Moral und Netzneutralität


Das droht bei dem Wirbel um den Bundestrojaner gerade ein wenig unter zu gehen: In Großbritannieren gehen die vier größten ISPs dazu über, Ihren Kunden pornographische Inhalte („sexually explicit websites“) wegzufiltern, wenn diese nicht in einem Opt-In Verfahren explizit angeben, dass sie die Pornoseiten doch sehen wollen. Grundlage dafür ist eine Regierunginitiative zur Eindämmung von Online-Pornographie.

Es geht hier um ganz legale Inhalte, die halt nicht den gängigen Moralvorstellungen entsprechen. Die werden im Mutterland der Demokratie jetzt also standardmäßig weggefiltert.

Der zweite Punkt: Ich bin sicherlich nicht der einzige, der sich fragt, wann die ISPs wohl beginnen werden, für die Möglichkeit des Porno-Abrufs eine Extra-Gebühr zu verlangen. Das ist genau der Grund, warum die großen ISPs die Verpflichtung zur Netzneutralität beerdigt sehen möchten.

Weiterlesen bei The Guardian: Biggest four UK ISPs switching to 'opt-in' system for pornography.

[via fefe]

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Netz­sper­ren: Eng­land will Por­no­gra­fie sperren

Tim Schlot­feldt schreibt in sei­nem Blog über Moral und Netz­neu­tra­li­tät im Zusam­men­hang mit den Plä­nen, die in Groß­bri­tan­nien bekannt wur­den: Schon seit gerau­mer Zeit dis­ku­tierte die kon­ser­va­tive Regie­rung, die Pro­vi­der dazu zu zwi...

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