July 2009

Tagesspiegel: Die gute Tat der Piraten


Lesetipp aus dem Urlaub: Die gute Tat der Piraten von Kolja Reichert im Tagesspiegel:

Das Internet ist nämlich nicht der Feind der Musik. Es ist nur der Feind der Tonträgerindustrie.

Und Kolja Reicherts Schlussbemerkung:

Auf der einen Seite steht eine Industrie, die ihre Gewinne am liebsten eins zu eins ins neue Medium hinüberretten würde; auf der anderen Seite eine große Hörerschaft, die nicht einsieht, warum sie für ein unbegrenzt kopierbares Datenbündel noch immer 10 Euro zahlen soll. Und dazwischen die Künstler, auf sich selbst gestellt und ohne eigene Interessenvertretung, in der nicht auch die Verwerter mitsprechen würden. Ein Zusammenschluss der Urheber ist eine der Chancen, die in einem öffentlich organisierten Vergütungssystem wie der Kulturflatrate liegen. Es könnte erstmals eine exakte Abrechnung zwischen Künstler und Hörer schaffen und die Tauschbörsennutzer an die Kasse holen. Industrie und CDU würden die Piraten lieber gleich vom Internet trennen. Legalisierung oder Sanktionen – eine Frage für die nächste Legislaturperiode.

Digital Restrictions Management funktioniert nicht - Beispiel Kindle


Selbst die Musikindustrie, die nicht gerade als Hort innovativer Geschäftsideen bekannt ist, hat mittlerweile eingesehen, dass Digital Restricted Manamagement (DRM) für Kunden ein Grund ist, Musik nicht zu kaufen. Darum wird Musik mittlerweile wieder ohne DRM-Fesseln angeboten.

Amazon liefert nun ein schönes Beispiel, warum man seinem E-Book-Reader (in diesem Fall Kindle) nicht trauen kann: via Funknetzanbindung sind zwei Bücher von allen Kindles gelöscht worden. Anscheinend hatte der Verlag, der die E-Books zur Verfügung gestellt hatte, nicht die dafür notwendigen Verwertungsrechte. Dennoch, das Problem fasst Peter Sennhauser auf netzwertig.com treffend zusammen:

Was nichts an der orwellschen Horrorvision ändert, dass einem ein Verkäufer Waren, die man gekauft hat, unter irgendwelchen Begründungen nachts wieder aus dem Haus holt und einen Scheck über den Kaufpreis hinterlegt.

Did You Know 3.0


Nach Did You Know 2.0 jetzt 3.0:

Studiengebührenverwaltungverwaltung


Geben wir es einfach zu: Die Umsetzung des "Projekts Studienbeiträge" ist kein Erfolg. Bleibt die Frage: Nachbessern oder - wie bereits in anderen Bundeslängern geschehen - Aufgeben?

Micheal Kerres über den Verwaltungsaufwand, den die Studiengebühren nach sich ziehen: Projekt Studienbeiträge: gescheitert?

Enterprise 2.0 und zwischenmenschliche Nähe


Ich sitze gerade an eine Präsentation zum Thema Enterprise 2.0. Dabei gehe ich auch ein wenig auf die Bedeutung von zwischenmenschlicher Kommunikation und dem Bedürfnis nach zwischenmenschlicher Näher und Vertrautheit ein. So richtig schön verständlich wird das dank eines Zitats von Torsten Albig, dem neuen Oberbürgermeister von Kiel, der als twitternder OB-Kandidat für Aufmerksamkeit gesorgt hatte. Gesagt hatte er das als Key Note-Sprecher bei einem netten Symposium der FH Kiel.

Als einen der Gründe für seinen Sieg nannte er die Benutzung von Twitter, weil es nur so möglich war, sein Wahlkampfteam von 30 Personen laufend anzusprechen und so ein Gefühl von Nähe und Vertrautheit herzustellen. Und das ist für Engagement und Leidenschaft notwendig gewesen.

Ich hatte einfach des bessere, das motiviertere und engagiertere Team!