten gewachsen. So gibt es mittlerweile Menschen, die "... Events und nachhaltige Trainings in Second Life ..." für einen durchführen. Das ist meiner Meindung jedoch der falsche Weg. Trainings, also klassenraum- und kursbasierte Unterrichtseinheiten, sind schon in der realen Welt, was ihre dadaktische Ausprägung angeht, meist ziemlich rückständig. Das wird auch mit Second Life nicht besser.

Geschäftsmodell für Open Source im Bildungsbereich?

ELGG als Businessmodell ist gescheitert. Dave Tosh, der hinter dem ELGG-Projekt steht, hat dieses Scheitern in einem (leider nicht öffentlichen) Beitrag beschrieben. Natürlich ist Dave enttäuscht und sucht nach Gründen. Einen dieser Gründe sieht er in Open Source:

Having worked on a true open source project for more than three years I am now more convinced than ever that the open source model does not work.

Vieles von dem, was Dave Tosh geschrieben hat, wird von Stephen Downes entkräftet. Aber natürlich hat auch Stephen kein Patentrezept parat, wie man ein erfolgreiches Geschäftsmodell auf Open Source gründen kann. Aber es gibt auf der Welt auch nur ganz wenige Menschen, die ein Patentrezept für Geschäftsmodelle irgend einer Art haben.

Das war also die LearnTec 2007

So, die Eindrücke von der LearnTec sind ein wenig gesackt. Dieses Jahr fand die Veranstaltung (Kongress und Messe) ja nicht mehr im Karlsruher Kongresszentrum statt sondern in den Messehallen außerhalb des Stadtzentrums. Geräumigere und auch gefälligere Räumlichkeiten wurden dabei mit einer längeren Anfahrt erkauft.

zum Wochenausklang eine gute Tat

Ein Kunde hat sich letztes Jahr für unser WBT zum AGG interessiert. Wir gehen da immer so vor, dass wir nach der inhaltlichen Prüfung durch den Interessenten die Vollversion herausgeben. Damit kann man die technische Funktionalität und Konformität in aller Ruhe abgeklopft. Erst danach kommt es zu einem Lizenzvertrag.

Unser Kunde hatte auch gekauft. Im Januar, lange nach dem Abschluss, erfahren wir dann, dass es zu technischen Problemen kommt. Während der Testphase ist es wohl versäumt worden, das WBT testweise ins LMS zu importieren.

Auf zur LearnTec 2007

Jochen Robes hat mich mit seinem Beitrag daran erinnert, dass ich ja auch auf der LearnTec bin ;-) Fast hätte ich vergessen, dass zu bloggen. Wer Lust auf einen Plausch hat kann ja mal am Nitor-Stand (Nr. C120) vorbeischauen oder sich vorher mit mir per Mail (ts@tschlotfeldt.de) oder Instant Messaging (Jabber: tschlotfeldt@jabber.org, IRCNet: timfly) verabreden.

Neuüberprüfung des "E-Learning-Patents"

Heise meldet gerade, dass das amerikanische Patentamt Blackboards E-Learning-Patent noch mal überprüfen wird.

Weiterlesen bei heise online: Open-Source-Anwälte erreichen Neuüberprüfung des "E-Learning-Patents".

Second Life wird Open Source

Ach ja, das sollte nicht unerwähnt bleiben: Second Life bzw. die dazugehörige Client Software ist als Open Source freigegeben worden. Das ergibt einige neue, spannende Möglichkeiten. Nicht nur wird es auch für andere Systeme ab des Mainstreams bald Clients geben. Vor allem wird es nun Unternehmen möglich sein, sich maßgefertigte Software für ihre ganz speziellen Bedürfnisse bauen zu lassen.

Mehr zu diesem Thema bei Graham Attwell: Second Life goes Open Source.

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