wiki

Social Media und die Inc. 500


Ich habe keine Ahnung, wie aussagekräftig eine Studie zum Kommunikationsverhalten der 500 am schnellsten wachsenden Unternehmen in den U.S.A im Allgemeinen und für den deutschen Markt im Speziellen ist. Im Themenblog ist darüber zu lesen:

Das amerikanische Business-Magazin Inc. hat seine Inc. 500-Studie aus dem Jahr 2007 in diesem Jahr wiederholt. Die Untersuchung erforscht, wie sich die am schnellsten wachsenden US-Firmen, genannt Inc. 500, an digitale Kommunikationsmittel anpassen.

Wie bereits im Vorjahr wurden die Unternehmen nach ihrem Nutzerverhalten und ihrer Vertrautheit mit Sozialen Medien befragt. Dabei stellte Gartner Fragen zu den sechs wichtigsten Medien: Blogs, Podcasts, Online Videos, Soziale Netzwerke und Wikis.

Interessant ist, dass Wikis in der Beachtung mächtig aufgeholt haben. 2007 kannten bzw. waren 16% der befragten Unternehmen mit Wikis vertraut, während nun in der diesjährigen Befragung 35% das Wiki-Prinzip kannten (ich hatte hier berichtet). Eine tatsächliche Verwendung finden Wikis immerhin in 27% der Firmen. In 39% der befragten Unternehmen wird sogar gebloggt und 45% verwenden Online-Videos!?!

Grafik Social Media-Nutzung in den Inc. 500 Unternehmen
Quelle: University of Massachusetts Dartmouth Center for Marketing Research: Social Media in the Inc. 500: The First Longitudinal Study.

Wiki-Einführung bei Reederei NYK Europe


Alek Lotoczko von NYK Europe berichtet in einem Interview, das er Wiki-Evangelist Stewart Mader gegeben hat, über die Einführung des firmeninternen Wikis (NYK Europe ist Kunde von Maders Arbeitgeber Atlassian). Man erfährt dort, wofür man das Wiki benutzt (Meeting Management, Project Management, Tacit Knowledge, Contact Information...) und vor allem auch die Bereiche, in denen sich das Wiki positiv bemerkbar gemacht hat:

  1. Increased Willingness to Share Knowledge - Data, like departmental work plans for the coming year, which were once considered secret, are now open to all to view.
  2. More Reliable Information - For example, phone/contact lists are no longer out of date.
  3. Better Meeting Management - It is now easy to get additional items onto a meeting agenda and meeting minutes tend to be published quicker.
  4. Improved ‘Onboarding’ for New Employees - New hires are able to get up-to-speed ahead of their attendance at induction days.
  5. Interoffice Collaboration - When staff transfer from Europe to Asia, they want to keep using the wiki. This wasn’t possible due to technical restrictions with the intranet, but is easily possible with the wiki. They just use the same login, even after transferring offices. This also helps spread adoption by raising awareness among staff in Asia, and sets the stage for improved collaboration between offices in Europe and Asia.
  6. Increased Participation and Feedback - Most people would never have contributed to other systems, where now they can provide feedback unlike in days of broadcast emails. Some even post content to the wiki on the weekend! Alek says he never saw that happen on the intranet, even with VPN access.

Das sind sehr schöne Punkte, die ich auch alle unterschreiben würde. Man liest dafür nichts von den Schwierigkeiten bei der Einführung oder wie man die Mitarbeiter für die Wiki-Nutzung gewinnen konnte … schade.

Weiterlesen: The Content Wrangler: NYK Europe: Wiki Keeps International Shipping Firm on Course.

Einführung des Skywikis bei der Fraport AG


Bei Computerwoche ist ein längerer Beitrag zur Einführung des internen »Skywiki« bei der Fraport AG. Das interne Wiki der bei Fraport ist ja schon länger bekannt, hier erfährt man interessante Details zur Einführung:

  • Initiert wurde das Wiki vom Wissens-Manager Wieland Stützel. Mit der Unterstützung des Leiters für digitale Mediensysteme, Helmut Sins, wurde dann ein Wiki-Team gegründet, die aus verschiedenen Abteilungen gekommen sind: interne Kommunikation, Personalabteilung und IT.
  • Aus einer internen Online-Umfrage war bekannt, dass es Verbesserungsmöglichkeiten bei der internen Kommunikation gibt: »"Der Wissensaustausch entlang der Hierarchien ist langsam und fehleranfällig", "Das Gold in den Köpfen wird oft zurückgehalten." «
  • Das Team hat sich die Frage gestellt: »Wie kann ein Wiki die vorhandene Kommunikationslandschaft optimal ergänzen?«
  • In einem ersten Versuch wurde TWiki verwendet, aber auf Grund von Usability-Problemen wurde nach zwei Monaten mit MediaWiki als technische Basis neu gestartet.
  • Anpassungen der MediaWiki-Version an die Anforderungen der Fraport AG haben rund sechs Wochen Programierarbeit (sic!) gedauert (allerdings steht da nichst über die tatsächlichen Programmiertage).
  • Man hat das Wiki erst für alle freigeschaltet, nachdem die selbst gesteckte Marke von 500 Artikeln im Wiki erreicht wurde.
  • Das Wiki-Team macht internes Marketing, unterstützt die Kollegen und beobachtet genau, welche Probleme und Erfolge es gibt. Und es fegt immer ein wenig hinterher:
    Das zunächst für Auswahl und Einführung zusammengestellte Wiki-Team wurde dauerhaft installiert, erweitert um einen zweiten Mitarbeiter aus der Abteilung Wissens-Management. Hauptaufgabe ist jetzt die laufende technische Hilfestellung und aktives Marketing für die Inhalte. Jeden Montag ist Redaktionssitzung. Da werden die neuen Artikel gesichtet und kurz überprüft: Wo gehören sie hin? Sind sie richtig verschlagwortet? Wie relevant sind sie für die Fraport-Belegschaft? Ein "Artikel des Monats", im System gekennzeichnet mit einem kleinen Wikinger, wird in der Mitarbeiterzeitung ausdrücklich zur Lektüre empfohlen. Im Wochenrhythmus werden weitere Artikel im Intranet beworben, erst kürzlich regte ein zweiseitiger Artikel im internen Printmedium wieder zum Mitmachen an.

Weiterlesen bei Computerwoche.de: Wie man ein Firmen-Wiki zum Laufen bringt.

Wikis in streng hierarchischen, intransparenten Organisationen


Kurz vor der Kieler Woche, die jedes Jahr das Blog ein wenig zur Ruhe kommen lässt, gibt es noch ein schönes Beispiel für den Einsatz von Wikis in hierarchischen Organisationen. Einen höheren Grad an Intransparenz und Hierarchie als bei einem Geheimdienst kann man sich ja eigentlich nicht vorstellen. Da wissen häufig nicht einmal die engsten Kollegen, woran jemand gerade arbeitet. Aber selbst in solchen Organisationen gibt es Wikis. Zum Beispiel die Intellipedia, das interne Wiki der CIA. Bekannt ist es eigentlich schon länger, aber mir ist erst durch dein Betrag von Stuart Mader klar geworden, dass das ein gutes Beispiel sein kann, um Skeptiker in streng hierarchischen Organisationsformen den Nutzen des Wiki-Prinzips nahe zu bringen.

Weiterlesen:

A Banana: Erfahrungen aus der Wiki-Einführung


Zum Thema Einführung von »Wikis in Unternehmen« habe ich ja schon einiges geschrieben. Nun lese ich gerade bei Nate Nash, dass er ähnliche Erfahrungen gemacht hat wie ich:

Typical mistakes include:

  • Lack of willingness to move to the read/write web paradigm
  • Treating your users like kids
  • Treating your users like geniuses
  • Wiki panacea – A wiki will not solve all of your proble
  • Asking for permission

Und er hat ganz ähnlich Tipps für die erfolgreiche Einführung von Wikis auf Lager:

  • Start with a discreet, flexible, and relevant business process
  • Identify a participating sponsor
  • Spot pros early and recognize contributions
  • Go viral
  • Drink your own kool-aid

Weiterlesen bei e2.oh — Investigations Into Enterprise 2.0: A Banana.

Kieler Woche planen mit Twitter und Wiki


Auf dem letzten Webmontag dachte ich kurz daran, mit Hilfe von Twitter und Wikis etwas zur Kieler Woche aufzuziehen. Ich habe keine Ahnung, ob so etwas ohne große Vorarbeit funktionieren wird. Aber heute morgen habe ich mich mal darangesetzt und einen Twitter-Feed und ein Wiki eingerichtet.

Viele Inhalte sind da noch nicht. Aber dass sollen ja auch die Nutzer machen.

  • Twitter: http://twitter.com/kielweek
  • (leider ist »kielerwoche« schon weg, es findet sich dort ein chinesischer Eintrag, der von Babelfish ins Englische übersetzt »In order to elapse the victim prayed, to have the world the victim prays« lautet
  • Wiki: KielWeekWiki

KoopTech: Argumente für und gegen Wikis in Organisationen


Es ist an der Zeit KoopTech vorzustellen:

“KOOPERATIVE TECHNOLOGIEN IN ARBEIT, AUSBILDUNG UND ZIVILGESELLSCHAFT” (KOOPTECH)

Analyse für das Referat Innovations- und Technikanalyse (ITA) im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen eines Forschungsprojekts am Fachbereich Media der Hochschule Darmstadt.

Ich bin leider erst recht spät auf das Projekt aufmerksam geworden, dass laut Selbstauskunft eine Lauftzeit bis April 2008 hat(te). Christiane Schulzki-Haddouti hat sich des Themas Wikis in Unternehmen angenommen und in zwei Beiträgen gerade Argumente gegen und für Wikis in Unternehmen gesammelt. Auf die Gegenargumente will ich ein wenig eingehen, für die Pro-Argumente sind wohl müßig ;-)

  1. »Akzeptanzprobleme der Wiki-Syntax« - Ja. Alles was nicht Word ist, hat ein Akzeptanzproblem.
  2. »(Fehlende) Navigation für Kategorien und Hierarchien« - Ehrlich gesagt weiß ich nicht so ganz, was damit gemeint ist. Das Charmante am Wiki-Prinzip ist ja gerade, dass die Navigation von den Nutzern selbst via Wiki-Seiten angelegt wird.
  3. »Kategorisierung hat keinen Einfluss auf Suchergebnisse« - Jein. Das hängt von der gewählten Wiki-Engine ab.
  4. »Suchergebnisse zeigen nicht an, welche Unterthemen es zu einem Oberthema gibt« - Jein. Mir fehlt für dieses Problem auch ein wenig die praktische Relevanz.
  5. »Die Suche erstreckt sich nur auf Wiki-Inhalt« - Ja. Und da ist gut so.
  6. »Rechtemanagement ist kompliziert« - Ja. Ein ausgeklügeltes Rechtesystem halte ich in einem Wiki für kontraproduktiv. Wikis sind für so etwas nicht gemacht worden.
  7. »Nach etwa ein, zwei Jahren kann es für Unternehmen problematisch werden, wenn die entsprechende Pflege fehlt.« - Jein. Für welches System gilt das eigentlich nicht? Bei einem Wiki hieße das auch, dass seit ein, zwei Jahren niemand mehr das Ding genutzt hätte. Aber es ist immer gut ein Wiki-Team zu haben, dass sich ein wenig um das Hinterherfegen kümmert.
  8. »Mit der Zahl der Projekt-Wikis steigt die Unübersichtlichkeit« - Jein. Wenn es notwendig ist, wird im Wiki eine entsprechende Navigation entstehen.

Wikis in Schulen? Ja!


Diese Woche hatte ich Gelegenheit, vor einigen Lehrern und Schuldirektoren das Wiki-Prinzip zu erläutern und mit Ihnen darüber zu diskutieren, wo Wikis im Schulbereich Sinn machen könnten. Ich war tatsächlich überrascht, mit welcher Offenheit man daranging, sich konkrete Einsatzszenarien für ein Wiki zu erarbeiten. Wikis im Unterricht konnte man sich zwar noch nicht so wirklich vorstellen. Aber man will wohl ernsthaft Wikis als interne Austauschplattform für Lehrer etablieren. Klingt doch vielversprechend :-)

Wikis in Organisation


Ich muss das in Gesprächen immer wieder betonen: Bei Wikis geht es nicht um technische Systeme sondern um ein sehr offenes, sehr transparentes Prinzip der Kommunikation, des Austausch und der Wissensgenerierung. Und zwar ohne Hierarchien.

Noch ein Wiki-Vergleich


Ein weiterer Vergleich von Wiki-Systemen. Diesmal ein Kollege von Tim Wang an der University of British Columbia, der für seine Fakultät die Systeme MediaWiki, DokuWiki, TikiWiki, PMwiki und MoinMoin nach Kriterien wie Zugriffskontrolle, Erweiterbarkeit, Usability und Dokumentation verglichen hat:

Of these wikis, MoinMoin comes closest to meeting our usability requirements and does so primarily using core functionality. The PHP based wikis do not offer a workable WYSIWYG editor, however, of the bunch, TikiWiki offers the best pseudo WYSIWYG editor.

Regardless, lack of a WYSIWYG editor continues to scare off most users and therefore wikis lacking one should be eliminated from contention.

Wir haben hier bei Nitor ebenfalls MoinMoin im Einsatz, vor allem wegen der Kombination WYSIWYG-Editor plus Zugriffskontrolle. Die Zugriffskontrolle ist allerdings etwas umständlich zu konfigurieren, hier macht DokuWiki eine deutlich bessere Figur.

Weiterlesen bei Tim Wang: Best Wiki Platform: MediaWiki, DokuWiki, TikiWiki, PMwiki and MoinMoin.

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