Gernot Hausar zum Umgang von Autoritäten mit dem Internet


Einschneidende Veränderungen des Urheberrecht und Haftung für Hyperlinks sind Beispiele, die die Arbeit im Bildungsbereich gerade sehr mühsam machen. Häufig löst man solche Probleme dann einfach damit, dass man die Kulturtechnik Internet im Bildungsbereich schlicht nicht verwendet.

Es ist sicherlich schwierig, Grund- und Bürgerrechte gegen wirtschaftliche und sicherheitspolitische Interessen abzuwägen. Trotzdem sollte es in einer funktionierenden Demokratie möglich sein.

Einen Vorgeschmack einer solchen "Abwägung" konnte man bei den erfolgreichen Argumentationen der Rechteverwerter zur Verlängerung des Urheberrechtsschutzes in der EU bekommen: So wiegen die Verwertungsrechte für Werke von "tausenden" Urhebern (die selber an ihrem Werk meist keine Rechte mehr besitzen) schwerer als der öffentliche Zugang zu Wissen und Kultur für etwa 500 Millionen Europäer. Kritische Stimmen aus der Fachwelt, wie beispielsweise jene des Max-Planck-Instituts, werden dabei ignoriert.

Weiterlesen bei Telepolis: Sicherheit statt Freiheit. Eine Tour de force durch die Welt der Informationsmanipulation.

[via fefe]

P.S.: Wie die Medienindustrie selbst mit dem Urheberrecht umgeht, habe ich schonmal hier kurz beschrieben. Auf BILDblog aktuell: Die Opferfotos und die rechtsfreien Zonen.

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