Von einem persönliches Reboot der Online-Kommunikation


Ich mag das Internet, ich liebe Open Source und ich finde die neuen Formen der Online-Zusammenarbeit und der Kommunikation einfach großartig. Darum ärgere ich mich natürlich über Kulturpessimisten wie zum Beispiel Schirrmacher, die in der neuen vernetzten Welt den Untergang des Abendlandes sehen. Aber tatsächlich ist das Internet, das Social Web, eine neue Welt, die es zu erkunden gilt, und jeder von uns muss den Umgang damit erlernen und entscheiden, welche Rolle es im eigenen Leben einnehmen soll.

Christian Spannagel hat den Stecker gezogen. Ihm ist die allgegenwärtige Kommunikation, das ständige eingebunden sein, zuviel geworden. Darum hat er sich für einen reboot, für einen Neuanfang seiner Online-Kommunkation entschieden.

Christian Spannagel ist Leiter des Instituts für Datenverarbeitung/Informatik an der PH Heidelberg. Er ist einer der bekanntesten Edu-Blogger im deutschsprachigen Raum, er mag das Internet und er ist (oder war es zumindest) von den Kommunikationsmöglichkeiten im Internet begeistert. Und nun macht er sich rar, hat sich von Twitter, Facebook, XING und noch einigen anderen Netzwerken abgemeldet. Sein Blogpost zu seinem Ausstieg hat ein großes Echo hervorgerufen, so dass er in einem Kommentar seine Beweggründe erläuert hat:

, Ich wollte es eigentlich nicht schreiben, und es kostet mich Überwindung, das jetzt hier hineinzuschreiben, weil es an die Substanz geht. Ich habe sehr intensiv im Netz gelebt und mich dabei über den sozialen Austausch definiert. Dieser Austausch wächst mir nun schon seit längerem über den Kopf. Ich habe mich überfordert. Ich bin ausgezehrt.

Ich habe meine persönliche Einheit, meine Zufriedenheit verloren. Mir fehlt die Tiefe des Lebens. Ich sehne mich nach weniger Komplexität und mehr innerer Ruhe. Ich bin in meinen Grundhaltung erschüttert und muss mich wieder neu sortieren.

Wenn man diese Sätze liest, kann man nachvollziehen, wie notwendig dieser Reboot für Christian ist. Zum Glück hat er sich nicht komplett aus dem Netz verabschiedet, er wird weiterhin bloggen, und er wird weiterhin auf Wikiversity aktiv sein.

Ich wünsche ihm, ich wünsche dir, dass du dich von deinem jahrelangen Online-Experiment erholst und dass du mit deinem Reboot einen neuen, gesunden Weg des (Online-) Miteinanders finden wirst.

Und was ziehe ich persönlich für Schlüsse aus Christians Erfahrung? Eigentlich bestärkt es mich in meinem eigenen Kommunikationsmodell, nämlich mich zu fokussieren. Meine für mich wichtigste Kommunikationsplattform ist meine eigene Website mit Blog und Wiki. Twitter und Identi.ca haben sich zu einem weiteren wichtigen Kommunikationskanal entwickelt. Darum werde ich hier auch demnächst ein eigenes Microblog installieren. Daneben gibt es noch einige kleinere Systeme, auf denen ich unterwegs bin: im IRC, beispielsweise dem E-Learning-Channel auf Freenode, und einigen Mailinglisten.

Auf Facebook und XING bin ich zwar präsent, ich kommuniziere dort allerdings herzlich wenig. Den Account auf Facebook unterhalte ich tatsächlich nur aus professionellem Interesse.

Neben der öffentlichen Kommunikaton gibt es noch eine private. Dafür setze ich ebenfalls auf geschlosseene Wikis und auf Drupal, aber auch auf E-Mail und auf Jabber.

Weiterleseen:

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Das ist tatsächlich eine

Das ist tatsächlich eine wichtige Frage und für mich eine der Balance und der Bewertung von realer vs virtueller Wirklichkeit. Wo wird die begeisterte Erforschung des Neulandes Internet zu einer Abkapselung aus der realen Welt? Nicht unbedingt gedacht im Sinne von Flucht, sondern auch schlicht als Kontaktverlust. Immerhin hat der Tag nur eine begrenzte Zahl von Stunden.
Und passt so eine binäre Gegenüberstellung überhaupt? Ist das Internet nicht nur dem Medium nach virtuell, aber in seinen kommunikativen Möglichkeiten sehr real?

Ich denke, dass viele das

Ich denke, dass viele das über-den-Kopf-wachsen der sozialen Netzwerke zumindest zeitweise kennen. Es fängt harmlos an – hier ein kurzer Austausch, da zwei Sätze und eh man sich's versieht ist man in Dinge eingebunden, zu denen man sich irgendwie verpflichtet fühlt und die immer mehr Zeit in Anspruch nehmen.

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