Von Cloud Computing und DE-Mail


Im Cloud Computing liegt ja, wenn man den einschlägigen Branchendiensten vertrauen darf, die Zukunft der IT. Dass dieses Business exisitert, merkt man als normaler Anwender unangenehmer Weise daran, dass man bei Besuchen einschlägiger Social Websites via NoScript das Nachladen von JavaScript von weiteren Websites zulassen muss (beispielsweise von googleapis.com und oder Amazon Web Services).

Das von T-Mobile unter dem Namen vertriebene Gerät Sidekick basiert ebenfalls auf so etwas wie Cloud Computing. Hergestellt wird es von dem Unternehmen Danger (das wiederum Microsoft gehört) und heißen tut es eigentlich Hiptop. Hiptop funktioniert nun nur mit der Serverinfrastuktur von Microsoft/ Danger, viele (wenn nicht sogar die meisten) Daten wie Kontaktinformationen werden nicht im Gerät selbst gespeichert sondern auf den Servern. Und folgende Meldung könnte man dann durchaus als Fiasko bezeichnen (Quelle Sidekick T-Mobile Forums):

Regrettably, based on Microsoft/Danger's latest recovery assessment of their systems, we must now inform you that personal information stored on your device - such as contacts, calendar entries, to-do lists or photos - that is no longer on your Sidekick almost certainly has been lost as a result of a server failure at Microsoft/Danger. That said, our teams continue to work around-the-clock in hopes of discovering some way to recover this information. However, the likelihood of a successful outcome is extremely low.

Diese Meldung passt nun schön zu einer weiteren Nachricht dieser Woche: Unser Staat bastelt an einem rechtsverbindlichen E-Mail-System. Betreiber wird unter anderem die T-Systems sein, die wie T-Mobile zur Telekom gehört. Während die Projektbeteiligten natürlich schwören, dass das System perfekt funktionieren wird, befürchten andere, dass man als einfacher Nutzer in Zukunft in die unangenehme Situation geraten könnte, beweisen zu müssen, ein Rechtsgeschäft nicht abgeschlossen zu haben (eine ähnliche Situation haben wir heute bei via EC-Karten leergeräumten Konten, da wird auch unterstellt, dass man die dazugehörige PIN weitergegeben hat).

[via vowe und isotopp]

Also NoScript verwende ich

Also NoScript verwende ich aus Prinzip nicht. Zum einen finde ich die Angst vor Javascript inzwischen übertrieben, insbesondere unter Linux - ich werde immer wahnsinnig auf Arbeitsplätzen wo das installiert ist und keine Website funktioniert. Zum anderen kann man dem Programmierer nicht trauen seit dem Noscript/Adblock-Zweischenfall (http://www.pctipp.ch/praxishilfe/fachchinesen/49072/der_noscript_adblock...) . Ehrlich gesagt hätte ich mehr Angst vor NoScript als vor Javascript.

Keine End-To-End-Verschlüsselung? Also ich soll ein System benutzen dass jetzt schon 20 Jahre hinter der heutigen Mail zurückliegt, weil...? Irgendwelche Politiker nur Telekom kennen?

Danke für den Hinweis!

Thilo

NoScript ist ganz interessant

NoScript ist ganz interessant um zu sehen, von woher noch so alles Code nachgeladen wird. Geht auch ein wenig um Privacy, aber du hast recht, gefährlicher sind da momentan Dinge wie Flash Cookies, die man nicht so einfach blockieren kann.

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