Mittelstand

Wisssensmanagement in Kleinbetrieben

Arbeitsintegriertes Wissensmanagement und selbst organisisertes Lernen in Kleinunternehmen ist ein Modellversuch des BIBB. In dem Projekt wurde untersucht, ob Wissensmanagement in Kleinunternehmen zu einem Wettbewerbsvorteil führt, und wenn ja, welche Methoden und Instrumente eingesetzt werden können.

E-Learning-Blog: 

Erhebung "Elektronischer Geschäftsverkehr in Mittelstand und Handwerk": E-Learning nicht gefragt

Screenshot TitelDas Netzwerk elektronischer Geschäftsverkehr hat eine Erhebung zum Thema Elektronischer Geschäftsverkehr in Mittelstand und Handwerk – ihre Erfahrungen und Wünsche durchgeführt. Aus E-Learning-Sicht sind die Ergebnisse auf den ersten Blick allerdings ernüchternd.

Weit her ist es mit der Akzeptanz oder gar dem Bedarf an E-Learning laut dieser Studie nicht. Allerdings, wenn man sich die Daten einmal etwas näher anschaut, dann fällt da ein kleiner methodischer Mangel auf. Denn die Studie zeigt, dass KMUs einen hohen Informationsbedarf haben. Und wenn man zu E-Learning nicht nur didaktisch organisierte Kurse zählt sondern auch Angebote im Sinne des informellen Lernens, dann bekommt E-Learning eine ganz neue Bedeutung.

Doch der Reihe nach. Auf Seite 4 der Studie wird aufgelistet, wofür

Bundesinstitut für Berufsbildung: Mit dem Management ihres Wissens tun sich Betriebe (noch) schwer

Das BIBB hat eine Erhebung zu der Frage durchgeführt, wie Betriebe auf die Tatsache der raschen Entwertung vorhandenen Wissens und der Gefahr von Qualifikationsdefiziten reagieren. Ermittelt werden sollte, ob und wie die Instrumente des Wissensmanagements und die Möglichkeiten der Informations- und Kommunikationstechnologien zum gezielten Wissensaufbau und zur systematischen Wissensverbreitung eingeschätzt und genutzt werden.

Noch ein EU-gefördertes E-Learning-Projekt: ELEKTRA

Das Bundestechnochnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik e.V. (bfe) hat ein weiteres E-Learning-Angebot initiiert, das durch EU-Mittel gefördert wird. Von der Pressemittelung ist leider nicht auf das Angebot zu schließen, aber wenn man sich die E-Learning-Angebote des bfe einmal anschaut, liegt der Schluss nahe, dass es sich um einen weiteren klassenraumbasierten "Kurs" handeln wird.

LERNET Leitfaden: E-Learning für Mittelstand und öffentliche Verwaltung

Shot LERNET Report 13
LERNET-Report #13: E-Learning für Mittelstand und öffentliche Verwaltungen. Ein Leitfaden zur erfolgreichen Nutzung und Produktion moderner E-Learning-Angebote. 72 Seiten.

Der 13. Report des LERNET widmet sich ganz meinem Thema: E-Learning im Mittelstand und in der öffentlichen Verwaltung. Auch wenn der erste Teil, der sich in erster Linie an Entscheider richtet, wenig auf die anvisierte Zielgruppe eingeht, enthält der zweite Part doch eine anschauliche Zusammenfassung der Erfahrungen aus den LERNET-Projekten.

Leider wird auch bei LERNET E-Learning ausschließlich in klassischer Form als eine "Veranstaltung", einen Kurs, betrachtet. Das heißt qua Defintion ist E-Learning Weiterbildung in Form von WBTs und CBTs unter Zuhilfenahme von Learning Management Systemen (LMS). Andere Formen wie das informelle Lernen werden nicht dazu gezählt, denn dort werden die ...Inhalte nicht didaktisch aufbereitet.

Der Leitfaden definiert und stützt sich auf vier Grundformen der Weiterbildung:

  1. Präsenzschulungen
  2. Blended Learning
  3. reines E-Learning
  4. Learning on Demand

Wie Jochen Robes treffend festgestellt hat, irritiert hier der letzte Punkt. Denn natürlich ist Learning on Demand nichts weiter als eine Unterform von E-Learning, das häufig auch unter dem Schlagwort lexikalisches Lernen anzutreffen ist. BTW, in diesem Zusammenhang halte ich die Position der Autoren für nicht ganz konseqent: Auf der einen Seite wird informelles Lernen wegen einer fehlenden didaktischen Aufbereitung nicht als E-Learning betrachtet, andererseits wird dem lexikalischen Lernen eine eigene Grundform der Weiterbildung zugeschrieben.

E-Learning im Mittelstand: Online-Communities

[Logo] E-Learning TuxMittelständische Unternehmen und Organisationen haben es im Vergleich zu Großunternehmen schwer. Der relative Aufwand bei der Nutzung von E-Learning ist im Vergleich zu Konzernen wesentlich höher. Ursache sind beim derzeitigen Paradigma der enorme Investionsaufwand in Form von Learning Management Systemen, individuell produzierten Web Based Trainings und natürlich den Mitarbeiterschulungen zum Thema "Mit E-Learning richtig lernen", die Selbstlernkompetenz und und Medienkompetenz beinhalten.

E-Learning, so wie es bisher verstanden und exerziert worden ist, wird nur in sehr großen Organisationen und Unternehmen bestehen können. Konzepte zur Einführung von E-Learning stammen aus diesem Bereich. Diese Konzepte wurden bei der Adaption für mittelständische Unternehmen und Organisationen leider nicht an die innerbetrieblichen Realitäten angepasst. Ihr Scheitern war damit zwangsläufig. Denn was benötigt wird sind schlanke, wesentlich effizientere Lösungen.

Seiten