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Technologien aus Sicht von Kindern


Nach »Nicht mal 30 Jahre her« gibt es jetzt ein ähnliches Experiment von Martin Ebner und Sandra Schön im Rahmen des L3T-Projekts:

Nicht mal 30 Jahre her (»das ist eine alte CD«)


[via vowe]

Googles Chrome in Zukunft ohne H.264-Support


Derzeit ist Flash der Quasi-Standard, wenn es um das Einbetten von Videos in Webseiten geht. Daran kann sich aber bald etwas ändern, denn Google kaufte vor einiger Zeit den Videocodec-Spezialisten On2 und veröffentlichte dessen Videocodec VP8 unter einer Open Source-Lizenz. Google kreierte dazu noch das WebM-Format, mit dem sich Videos und Audios bequem in Webseiten integrieren lassen.

Google ging diesen Weg, da für die Verwendung des H.264-Videocodecs in Zukunft hohe Lizenzgebühren befürchtet wurden. Alle bekannten Webbrowser bis auf Apples Safari werden WebM-Inhalte abspielen können (Chrome 6, Firefox 4, Internet Explorer 9, Opera 10.60). Darüber hinaus hat Adobe die Unterstützung von WebM in Flash angekündigt.

Allerdings verwendet man als Inhalteanbieter bisher besser den Codec H.264, weil dieser von Flash unterstützt wird und damit die größtmögliche Reichweite gegeben ist. Doch das ändert sich gerade, da Google entschieden hat, den H.264-Support aus Chrome zu entfernen. Damit ist Chrome mit Firefox der zweite Browser, der kein H.264 kann. Von den aktuellen Marktanteilen der Browser ausgehend bedeutet dies, dass in Zukunft ca. 90% aller verwendeten Webbrowser WebM-Inhalte abspielen können gegenüber 65% aller Browser, die H.264 unterstützen.

Weiterlesen:

Update 2011-01-13: Ich dachte immer, dass Opera ebenfalls H.264 unterstützt. Das scheint aber nicht zu stimmen, Opera kann nur WebM.

Update 2011-01-17: Googles für Chrome verantwortlicher Produktmanager hat zu den Hintergründen ein Statement gebloggt: More about the Chrome HTML Video Codec Change (via heise).

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MPEG-4 AVC für freie Internet-Streaming-Angebote dauerhaft lizenzkostenfrei


Wahrscheinlich als Konsequenz auf Googles WebM-Projekt hat die MPEG-LA beschlossen, dauerhaft keine Lizenzgebühren von freie (frei im Sinne von kostenlos) Videostreaming-Angeboten zu fordern, die den MPEG-4-Codec verwenden (»Internet Broadcast AVC Video«).

Weiterlesen:

BGH lässt erstmals Softwarepatente zu während Google sich anschickt, den Patentdreck im Videobereich aufzuräumen


Was für eine Koinzidenz. Heise berichtet heute, dass der Bundesgerichtshof in einer neuen Entscheidung einen Weg aufgezeigt hat, Trivialpatente aka Softwarepatente in Deutschland zuzulassen.

Heute am Abend dann die von vielen erhoffte Meldung, dass Google den Videocodec VP8 unter eine Open Source-Lizenz gestellt hat.Videocodoecs sind ein patentverseuchter Bereich; auch wenn man einen komplett neuen Videocodec entwickeln möchte, wird man mit großer Wahrscheinlichkeit irgendwelche Softwarepatente verletzen, von denen man noch nie etwas gehört hat.

Google hat ein existenzielles Interesse an einem »freien« Internet. Und als Betreiber des Videoportals YouTube möchte man sich der lizenzrechtlichen Schranken des Videocodecs H.264 (MPEG 4) entledigen. Damit der freie Codec rasche Verbreitung findet, hat Google das WebM-Projekt gegründet, das schon jetzt unter anderem von Adobe, Mozilla Foundation, Nvidia und Skype unterstützt wird. Bloggern wie auch E-Learning-Anbietern bietet sich auf der anderen Seite erstmals die Möglichkeit, Videos in einem Format anbieten zu können, das keine Lizenzkosten nach sich zieht.

E-Learning-Entwickler sollten sich langsam von Flash verabschieden


Okay, für eingefleischte Flash-Entwickler mag das ein wenig frustrierend oder gar ketzerisch klingen, aber ich glaube, dass die Tage von Flash gezählt sind. Im Moment erlebt Flash seine beste Zeit, die Zukunft gehört aber HTML5.

Flash ist eine Entwicklungsumgebung zur Erstellung multimedialer und interaktiver Programme (Inhalte). Die Programme laufen, ähnlich wie bei Java oder .NET, in einer Sandbox-artigen Umgebung ab, dem Flash-Player. Als Entwickler produziert man ein Flash-Programm (auch Flash-Film genannt), das dann auf verschiedensten System abgespielt werden kann, sofern dort ein Flash-Player verfügbar ist.

In Webbrowsern ist zwar schon fast von Anbeginn JavaScript eingebaut, womit man ebenfalls interaktive Webseiten entwickeln kann. Allerdings war es zu Zeiten des großen Browserkriegs nur mit Kopfschmerzen möglich, eine interaktive Webseite zu entwickeln, die in möglichst jedem JavaScript-fähigen Browser gleich gut funktionierte. Mit Flash ging das sehr viel einfacher, da für die Darstellung von Flashinhalten nicht der Webbrowser sondern der Flash-Player zuständig ist. Zudem kam Flash der damaligen Vorstellung entgegen, dass Webseiten, in Analogie zum Print-Bereich, in beliebigen Webbrowsern auf unterschiedlichen System immer gleich aussehen sollten.

Eine weitere wichtige Eigenschaft von Flash ist das Abspielen von Audios und Videos. Erst seit HTML5 können Webbrowser ohne Hilfsprogramme Videos abspielen. Davor gab es im Grunde nur zwei Möglichkeiten, um Audio- und Videointegration in Webseiten einigermaßen systemunabhängig hinzubekommen: Real oder Flash, wobei aber Flash als echte Entwicklungsumgebungen weit mehr Möglichkeiten bot als der reine Videoplayer von Real.

Allerdings ist auch die Verwendung von Flash nicht ganz schmerzfrei. Als Anwender merkt man wohl als erstes den Ressourcenbedarf des Flash-Players (was wohl der wesentliche Grund von Apple ist, Flash weder auf iPhone noch auf iPad zuzulassen), weniger bekannt sind dagegen die Privacy-Probleme (Flash kennt beispielsweise Cookies-ähnliche Dateien namens Local Shared Objects). Unternehmen dagegen müssen vor allem mit den immer mal wieder auftauchenden Sicherheitsproblemen kämpfen (allerdings, wenn man jahrelang sein Unternehmen vor den Sicherheitslücken eines Internet Explorer 6 schützen musste, ist man solchen Kummer wohl gewöhnt).

Und trotz des Versprechens: Funktionsumfang und Art der Integration des Flash-Players können von System zu System anders sein. Unter unixoiden Betriebssystemen hat der Flash-Player beispielsweise die nervige Eigenart, sich immer in den Vordergrund zu drängeln und sich über alle anderen Ebenen zu positionieren.

Mit dem zukünftigen Standard HTML5, der von Apple Safari, Google Chrome, Mozilla Firefox und Opera schon zu großen Teilen unterstützt wird, sind die meisten Dinge, für die man Flash benötigt hat, nun im Webbrowser nativ möglich. Mit Chrome und Safari kann man beispielsweise auf Youtube schon Videos im H.264-Format ohne Flashplayer ansehen. Flash wird man in Zukunft für die allermeisten Dinge nicht mehr benötigen. Adobe sieht es wohl ähnlich, denn derzeit werden Stimmen laut, die dem Flash-Hersteller vorwerfen, den Standardisierungsprozess von HTML5 bewusst zu behindern.

Es wird aber sicherlich noch ein paar Jahre dauern, bis sich HTML5 durchgesetzt hat. Wenn man als Unternehmen also gerade daran ist, seine internen E-Learning-Entwicklungsprozesse neu zu designen, kann man sicherlich noch auf Flash setzen. Für E-Learning-Dienstleister heißt es dagegen, sich allmählich auf die neuen Möglichkeiten der Webbrowser mit HTML5 einzustellen. Und dabei auch das leidige Thema H.264-Lizenzen nicht außer Acht zu lassen.

Videocodec H.264 und Lizenzen


Im E-Learning hat die Einbettung von Videos ein lange Tradtion, da Werkzeuge wie Director die Erstellung von CBTs mit Videoelementen ermöglichten. Allerdings war Video dann mit dem Wechsel auf WBTs ein Problem. Es fehlten zum Einen die hochkomprimierten Videoformate und und zum Anderen standardisierte Videoplayer. Der RealPlayer stellte die einzige Mehrplattformlösung dar, konnte sich allerdings nicht gegen Microsoft und Apple durchsetzen. Erst 2007 kam es zu einer nennenswerten Verbesserung der Situation, als Adobe den Flash Player in der Version 9.0.115 veröffentlichte. In einer von Adobe als notwendiges Sicherheitsupdate für eine kritische Lücke bezeichneten Aktion hatte es das Unternehmen geschafft, innerhalb von kurzer Zeit einen universellen Videoplayer mit einem H.264-Codec weltweit einzuführen. H.264 (aka MPEG-4 AVC) ist ITU-Standard und das State-of-the-Art Videoformat für hocheffiziente Videokompression.

Das Dumme an H.264 ist nur, dass bei diesem Standard ein Strauß an patentierten Verfahren genutzt werden, die einem Pool von derzeit 26 Unternehmen wie Apple gehören, darunter beispielsweise Fraunhofer, France Télécom, Microsoft, Robort Bosch und Sony. Aus praktischen Gründen übernimmt die Rechteverwaltung dieser Patente eine eigene Organisation, das MPEG LA. Von dort muss man sich eine Lizenz besorgen, wenn man einen H.264-Codec vertreiben will oder wenn man Videos im H.264-Format verbreiten möchte. Allerdings kann man nicht sagen, wie hoch die Lizenzkosten in Zukunft sein werden, denn das MPEG LA entscheidet darüber in verschiedenen Perioden jeweils neu. Die erste Lizenzperiode läuft Januar 2011 aus, ab dann sollten ursprünglich Lizenzkosten für das freie Internet-Streaming anfallen. Aber allem Anschein nach will man sich das Geschäft mit den aufstrebenden Videoportalen nicht gleich mit überzogenen Forderungen verderben. Darum wird es noch bis 2016 im Rahmen einer Ausnahmeregelung möglich sein, freie Internet-Streaming-Angebote lizenzkostenfrei anbieten zu können. Mit diesem Schritt hält man zudem die Open Source-Konkurrenz in Form von Ogg Theora noch bis 2016 auf Abstand.

Allerdings wird Google ebenfalls noch eine wichtige Rolle spielen, denn dort hat man kürzlich den Codec-Hersteller On2 gekauft (On2 hatte den ursprünglichen Codec hinter Ogg Theora entwickelt und später der Open Source-Gemeinde zur Verfügung gestellt). On2 besitzt weitere alternative Codecs, die H.264 ebenbürtig sein sollen. Thomas Richter schreibt dazu auf Telepolis:

Möglich wäre, dass Googles strategischer Kauf dazu dient, nicht nur YouTube von zukünftigen (möglicherweise enormen) Lizenzzahlungen für H.264 zu befreien (oder zumindest bei möglichen Verhandlungen einen starken Hebel zu haben), sondern den Sourcecode von VP6 (bzw. den noch in Entwicklung befindlichen Nachfolgern VP7/VP8) offen zulegen und standardisieren zu lassen. Damit wäre der Weg frei, den Codec ohne Bedenken auf Patentverletzungen oder drohende Lizenzeinzahlungen in die nächste Browsergeneration zu integrieren und damit einen neuen, freien Videostandard im Netz zu schaffen - ganz im Sinne der Firma Google, die als Dienstleister von offenen Standards im Netz nur profitieren kann.

Update: Die Free Software Foundation hat einen offenen Brief an Google geschrieben, in dem das Unternehmen aufgefordert wird, auf Flash und H.264 zu verzichten und statt dessen VP8 als Open Source frei zugeben und das Format bei YouTube zu benutzen (Heise-Meldung).

We're Linux


Die Linux-Foundation hatte einen Video-Wettbewerb ausgerufen. Thema: »We're Linux«.

Die Resonanz war überwältigend, fast 100 Videos wurden eingericht. Die Werke könnnen sich hier angesehen werden. Die Spannweite ist sehr weit, vom sehr ästhetischen »The Origin« von Augustin Eguia:

… bis zum witzigen »Challanges at the Office« von Ksplice:

And the winner is …

Berkeley Channel auf YouTube


Die UC Berkeley hat auf YouTube einen eigenen »Kanal«, über den aufgenommene Vorlesungen für jedermann abrufbar. Die Liste ist für den Anfang vielversprechend:

  • Applied Science & Technology 210 / Electrical Engineering 213: Soft X-Rays and Extreme Ultraviolet Radiation
    28 Videos
  • Bio Engineering/ME C117: Structural Aspects of Biomaterials
    25 Videos
  • Chemistry 3B: Chemical Structure and Reactivity
    23 Videos
  • Integrative Biology 131: General Human Anatomy.
    39 Videos
  • Peace and Conflict Studies 164A: Introduction to Nonviolence
    28 Videos
  • Peace and Conflict Studies 164B: Introduction to Nonviolence
    27 Videos
  • Physics 10 - Physics for Future Presidents
    26 Videos
  • SIMS 141 - Search Engines
    6 Videos
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