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Scoyo update


Nach der vielen Aufregung um Scoyo bin ich gebeten worden, auch mal der aktuell guten Entwicklung des Online-Lernportals Rechnung zu tragen. Ich habe darum die etwas veraltete Wikiseite überarbeitet und auf einen Beitrag bei Gründerszene hingewiesen, in dem SuperRTL stolz vermeldet, dass Scoyo erstmals (zeitweise) profitabel arbeiten würde.

Schön, dass es in Hamburg wieder aufwärts geht.

Weiterlesen bei Gründerszene: Dumm gelaufen Bertelsmann: Scoyo ist unter Super RTL erstmals profitabel.

Tony Hirst lästert (zurecht) über URL Shorteners


Tony Hirst ärgert sich gerade über die diversen URL Shortener Services (Kurz-URL-Dienste) wie beispielsweise is.gd oder icio.us. Shortener sind spätestens mit dem Aufkommen von Twitter und dessen Textlängenbegrenzung auf 140 Zeichen populär geworden. Shortener haben allerdings auch ihre Nachteile:

  • Die eigentliche Adresse (URI) wird versteckt, ein Anwender weiß bei einem Klick nicht, auf welche Webseite er letztendlich geleitet wird. Das kann missbraucht werden und es wird missbraucht, vom User-Tracking über Spamming bis zur Verbreitung von Malware.
  • Der Betreiber eines solchen Dienstes erhält mit der Zeit eine Datenbank mit relevanten Links, denn jeder Klick auf einen solche Kurz-URL wird registriert (die Kurz-URL wird vom Server in die eigentliche Zieladresse umgewandelt). Das Anlegen von Nutzerprofilen ist ebenfalls möglich.
  • Die Kurz-URL-Dienste arbeiten nicht nach einem gemeinsamen Standard. Nur der jeweilige Service-Anbieter kann eine Kurz-URL in die eigentliche Adresse umsetzen. Fällt ein solcher Dienst aus oder der Betreiber schließt seinen Service, dann sind auch alle Links verloren.

Um diesen Nachteilen Herr zu werden, versucht Tony Hirst einen eigenen Dienst zu programmieren, der solche Kurz-Adressen automatisch in die eigentlichen Zieladressen auflöst. Das funktioniert aber nur bedingt, und darum sein Rant About URL Shorteners…:

If I was a militant server admin, I’d be tempted to start turning traffic away from the crappy shorteners… but then. that’s because I’m angry and ranting at the mo…;-)

Einstieg in Wikis (im Unterricht)


Christian Spannagel beschreibt in seinem Blog, wie er ein Wiki relativ erfolgreich in der Hochschule eingesetzt hat. Allerdings ist er auch auf ein Problem gstoßen:

Ein großes Problem sehe ich noch: Es ist zwar gut verstanden worden, wie man mit einem Wiki arbeitet und wofür das gut ist. Allerdings sind die inhaltlichen Ergebnisse nicht sonderlich überzeugend. Problem: Was macht man jetzt? Die Studierenden arbeiten nicht mehr darin, und die Ergebnisse stehen nun mehr oder weniger halbfertig und halbkorrekt im Internet. Soll ich das als Dozent verbessern? Soll ich einen Kommentar auf die Seite schreiben, der die Inhalte relativiert? Any ideas?

Ich halte das für eines der Kernprobleme bei einer Wikieinführung, dem auch nicht so einfach beizukommen ist. Ein Wiki muss eigentlich ein natürlicher Kommunikationsraum sein. Mal sehen, was sich aus der Diskussion in den Kommentaren noch ergeben wird. Bei Gabi Reinmann gibt es dazu ebenfalls schon ein paar interessante Beiträge.

DRM beim Elektrischen Reporter: »Digitale Entmündigung«


Unabhängig von existierenden und nicht existierenden Dingen: erstaunlicher Weise scheint etwa in Sachen Kindle und iPhone der größte Feind der Freiheit die Bequemlichkeit der Nutzer zu sein.

Hihi, das jetzt mal was für uns Apple-nicht-so-lieb-haber. Der elektrische Reporter Mario Sixtus hat eine Sendung zum Thema Digital Restrictions Management (DRM) gemacht und beschreibt dabei die Problematik an Hand von Amazons Kindle und von Apples iPhone:

Elektrischer Reporter – Digitale Entmündigung: Was Dir gehört, gehört Dir nicht

Digital Restrictions Management funktioniert nicht - Beispiel Kindle


Selbst die Musikindustrie, die nicht gerade als Hort innovativer Geschäftsideen bekannt ist, hat mittlerweile eingesehen, dass Digital Restricted Manamagement (DRM) für Kunden ein Grund ist, Musik nicht zu kaufen. Darum wird Musik mittlerweile wieder ohne DRM-Fesseln angeboten.

Amazon liefert nun ein schönes Beispiel, warum man seinem E-Book-Reader (in diesem Fall Kindle) nicht trauen kann: via Funknetzanbindung sind zwei Bücher von allen Kindles gelöscht worden. Anscheinend hatte der Verlag, der die E-Books zur Verfügung gestellt hatte, nicht die dafür notwendigen Verwertungsrechte. Dennoch, das Problem fasst Peter Sennhauser auf netzwertig.com treffend zusammen:

Was nichts an der orwellschen Horrorvision ändert, dass einem ein Verkäufer Waren, die man gekauft hat, unter irgendwelchen Begründungen nachts wieder aus dem Haus holt und einen Scheck über den Kaufpreis hinterlegt.

Immer noch Blackboard


Bei Blackboard scheinen die Leute allmählich Panik zu bekommen. Der Marktführer, der 2005 WebCT übernommen hatte, hat im letzen Jahr ca. 24% seiner Anteile am amerikanschen Markt eingebüßt (von 77% runter auf 59% Marktanteil). Vielleicht erklärt das, warum sie mit allen Mitteln den kanadischen Konkurrenten Desire2Learn bekämpfen. Die zähe Geschichte um das angebliche »E-Learning-Patent« ist immer noch nicht restlos ausgestanden (Michael Feldstein beschreibt die Situation sehr ausführlich in seinem Blogpost »EduPatent Fight As Complicated As Ever«), da hat Blackboard eine weitere Klage gegen den Mitbewerber in Stellung gebracht: Blackboard Files Complaint With U.S. International Trade Commission Seeking to Block Sales of a Competitor's Products.

Stephen Downes schreibt dazu nur noch trocken: »Would the last developer to leave Blackboard please turn out the lights?«

Hausmitteilung: Auf Wiedersehen und herzlich Willkommen


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich schreibe Ihnen heute, weil ich Sie über eine für mich sehr positive Veränderung zum 1.04.09 informieren möchte. Durch unsere Kontakte kennen Sie vielleicht schon meine Leidenschaft für alles Neue rund ums Web 2.0. Jetzt habe ich mich dazu entschlossen, ein neue berufliche Herausforderung in diesem Bereich anzunehmen und meinen Weg als selbständiger Berater zu gehen.

Damit haben wir diese Woche die Nitorkunden über meinen Schritt informiert.

Für mich bedeutet das für die Übergangszeit erstmal viel Arbeit, dann aber auch sehr viel Spaß. Ich glaube, ich bin seit 1995 online. Seit der Zeit ist mir das virtuelle Zusammensein, die Kommunikation und das gemeinschaftliche Zusammentragen von Informationen und Wissen immer sehr wichtig gewesen. Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich sagen, dass da ein riesengroßes Potenzial für Organisationen unter anderem in den Bereichen Innovations- und Wissensmanagement schlummert. Darum will ich mich als unabhängiger Berater und E-Learning-Spezialist meinen Fokus auf diesen Bereich legen.

Ich bin auch ein großer Fan von Open Source. Das hat zum einen etwas mit dem Geist zu tun, der hinter der Open Source-Idee steckt. Aber Open Source bietet für Unternehmen eben auch ganz handfeste Vorteile: Neben einem unschlagbaren Kostenvorteil ist da natürlich der Sicherheitsaspekt. Aber gerade in dem Entwicklungsmodell von Open Source liegt auch eine große Change für Unternehmen, diese können sich nämlich an der Weiterentwicklung beteiligen und so auch die Richtung mitgestalten, in der sich die Software entwickelt.

Aus PowerPoint-Dateien SCORM-Pakete erstellen


Über den Sinn von Tools, die eine automatisierte Erstellung von Lerninhalten ermöglichen, kann man trefflich streiten. Genauso über Software, die aus PowerPoint-Dateien SCORM-Pakete macht. Aber bevor eine PPT-Datei überhaupt nicht mehr verwendet werden kann nehme ich gerne die (qualitativ eher nicht so berauschende) SCORM-Variante mit.

Eine Liste mit Tools, die aus PowerPoint-Dateien SCORM-Pakete erzeugen können, hat William Peterson auf Eduforge veröffentlicht. Mit dabei sind:

[via Stephen Downes]

Learntec 2009 beginnt


Heute ist der erste Tag der Learntec. Ich bin sehr gespannt, was die Messe dieses Jahr bringen wird und ob sich neue Trends hier erkennen lassen. Natürlich wird man auch sehen, ob und wie die generelle wirtschaftliche Lage einen Einfluss auf die Branche haben wird. Einige haben ja prophezeit, dass E-Learning von der angespannten Lage profitieren wird.

Kleine Fußnote: während der Learntec vor einem Jahr deaktivierte Twitter sein Jabber-Interface, das ja mittlerweile komplett von der Featureliste verschwunden ist. Heute twittere beziehungsweise microblogge ich über das Jabber-Interface von Identi.ca, von dort gehen die Dents bzw. Tweets dann auch nach Twitter.

Microblogging und Open Source


Zwei großartige Meldungen aus der Microblogging-Welt:

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