Auf Kommentar antworten

Learntec 2008


Foto Learntec 2008

Über die Learntec und ihre Zukunft wird seit spätestens 2006 viel diskutiert. Sinkende Besucherzahlen, sinkende Ausstellerzahlen, und der Kongress lockt auch nicht mehr so viele Menschen an. Die Learntec siecht ein wenig. Aber welche Alternativen gibt es? Die Professional Learning wurde schnell wieder begraben, dafür versucht nun die Messe Hannover das CeBit Forum Learning & Knowledge Solutions zu etablieren. Der Schwerpunkt liegt dort eindeutig im Bereich Geschäftswelt, was sich auch in den Vorträgen wiederspiegelt. Davon abgesehen sehe ich allerdings keine großen konzeptionellen Unterschiede zur Learntec.

Als Aussteller merkt man es natürlich, wenn erneut weniger Gäste nach Karlsruhe gekommen sind (6.000 waren es diesmal, letztes Jahr noch 7.000). Einige Aussteller sollen über einen längeren Zeitraum kein einziges Kundengespräch geführt haben können, was schon sehr frustierend sein dürfte. Und einen »Head of HR« hat man eher selten unangemeldet an seinem Stand begrüßen dürfen. Dafür sind aber dieses Jahr wieder all die E-Learning-Verantwortlichen zur Messe gekommen. Man kennt sich in der E-Learning-Branche, und das ist auch der Punkt: Die Learntec ist für E-Learning-Anbieter nie eine Verkaufs- oder Abschlussmesse gewesen.

Allerdings muss man als nichtakademischer Aussteller viel Geld in die Hand nehmen. Der Quadratmeterpreis für eine Standfläche liegt je nach Verhandlungsgeschick bei vielleicht 150,- Euro/qm. Dann kommen Nebenkosten, Messebauer und natürlich die Personal- und Reisekosten hinzu. Das muss sich auf der anderen Seite natürlich rechnen. Und eine Kongresskarte hat man dann immer noch nicht so ohne weiteres.

Vom Ablauf des Kongress bin ich im Gegensatz zur Messe enttäuscht. Hey, wir sind da wegen E-Learning, Weiterbildung, Wissen. Aussteller und Referenten sind die Experten in Sachen E-Learning. Da sollte es doch möglich sein, mit ein paar zeitgemäßen didaktischen Elementen (und vielleicht sogar mit einem kleinen kollaborativen Anteil) einen in mehrerer Hinsicht vorbildlichen Kongress zu organisieren. Andererseits ist es vielleicht auch ein kleiner Hinweis, dass der Bedarf an einem »anderen« Lernen überschätzt wird. Das zeigt sich wiederum in der Messehalle: Ein Großteil der Aussteller bietet Infrastruktur wie Lernplattformen und Autorentools an. Dann gibt es noch die Standard-Inhalte, zum Beispiel zu Office-Themen. Nitor fällt mit seinen Inhalten zu verhaltensorientierten Themen irgendie auch darunter, andererseits beraten wir Unternehmen häufig auch beim Einsatz unserer Lernprogramme.

Vor einigen Jahren tummelten sich noch viele Anbieter von Individualproduktionen auf den Austellungsflächen, das hat aber sehr abgenommen.

Nachtrag: Eben habe ich erfahren, dass die Zahl unserer Kontakte (die der Nitor) in diesem Jahr leicht gestiegen ist, trotz des schon erheblichen Besucherrückgangs.

Antworten

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
  • Zulässige HTML-Tags: <a> <em> <strong> <cite> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd>
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
CAPTCHA
Mit dieser Frage wird getestet, ob Sie ein menschlicher Benutzer, um so automatisierten Spam vorbeugen zu können.
Bild-CAPTCHA
Tragen Sie die Zeichen aus dem Bild oben in das Feld ein.