Peter Kruse zu Schirrmachers neuem Internet-Angst-Buch »Payback«

Es ist schon viel über Schirrmachers neues Buch Payback geschrieben und gesagt worden. Schlecht soll es nicht sein, was ich allerdings nicht aus eigener Erfahrung sagen kann, denn innerlich sträubt es sich mir, ein Werk von Schirrmacher in die Hand zu nehmen. Zu sehr haben Verlagsvertreter, darunter eben auch Schirrmacher, in der jüngsten Urheberrechts- und Google Books-Diskussion mit Falschinformationen versucht Politik und Öffentlichkeit zu instrumentalisieren.

Mit dem Untertitel zu seinem Buch »Warum wir im Informationszeitalter gezwungen sind zu tun, was wir nicht tun wollen, und wie wir die Kontrolle über unser Denken zurückgewinnen« spielt Schirrmacher nach dem »Methusalem-Komplex« erneut mit individuellen Ängsten, offenbart damit aber auch einen handfesten Kulturpessimismus. Peter Kruse hat zu Schirrmachers Buch in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung ähnliches gesagt:

Mit seinem Buch outet sich Herr Schirrmacher als fremdelnder Netzwerk-Besucher, als Zaungast, der einer wilden Party gleichermaßen neugierig wie irritiert aus der Ferne zuschaut.

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Kommentare

ich unterstützte ja auch die These, dass das Informationszeitalter seit langem abgeschlossen ist und wir uns bereits in dem Postinformationszeitalter befinden. Wenn denn überhaupt "Zeitalter" da überhaupt eine angemessene Definition ist.

Sehr empfehlen kann ich David Weinbergers Vortrag im Berkman Center zu "What Information was":
http://www.youtube.com/watch?v=Q17H0lZQats (aber vosicht, ist sehr roh)

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