Der Chaos Computer Club hat heute seine Forderungen für ein Lebenswertes Netz veröffentlicht, darunter elf Thesen (mit Begründung) zur Netzpolitik. Die meisten davon könnten auch direkt von E-Learning-Dienstleistern unterschrieben werden: Ohne Netzneutralität hätte man als E-Learning-Anbieter keine großen Chancen mehr, seine Inhalte an den Kunden zu bringen, Softwarepatente, die es in Europa ja eigentlich gar nicht gibt, behindern schon jetzt Entwicklungen nachhaltig, beispielsweise im Video-Bereich, und das Urheberrecht sorgt nachhaltig dafür, dass man E-Learning-Angebote lieber gleich ohne Kommentarfunktion anbietet, um ja nicht keinen Ärger mit vermeintlichen Rechteinhabern zu bekommen.
Die Thesen:
1. Netzzugang ist ein Grundrecht und Bedingung für die Teilnahme am kulturellen und politischen Leben
2. Nutzen des Netzes kann sich nur entfalten, wenn die Netzneutralität garantiert ist
3. IT-Großprojekte der öffentlichen Hand nach sinnvollen Kriterien vergeben
4. Öffentliche Daten transparent handhaben
5. Klare Absage an Softwarepatente
6. Urheberrechtgesetzgebung modernisieren
7. Zugangsprovider haften nicht für die Daten ihrer Kunden
8. Private Daten besser schützen
9. Recht auf Anonymität etablieren
10. Profilbildung über Menschen verhindern
11. Whistleblower-Schutz verbessern


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