wiki-einführung

Wikis in streng hierarchischen, intransparenten Organisationen


Kurz vor der Kieler Woche, die jedes Jahr das Blog ein wenig zur Ruhe kommen lässt, gibt es noch ein schönes Beispiel für den Einsatz von Wikis in hierarchischen Organisationen. Einen höheren Grad an Intransparenz und Hierarchie als bei einem Geheimdienst kann man sich ja eigentlich nicht vorstellen. Da wissen häufig nicht einmal die engsten Kollegen, woran jemand gerade arbeitet. Aber selbst in solchen Organisationen gibt es Wikis. Zum Beispiel die Intellipedia, das interne Wiki der CIA. Bekannt ist es eigentlich schon länger, aber mir ist erst durch dein Betrag von Stuart Mader klar geworden, dass das ein gutes Beispiel sein kann, um Skeptiker in streng hierarchischen Organisationsformen den Nutzen des Wiki-Prinzips nahe zu bringen.

Weiterlesen:

A Banana: Erfahrungen aus der Wiki-Einführung


Zum Thema Einführung von »Wikis in Unternehmen« habe ich ja schon einiges geschrieben. Nun lese ich gerade bei Nate Nash, dass er ähnliche Erfahrungen gemacht hat wie ich:

Typical mistakes include:

  • Lack of willingness to move to the read/write web paradigm
  • Treating your users like kids
  • Treating your users like geniuses
  • Wiki panacea – A wiki will not solve all of your proble
  • Asking for permission

Und er hat ganz ähnlich Tipps für die erfolgreiche Einführung von Wikis auf Lager:

  • Start with a discreet, flexible, and relevant business process
  • Identify a participating sponsor
  • Spot pros early and recognize contributions
  • Go viral
  • Drink your own kool-aid

Weiterlesen bei e2.oh — Investigations Into Enterprise 2.0: A Banana.

Wikis in Schulen einsetzen


Diese Woche war ich viel in Sachen Wiki unterwegs. Zum Abschluss hatte ich Freitag Gelegenheit, am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung in Hamburg einen Vortrag über die Mögichkeiten zur Nutzung von Wikis im Schulunterricht zu halten. Das ganze war in einer »Schulbuchausstellung für berufliche Schulen« eingebettet.

Im Schulbereich werden zum Teil schon Wikis eingesetzt, die in der Regel auf Initiative Einzelner zurückzuführen sind. Ich unterstütze zum Beispiel gerade jemanden aus einem Schulamt einer anderen Stadt bei der Entwicklung und Realisierung eines Wiki-basierten Unterrichtsszenarios. Und an einigen Hamburger Schulen soll es auch schon Wikis geben. Dennoch, das Thema ist nicht wirklich präsent und daher waren wir auch nur ein kleine Gruppe bei meinem Vortrag. Aber damit war es dann auch kein Vortrag mehr sondern ein Austausch und ein erfrischendes Brainstorming. Die Teilnehmer haben mir das Gefühl gegeben, dass ich sie mit meiner Wiki-Begeisterung ein wenig anstecken konnte. Vielen Dank, es hat mir großen Spaß gemacht! Und vielleicht hören wir ja in naher Zukunft von ganz praktischen Wiki-Szenarien an Hamburger Schulen.

Wikis, RSS und andere Dinge in Unternehmen


Das Jahr beginnt mit einem Haufen Arbeit. Was ja nicht schlecht ist. Unter anderem hatten wir am 17. Januar unseren Kunden-Workshop zum Thema »Wikis in Unternehmen einführen«. Diesmal war auch ein lieber Bloggerkollege mit dabei: Stephan List, der das Blog Interessante Zeiten und das Toolblog betreibt. Stephan hat mich mit seinen Überlegungen zu unserem Wiki-Workshop dazu hingerissen, nochmal selbst ein paar Gedanken um das Thema Wikis in Unternehmen kreisen zu lassen.

E-Learning im Allgemeinen kann gerade dann seine Vorteile im Unternehmensalltag ausspielen, wenn den Mitarbeitern gewisse Freiheitsgrade im Arbeitsalltag ermöglicht werden. Und das gilt noch viel mehr für die Gestaltung von informellen Lernprozessen, beispielsweise mit Hilfe von Social Software. Allerdings lässt sich so etwas nicht über Nacht und auch nicht auf Knopfdruck realisieren. Wede auf struktureller noch auf menschlicher Ebene (das ist schließlich der Grund, warum es Menschen wie mich gibt, die Unternehmen in diesen Dingen unterstützen).

Was man als Blogger, Early Adopter, Information Worker oder begeisterter Onliner auf jeden Fall nicht übersehen sollte: Außerhalb des eigenen Elfenbeinturms haben die Menschen in Unternehmen durchaus etwas besseres zu tun, als neueste Anwendungen, Dienste und sozialen Netzwerke auszuprobieren. RSS ist auch nur einem Bruchteil der Studenten auf StudiVZ ein Begriff. In Unternehmen sieht es damit selbstverständlich nicht anders.

Die Diskussion um RSS hat mich auf die Idee gebracht, eine neue Umfrage zu starten: RSS in Unternehmen. Die Umfrage ist auch über das rechte Menü hier auf tschlotfeldt.de erreichbar.

Morgen Stuttgart/ Esslingen


So, das Material ist nach Esslingen verschifft, äh verschickt. Zweit-Laptop ist auch eingepackt, dann kann es ja morgen früh zum Wiki-Workshop nach Stuttgart gehen. Der Januar ist ein guter Zeitpunkt für Kundenveranstaltungen. Die Terminkalender sind in der Regel noch nicht so dicht gepackt, und so ware die Teilnehmerliste für den Wiki-Workshop noch nie so schnell geschlossen wie diesmal.

Diese Workshops machen mir viel Spaß, weil es bisher jedes Mal zu einem spannenden Austausch über Chancen und Risiken des Wiki-Prinzips in Organisationen kommt.

3. Workshop »Wiki in Unternehmen«


Vor einem Jahr hatten wir unseren ersten Kunden-Workshop zum Thema »Wikis in Unternehmen« durchgeführt. Ziel war, unseren Kunden im Rahmen einer Veranstaltung mit Impulsvorträgen und Kleingruppenarbeit das Wiki-Prinzip erleben zu lassen und Einsatzszenarien in Organisationen vorzustellen.

Die Einführung eines Wikis ist ein reinrassiger Organisationsentwicklungsprozess, der auch viel mit Kulturwandel zu tun hat. Wikis sind klasse. Da das Wiki-Prinzip aber häufig ein Bruch mit der jeweiligen Organisationskultur bedeutet, muss man diesen Prozess begleiten oder durch Experten begleiten lassen. Das ist unsere zweite Botschaft.

Im Januar werden wir den mittlerweile dritten Workshop dieser Art anbieten, diesmal in Stuttgart. Es macht schon Spaß, wenn das Interesse so groß ist und vor allem, wenn man dann auch noch so positive Rückmeldungen zu einem Workshop erhält. Vielen Dank!

Wann Wikis wirken


In der aktuellen managerSeminare ist ein Beitrag von Constantin Gillies, der sich mit dem Thema Wikis beschäftigt: Web-2.0-Welt. Wann Wikis wirken. Ein paar Fragen konnte ich dazu im Vorfeld klären, genauso wie Nicole Dufft und Tim Bartel. Besonders gefreut hat mich, dass das Wiki-Projekt unseres Kunden Deutsche Werkstätten Hellerau als Beispiel genommen worden ist.

Wikis wissenschaftlich betrachtet


Für heute hatte ich mir vorgenommen, die Sonderausgabe von kommunikation@gesellschaft “Wikis - Diskurse, Theorien und Anwendungen” anzusehen. Zum Ende des Editorials musste ich dann meine Augenbraue heben, als ich den letzten, skurril formulierten Absatz las:

PS: Dieser kollaborativ erstellte Einleitungstext wurde nicht in einem Wiki geschrieben, sondern mittels Telefonkonferenzen, dem Überarbeitungsmodus von Textverarbeitungsprogrammen sowie im E-Mail-Austausch kollaborativ konzipiert, geschrieben, diskutiert und schließlich überarbeitet. Die uns zu Verfügung stehenden Wikis wurden nicht zuletzt deshalb nicht genutzt, weil das damit behauptete soziale Integrationpotenzial in der Vergangenheit nicht hinreichend realisiert werden konnte.

Na, das liest sich ja so, als ob es nicht gelungen ist, gewisse Widerstände unter den drei Autoren abzubauen ;-) Das würde sich dann ja auch mit Franz Nahradas Fazit decken:

In der Projektorganisation trat zusätzlich die folgende Schwierigkeit auf: man kann leicht Resultate aus einem Wiki heraus entnehmen (Kopieren in ein Word - Dokument z.B.), aber die Eingabe fällt vielen Leuten sehr, sehr schwer: ohne einen WYSIWYG - Editor mit der Möglichkeit, Textverarbeitungsdolumente auch zu importieren und nicht nur zu exportieren, wird Wiki sicherlich ein Minderheitentool bleiben [17]. Das ist schade, ist doch Wiki wirklich ein einmaliges Werkzeug für das Verfassen und die Dokumentation von gemeinsam erarbeiteten Resultaten. Wichtig ist dass diese auch für Außenstehende überschaubar bleiben und im Rahmen des Wiki von einer Community mit klaren Codes weiterentwickelt werden.

Nun denn, ich sehe das nicht so pessimistisch. Bei Wiki-Einführungen gibt es immer Berührungsängste, die man aber abbauen kann. Insgesamt ist die Veröffentlichung lesenwert, werden doch viele theoretische und einige praktische Hintergründer beleuchtet. Wie schon Jochen Robes geschrieben hat, sehe ich allerdings wenig Bezug zur betrieblichen Praxis.

Beratungsansatz Wiki-Einführung


Lassen Sie sich unterstützen (NIH-Syndrom!)

  • Das Wiki-Prinzip ist bestechend einfach
  • Beratung sollte entsprechend unaufwändig sein
  • Wiki-Einführung ist in geringem Maße ein technischer Prozess, hauptsächlich geht es aber um Organisationsentwicklung!
  • Wenn man keine OE hat oder keine Erfahrung mit Wikis vorhanden sind, holen Sie sich Untersützung
  • Zwei beispielhafte Beratungsansätze bei Nitor:
    1. Eintägiger Beratungs-Workshop
    2. Abgeschlossener Beratungsprozess (5 Beratertage)

Wikis und Organisationskultur?


Renée Fountain, Université Laval:

Wikis maximize interplay

Wikis permit the public to publish - Public as publisher

Wikis work on volunteer collaboration

Wikis permit public document construction, that is, distributed authorship

Wikis work in real time

Wikis permit collaborative document editing, or open editing

Wikis are democratic

Wikis make feedback intensely public and potentially durable

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