»The Digital Divide« exemplarisch vor dem Bundesverfassungsgericht

Heute war vor dem Bundesverfassungsgericht Anhörung von Sachverständigen in Sachen »Verfassungsbeschwerden gegen die "Online-Durchsuchung" im Verfassungsschutzgesetz NRW«. Unter anderem kam dabei Andreas Pfitzmann zu Wort. In einem bemerkenswerten Statement weist er zum Einen auf den Digital Divide innerhalb unserer Gesellschaft hin (»alte Männer mit Kugelschreibern«, via kris), zum Anderen zeigt er auf, wohin die Technologie uns führen wird:

Für Pfitzmann ist eine Debatte, die die Online-Durchsuchung nur unter dem Artikel 13 des Grundgesetzes (Unverletzlichkeit der Wohnung) wertet, rückwärtsgewandt. Vielmehr müsse überlegt werden, wie sich die Zukunft der Computertechnik gestalten wird. Mensch und Computer würden in naher Zukunft immer engere symbiotische Verbindungen eingehen, wie es bei Menschen mit intelligenten Hörgeräten heute bereits ersichtlich werde: "Wir werden in diese Rechner zunehmend verloren gegangene Fähigkeiten auslagern, um sie so wiederzugewinnen. Wir werden an sie persönlichste Denk- und Merkfunktionen delegieren, um uns zu entlasten", so Pfitzmann in seiner Argumentation.

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