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Microsoft Office Sharepoint Server als Wiki und Social Networking-Plattform?

Ich beschäftige mich gerade etwas intensiver mit dem Microsoft Office Sharepoint Server (MOSS). Ziel in einem Projekt ist es, mit Hilfe der bestehenen IT-Infrastruktur, und die bietet vor allem den MOSS, eine Art Social Networking-Plattform zu schaffen. Prinzipiell sollte das möglich sein, auch wenn Sharepoint in meinen Augen vor allem ein Dateiverwaltungstool für Microsoft Office ist. Entgegen dem Wiki-Ansatz ist es weniger dafür gedacht, Informationen zu entwickeln, sondern eher dafür, finale Dokumentenversionen zu verteilen und zu archivieren. Das mitgelieferte Wiki ist sehr rudimentär, was aber einem Wiki-Neuling nicht auffallen dürfte. Allerdings, um so etwas wie eine Kommunikation auf Sharepoint zu etablieren, wird man einiges an Energie in die Planung stecken müssen. Den Nutzern muss ein echter Mehrwert zu den anderen etablierten Kommunikationformen wie E-Mail und Telefon geboten werden, damit die Informationsströme über ein Sharepoint-Wiki laufen.

Es gibt übrigens auch Anbieter von speziellen Wiki-Lösungen, die einen Sharepoint-Server mächtig aufbohren können. Zu aller erst ist Atlassians Confluence zu nennen, die in Partnerschaft mit Microsoft einen Sharepoint-Connector anbieten. Und von KWizCom gibt es das SharePoint Wiki Plus.

Auf der WikiSym 2008 hatte Martin Seibert (Seibert Media, ein Foswiki-Entwickler) eine Open-Space-Session zum Thema »How good is MS Sharepoint as a wiki?« durchgeführt. Die Ergebnisse sind auf WikiSym dokumentiert: How good is MS Sharepoint as a wiki? Martin Seibert hat zusätzlich eine Zusammenfassung der Session veröffenticht und zuletzt, wohl auf Grund der (lesenswerten) Diskussion in den Kommentaren, am 31. Juli 2009 aktualisiert: MS SharePoint als Wiki: Wenig Funktionen, nicht kompatibel.

Hier eine Auswahl an einigen Punkten, warum Sharepoint als Wiki nicht funktionieren könnte (es ist alles aus der Wiki-Perspektive betrachtet):

  • geringe Geschwindigkeit bei Verteilung über mehrere Standorte
  • komplizierte Bedienung
  • standardmäßig sind neue Informationen und Dokumente häufig nur für den einen Nutzer sichtbar, Zugriff für andere muss separat eingestellt werden
  • Dateien können nicht einfach ins Wiki hochgeladen werden sondern müssen erst im Sharepoint-Server ihren Platz bekommen
  • es gibt keine Diffs der Änderungen, das heißt man kann nicht erkennen, was gändert worden ist

Jodie Miners, ein MOSS Consultant, fasst seinen Vergleich von Confluence und Sharepoint Wiki so zusammen:

SharePoint is great for structured, corporate information that are policies and procedures that do not need to be edited regularly [Hervorhebung von mir]. If you are a SharePoint house, then use the Publishing Pages and document libraries for the structured information and allow Wiki’s in smaller team sites where a few people are editing them and they are small and single subject based.

Mmh, Liebe Leser: hat jemand Erfahrung mit Sharepoint als Kommunikationsplattform, als eine Art soziales Netz? Wie haben Sie es geschafft, dass Kommunikation, also echter Austausch, auf einem Sharepoint-Server stattfindet?

Sharepoint 2010

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Testing ikiwiki

Gestern hatte ich mir als kleine Fingerübungen die Installation des Wikisystems ikiWiki vorgenommen. Auf ikiwiki war ich aus technischer Sicht schon länger neugierig, da es sich als Wikisauf bestehende Versionsverwaltungsysteme wie Git oder Subversion stützt und nicht versucht, dieses Rad neu zu erfinden. Vor allem das Zusammenspiel mit Git interessiert mich, schließlich arbeite ich in meinen Projekten viel und gerne damit.

Ikiwiki basiert auf Perl. Vor der eigentlichen Installation muss man eine ganze Reihe an Perl-Module aus dem CPAN installieren, die für den Betrieb des Wikis erforderlich sind. Wie man das auch ohne Root-Rechte hinbekommt wird glücklicherweise gut erklärt. Für den Betrieb braucht man dann noch als Versionsverwaltungssystem Bazaar, Darcs, Git, GNU arch, Mercurial, Monotone, RCS oder Subversion. Mit einer debianbasierten Linuxdistribution wäre ein Installation übrigens wesentlich einfacher zu haben (aptitude install ikiwiki), der Nachteil ist dann allerdings, dass die so aufgespielte ikiwiki-Version nicht die aktuellste ist.

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Die Zukunft der Lernumgebungen

Wie könnte und sollte die Lernumgebung der Zukunft aussehen? Eine eindeutige Antwort lässt sich darauf (glücklicherweise) nicht finden. Es wird vielmehr wohl so sein, dass man aus einer großen Zahl sehr guter Lernumgebungen das für den jeweiligen Zweck passendste System aussuchen kann. Dass wir diese Möglichkeit haben, aus einer großartigen Fülle von verschiedensten Systemen zu wählen, ist wohl am bezeichnendsten für unsere heutige Zeit. Dabei werden auch verschiedenste Ansätze mitunter zusammengeführt.

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Das Internet in seiner ganzen Gefährlichkeit

Udo Vetter zum Fall seines Mandanten, dem Domaininhaber von wikileaks.de:

Allerdings bedeutet das Vorgehen der Staatsanwaltschaft ein Alarmsignal für jeden, der einen Link auf wikileaks.org gesetzt hat. Wer nach dort verlinkt, leitet auch weiter und setzt sich, das ist kein Scherz, demselben Verdacht aus wie mein Mandant, der wegen dieser Sache eine Hausdurchsuchung bei Nacht und Nebel über sich ergehen lassen musste.

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