Piraten, Urheberrecht und Schulbücher


Heute Morgen habe ich während der Autofahrt den Podcast von NerdAlert gehört. In der Sendung vom 14. November war die Piratenpartei zu Gast, die erstmals in Hamburg zur Bürgerschaftswahl antreten will. Es drehte sich, wie sollte es auch anders sein, um das Urheberrecht. Man streifte dabei auch das Thema Bildung, Schule und Schulbücher. Eine Idee, die im Umfeld der Piratenpartei wohl entwickelt worden ist, hat mich dann förmlich elektrisiert, weil ich sie auch für realisierbar halte. – Wenn man den zu erwartenden Widerstand der Buchverlage außen vor lässt. Die Idee ist, Schulbücher einfach in einem Wiki von den Schülern selbst entwickeln und bearbeiten zu lassen. Der Ansatz macht nicht nur aus wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Sicht Sinn, sondern ist auch aus der didaktischen Warte her hoch interessant. Auf der WikiSym 2007 haben, wie hier schon mal berichtet, Marija Cubric und ganz besonders Renée Fountain mit einem Ansatz aus dem Communal Constructivism ihre Erfahrungen mit Wiki-Konzepten in der Lehre aufgezeigt.

Dieses Konzept der »Schulbuch«-Entwicklung in einem Wiki (ein Schulbuch kann man das ja eigentlich nicht mehr nennen) fügt sich auch sehr gut ein das Konzept einer gemeinnützigen Schüler- und Azubiplattform, dass ich immer noch umsetzen möchte. Ich werde mal den Kontakt zu ein paar Schulen aufnehmen. Jetzt überlege ich mir aber zunächst, welche Inhalte man in einem ersten Schritt ins Auge fassen sollte. Eventuell solche, in denen die Schulbücher eher schwach sind?

Das Konzept ist übrigens hier im Wiki entwickelt worden. Ergänzungen sind herzlich willkommen. Die Inhalte bzw. das Konzept stehen natürlich unter einer freien Creative Commons Lizenz.

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