Anhörung

Verständnisprobleme


Am Wochenende hatte ich einem Bekannten erzählt, dass das Landesblog Ende März zu einer Anhörung im Bildungsausschuss des schleswig-holsteinischen Landtages geladen war. Thema war Medienkompetenz in der Informationsgesellschaft und die Parteien hatten viele Institutionen angesprochen. Ich denke, wir vom Landesblog haben dazu eine ganz interessante Stellungnahme verfasst (PDF) und diese in der mündlichen Anhörung pointiert vorgetragen.

Es war für mich eine interessante Erfahrung, eine solche Anhöhrung mit Vertretern (es waren nur Männer) verschiedensten Institutionen aus dem Bildungs- und Medienbereich zu erleben. Es kam dabei auch zu einer kleinen Auseinandersetzung.  Ein Wissenschaftler stellt die These auf, dass sich die Idee des Offenen Kanals nach 30 Jahren und mit der wachsenden Bedeutung des Internets  überlebt hat und man die Gelder (immerhin ein Prozent der Rundfunkgebühren) lieber in zeitgemäße Projekte stecken könnte. Der Vertreter des Offenen Kanals war darüber natürlich nicht glücklich, aber er konnte auch nicht wirklich etwas dagegen sagen.

Nun, diese kleine Episode aus der Anhörung im Bildungsausschuss hatte ich meinem Bekannten am Wochenende erzählt. Als ein Beispiel, wie festgefahren manche Dinge sind, wie schwer es fallen kann, Dinge umzusteuern. Ich hatte aber vergessen, dass ich das einem (lieben) Menschen erzählte, der mit den neuen Medien aber so gar nichts anfangen kann. Sein verständnisloser Kommenar: »Wieso? Der offene Kanal ist doch toll.«

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