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Wikis in Blended Learning-Szenarien


Ein schöner Ansatz, den Marija Cubric von der University of Hertfordshire auf der WikiSym 2007 beschrieben hat. Mit einem Wiki als einem »collaborative learning space« haben sie und ihre Kollegen sehr gute Erfahrungen gemacht. Ein ähnliches Konzept verfolgen wir bei Nitor übrigens auch, allerdings setzen wir dafür kein reines Wiki-System ein, sondern Drupal.

Weiterlesen: WikiSym 2007 Proceedings: M. Cubric. Wiki-based Framework for Blended Learning.

3. Workshop »Wiki in Unternehmen«


Vor einem Jahr hatten wir unseren ersten Kunden-Workshop zum Thema »Wikis in Unternehmen« durchgeführt. Ziel war, unseren Kunden im Rahmen einer Veranstaltung mit Impulsvorträgen und Kleingruppenarbeit das Wiki-Prinzip erleben zu lassen und Einsatzszenarien in Organisationen vorzustellen.

Die Einführung eines Wikis ist ein reinrassiger Organisationsentwicklungsprozess, der auch viel mit Kulturwandel zu tun hat. Wikis sind klasse. Da das Wiki-Prinzip aber häufig ein Bruch mit der jeweiligen Organisationskultur bedeutet, muss man diesen Prozess begleiten oder durch Experten begleiten lassen. Das ist unsere zweite Botschaft.

Im Januar werden wir den mittlerweile dritten Workshop dieser Art anbieten, diesmal in Stuttgart. Es macht schon Spaß, wenn das Interesse so groß ist und vor allem, wenn man dann auch noch so positive Rückmeldungen zu einem Workshop erhält. Vielen Dank!

Unternehmen unterstützen offene Wikis


Wikis sprießen weiterhin wie Pilze aus dem Boden. Und auch Unternehmen entdecken offene, freie Wikis für sich. Mein Herz hängt immer ein wenig an der Landwirtschaft, und darum freue ich mich besonders, dass die AMAZONEN-Werke H. Dreyer GmbH & Co. KG ein Wiki für die Landwirtschaft aufbauen: Agripedia. Die Inhalte der Agripedia stehen wie bei der Wikipedia unter der offenen GNU Free Document Licence (GFDL).

Zur Einkommensteuer gibt es seit einiger Zeit ebenfalls ein Wiki: Das Steuer-Wiki. Es wird von der Buhl Data Service GmbH betrieben, dem Unternehmen dass beispielsweise auch die Software der WISO-Reihe entwickelt. Die Inhalte des Steuer-Wikis stehen ebenfalls unter der GFDL.

Wann Wikis wirken


In der aktuellen managerSeminare ist ein Beitrag von Constantin Gillies, der sich mit dem Thema Wikis beschäftigt: Web-2.0-Welt. Wann Wikis wirken. Ein paar Fragen konnte ich dazu im Vorfeld klären, genauso wie Nicole Dufft und Tim Bartel. Besonders gefreut hat mich, dass das Wiki-Projekt unseres Kunden Deutsche Werkstätten Hellerau als Beispiel genommen worden ist.

Wiki für Bürgerämter in Baden-Württemberg


Ah, heute ist es Zeit, eines meiner Vorurteile abzulegen. Denn wie ich gerade auf do-it.online gelesen habe, sind einige Behörden viel weiter, als ich dachte. Denn »unter Federführung der Stadt Freiburg« wurde ein Wiki-System für die Bürgerämter in Baden-Württemberg entwickelt. Das System ist im Rahmen des Innovationsprogramm Web 2.0 beim BWeb 2.0 Challenge ausgezeichnet worden.

Chapeau!

2. WikiMittwoch in Kiel


Morgen treffen sich wieder Wiki-Interessierte zum 2. WikiMittwoch in Kiel. Beim ersten Kieler WikiMittwoch, sozusagen dem Gründungstreffen, hatten auch zwei »Überraschungsgäste« mitgemacht. Dabei wurde sich dann über ganz typische Probleme aus der Praxis ausgetauscht. Morgen wird es auch wieder um das Thema »Wiki in Unternehmen« gehen und eventuell auch, wie man das Wiki-Prinzip in der Schule verwenden könnte.

Der WikiMittwoch ist für alle Interessierten offen. Wer Lust hat und vorbeikommen mag ist herzlich willkommen.

Wiki als PLE


Wiki statt Lernplattform war hier ja schonmal Thema. Jay Cross hat sich nach seinem Umzug auf ein Wiki-System dazu auch seine Gedanken gemacht:

Now that my own interface has migrated to a wiki, it’s so easy to change, I tweak it several times a week. As the world becomes more complex, future citizens may log a lot of time adding new capabilities to their PLEs and purging obsolete ones.

So ähnlich benutze ich mein(e) Wikis übrigens auch.

Weiterlesen bei Jay Cross: A very mild PLEa. Harold Jarche hat sich dazu auch einige Gedanken gemacht.

Wikis wissenschaftlich betrachtet


Für heute hatte ich mir vorgenommen, die Sonderausgabe von kommunikation@gesellschaft “Wikis - Diskurse, Theorien und Anwendungen” anzusehen. Zum Ende des Editorials musste ich dann meine Augenbraue heben, als ich den letzten, skurril formulierten Absatz las:

PS: Dieser kollaborativ erstellte Einleitungstext wurde nicht in einem Wiki geschrieben, sondern mittels Telefonkonferenzen, dem Überarbeitungsmodus von Textverarbeitungsprogrammen sowie im E-Mail-Austausch kollaborativ konzipiert, geschrieben, diskutiert und schließlich überarbeitet. Die uns zu Verfügung stehenden Wikis wurden nicht zuletzt deshalb nicht genutzt, weil das damit behauptete soziale Integrationpotenzial in der Vergangenheit nicht hinreichend realisiert werden konnte.

Na, das liest sich ja so, als ob es nicht gelungen ist, gewisse Widerstände unter den drei Autoren abzubauen ;-) Das würde sich dann ja auch mit Franz Nahradas Fazit decken:

In der Projektorganisation trat zusätzlich die folgende Schwierigkeit auf: man kann leicht Resultate aus einem Wiki heraus entnehmen (Kopieren in ein Word - Dokument z.B.), aber die Eingabe fällt vielen Leuten sehr, sehr schwer: ohne einen WYSIWYG - Editor mit der Möglichkeit, Textverarbeitungsdolumente auch zu importieren und nicht nur zu exportieren, wird Wiki sicherlich ein Minderheitentool bleiben [17]. Das ist schade, ist doch Wiki wirklich ein einmaliges Werkzeug für das Verfassen und die Dokumentation von gemeinsam erarbeiteten Resultaten. Wichtig ist dass diese auch für Außenstehende überschaubar bleiben und im Rahmen des Wiki von einer Community mit klaren Codes weiterentwickelt werden.

Nun denn, ich sehe das nicht so pessimistisch. Bei Wiki-Einführungen gibt es immer Berührungsängste, die man aber abbauen kann. Insgesamt ist die Veröffentlichung lesenwert, werden doch viele theoretische und einige praktische Hintergründer beleuchtet. Wie schon Jochen Robes geschrieben hat, sehe ich allerdings wenig Bezug zur betrieblichen Praxis.

Wiki Wednesdays in Stuttgart, Kiel und Berlin


In den U.S.A treffen sich schon seit längerer Zeit Wiki-Interessierte zu den Wiki Wednesdays. Dabei handelt es sich in bester Tradition der Un-Conferences um nicht zentral organisiertes Treffen von Menschen, die sich für Wikis interessieren. Ob einfach nur neugierig oder als Wiki-Anwender, Wiki-Enthusiast, Wiki-Entwickler, Wiki-Unternehmer - man trifft sich, erzählt sich "Wiki-Geschichten am Lagerfeuer", tauscht Erfahrungen aus, bespricht neue Ideen und knüpft Geschäftskontakt.

Nächste Woche am 18. Juli finden gleich zwei dieser Wiki Mittwoche statt, der eine in Stuttgart und der andere in Kiel. Thilo Pfennig hat mich zur Kieler Veranstaltung eingeladen. Ich mag ja solche Veranstaltungen, da der Informationsaustausch sehr intensiv ist und man darüber hinaus viele interessante und nette Leute kennen lernt. Das erste Treffen wir wohl noch in einem kleinen Rahmen statt finden, aber ich hoffe mit der Zeit werden viele Wiki-Begeisterte dazustoßen.

Weiterlesen:

Wiki-Mitarbeiter und Umgang mit Konflikten


Wikis verbreiten sich gerade rasant in deutschen Unternehmen. Ich habe aber den Eindruck, dass die Inhalte dort eher statisch sind. Im E-Learning-Chat gestern Abend kam nun kurz zur Sprache, welche Erfahrungen die IBM mit dem eigenen Wiki gemacht hat (die deutschen Mitarbeiter tun sich da noch ein wenig schwer). Das scheint ein kultureller Unterscheid zu sein, über den ich gerade ein wenig sinniere. Dabei ist mir dann auch der Begriff Konfliktkultur in den Sinn gekommen und das eher negativ besetzte "Konsens-Republik". Wahrscheinlich ist es ja tatsächlich so, dass offene Konflikte sanktioniert werden und man inhaltliche Differenzen darum eher eher in einer Form des kalten Konflikts austauscht. Andere Ansichten werden darum nicht offen diskutiert, auch nicht in einem firmeninternen Wiki.

Ist das so?

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