Blackbord wird Softwarepatent zugesprochen

Marco Kalz hat recht, diese Meldung, auf die wohl zuerst Michael Feldstein aufmerksam gemacht hat, gehört gebloggt. Übrigens, hier in Europa probiert derzeit SAP, im E-Learning-Bereich einige Patente durchzubekommen. Seitdem ich die Liste das letzte Mal hier veröffentlicht hatte, sind ein paar neue Patente hinzugekommen. Mit Hilfe der Suchfunktion auf der Website des europäischen Patentamts kann man sich dazu mittels der Suchfunktion schnell einen Überblick verschaffen. Hier ein Auszug der von der SAP angemeldeten Patente zum Thema E-Learning:

  • CONTENT BASED MESSAGING FOR E-LEARNING
  • STRUCTURAL ELEMENTS FOR A COLLABORATIVE E-LEARNING SYSTEM
  • E-LEARNING STATION AND INTERFACE
  • NAVIGATING E-LEARNING COURSE MATERIALS
  • E-LEARNING COURSE EDITOR
  • E-LEARNING AUTHORING TOOL
  • OFFLINE E-LEARNING
  • E-LEARNING SYSTEM
  • E-LEARNING COURSE STRUCTURE
  • E-LEARNING STRATEGIES
  • CONTENT BASED MESSAGING FOR E-LEARNING
  • STRUCTURAL ELEMENTS FOR A COLLABORATIVE E-LEARNING SYSTEM

Die Diskussion um Softwarepatente wird sehr emotional geführt. Meine Einstellung dazu ist klar: Ich halte diese auch Trivialpatente genannte »Innovation« für so sinnvoll wie einen Kropf und gerade im Hinblick auf die Wissensgesellschaft für extrem widersinnig und schädlich (mehr dazu in meinem Beitrag »Urheberrecht: Web 2.0 und informelles Lernen am Ende?«). In Amerika schon lange eingeführt, gibt es sie in der EU rein rechtlich gesehen nicht. Dies zu ändern liegt vor allem im Interesse der großen Konzerne... und das europäische Patentamt erteilt schon freizügig Softwarepatente, wie man auch an der SAP-Liste sehen kann.

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Kommentare

alte Geschichte mit Patenten.

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