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Wir brauche 2.000 zusätzliche »Cybercops«?


Anwalt Udo Vetter hat sich seine eigenen Gedanken gemacht. Sehr lesenswert auch der Schluss:

Was ist außerdem mit den anderen Tatorten, denen außerhalb des Internets? Bei Gelegenheit erzähle ich mal die Geschichte des Mandanten, der vorletzte Woche vor seiner Haustür zusammengeschlagen worden ist. Nach vier Minuten war der Rettungswagen da. Die Polizei brauchte 27 Minuten. Als vor einiger Zeit bei einem Mandanten eingebrochen wurde, wartete er nach eigenen Angaben sechs Stunden auf die Spurensicherung.

Aus anderen Städten weiß ich, dass die Bewohner schon seit Monaten, wenn nicht seit Jahren keinen Streifenwagen mehr zu Gesicht bekommen haben – und sie leben nicht in einem Villenviertel. Von einem Bezirksbeamten, der zu Fuß geht und einfach mal präsent ist, wollen diese Leute gar nicht träumen.

Aber wir brauchen 2.000 Internetpolizisten. Wie gesagt, Ostberlin, Teheran und Peking lassen grüßen.

Letztens habe ich mich beim Grillen mit einem Lübecker Polizisten unterhalten. Das war so einer, wie man sich einen Polizisten wünscht: er möchte gutes tun, willl für die Menschen da sein, nicht gängeln. Von Schäubles Terrorpanik hatte er nicht viel gehalten. Er meinte aber, er ist gerne Polizist. Es sei nur sehr frustierend zu sehen, wie man beispielsweise allein in seiner Dienststelle das Personal in den letzten Jahren um mehr als 30% reduziert hat. Bei eher mehr Aufgaben als vorher.

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