wiki-einführung

Beitrag Handbuch E-Learning: Wikis in Unternehmen einführen


Für die Januar-Ausgabe des Handbuch E-Learning habe ich einen Beitrag zum Thema Wikieinführung in Unternehmen am Beispiel der Deutschen Werkstätten Hellerau beigesteuert. Die DWH hatte ich bei der Wiki-Einführung beraten.

Besserer Wissenstransfer dank Unternehmenswiki

Wikis sind in Unternehmen angekommen. Während noch vor ein paar Jahren eher technikaffine Arbeitsgruppen oder Abteilungen damit gearbeitet haben, versucht man heute die Vorteile des Wikiprinzips für das ganze Unternehmen zu nutzen. Dieser Beitrag skizziert den Prozess der Einführung und erläutert die heutige Nutzung des Unternehmenswikis bei den Deutschen Werkstätten Hellerau.

Durch Zufall zum Wiki

Dass die Deutschen Werkstätten Hellerau zu einem Wiki gekommen sind, ist, wie so oft, einem kleinen Zufall geschuldet. Bei einem gemeinsamen Termin unterhielt ich mich mit dem Geschäftsführer der DWH, Fritz Straub. Dabei kamen wir auch auf Wikis zu sprechen, was es mit diesem Wikiprinzip auf sich hat, welche Vorteile es mit sich bringt und wie man es in Unternehmen einsetzen kann. Nach kurzer Zeit sagte er, selbst etwas überrascht: »Wenn es tatsächlich so ist wie sie es schildern, dann könnte es die Lösung für eines unserer großen Probleme sein.« Die Deutsche Werkstätten Hellerau GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen mit insgesamt 200 Mitarbeitern in Dresden sowie Tochtergesellschaften und Repräsentanzen in Russland, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Großbritannien, Frankreich und Spanien, das als Spezialist für den hochwertigen Innenausbau von Villen, Vorstandsetagen und Luxus-Yachten weltweit tätig ist. Die Architekten und Ingenieure arbeiten dabei mit den Fachkräften der eigenen Tischlerei projektbezogen und in ständig wechselnden Teams zusammen. Diese Projekte zeichnen sich durch Einzelanfertigungen mit einem hohen Anteil an Neuentwicklungen aus. Da es kein »Lernen aus der Serie« gibt, in der Regel auch keine Entwicklungen durch Prototypenbau möglich sind und häufig ein hoher Zeit- und Kostendruck herrscht, ist es wichtig, dass es einen einfachen Zugriff auf das notwendige Wissen gibt.

Das Rad nicht jedes mal neu erfinden

Was schmerzlich fehlte, war die Möglichkeit des gegenseitigen Lernen aus den Erfahrungen der anderen Projekte. Diese sind natürlich schon immer gut dokumentiert worden. Aber in diesem Bereich wird man schnell mit einem Phänomen konfrontiert, das im angelsächsischen Raum unter dem Begriff »Content Silo Trap« seinen Namen bekommen hat (Rockley/Kostur/Manning 2003): Projektdokumente wie Angebote, Kalkulationen, Pläne und Ergebnisprotokolle werden gesammelt und üblicherweise in Dokumentenmanagementsystemen oder Gruppenlaufwerken abgelegt. Der Zugang zu diesen Informationen ist jedoch beschwerlich, ein beiläufiges Profitieren anderer von den dort dokumentierten Erfahrungen ist eher unwahrscheinlich. Auch bei den Deutschen Werkstätten hatte man die Erfahrung gemacht, dass in den einzelnen Projekten mitunter das Rad neu erfunden worden ist. Denn wie es Projekte so an sich haben, kommt es häufig zur Konfrontation mit unvorhersehbaren Problemen, für die entsprechende Lösungen erarbeitet werden müssen. Ähnliche Probleme tauchen in den verschiedenen Projekten immer mal wieder auf. Da die betroffenen Projektteams von den bereits vorhandenen Lösungsansätzen keine Kenntnis haben, müssen sie unter beträchtlichem Aufwand an ihrer eigenen Lösung arbeiten und so das Rad erneut erfinden.

Der Einführungsprozess

Die Geschäftsleitung befand schnell, dass die Einführung eines Unternehmenswikis einen Versuch wert ist. In einem ersten Schritt wurden darum die Rahmenbedingungen für den erfolgreichen Einsatz eines Unternehmenswikis abgesteckt und darauf aufbauend ein Einführungskonzept erarbeitet. Die notwendigen Rahmenbedingungen sind leicht zusammen zu fassen: Die Bedeutung des Wikis für das Unternehmen muss von der Geschäftsführung vorgelebt werden. Die Vorteile des Wikis sowohl für das Unternehmen als auch für die Angestellten müssen klar dargestellt und mögliche Bedenken ernst genommen werden.

Die Verlagerung von Informations- und Arbeitsprozessen in das Wiki muss für die Anwender einen echten Nutzen bieten. Für die Einführung von Wikis in Organisationen hat sich ein überschaubarer dreigliedriger Prozess bewährt, der auch in diesem Projekt angewendet wurde:

Analyse ➠ Konzeption ➠ Realisierung.

Die Analysephase dient dazu, die im Unternehmen bestehenden Informationsprozesse und die vorherrschende Unternehmenskultur mit dem Ziel zu untersuchen, einen erfolgversprechenden Ansatz für den Wikieinsatz zu entwickeln. Die daran anschließende Konzeptionsphase beginnt in der Regel mit der Bildung eines Wiki-Teams, zusammengesetzt aus begeisterten Wiki-Nutzern, die sich die Pflege des Wikis auf die Fahnen geschrieben haben (Wikigärtner) und für Kollegen bei Fragen und Problemen als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Das Wiki-Team nimmt eine Inhaltsbestimmung vor, in der festgelegt wird, welche Informationen im Wiki stehen sollen und welche Informationsprozesse in Zukunft dort abgebildet werden sollen. Hat man das abgeschlossen, geht es in die Realisationsphase. Da das Einsatzszenario abgesteckt ist, kann ein passendes Wikisystem ausgewählt, installiert und je nach Bedarf in die unternehmensinterne IT-Systemlandschaft integriert werden. Ein entscheidender Punkt fehlt jetzt noch - die frühe und transparente Einbeziehung sämtlicher Mitarbeiter. Es ist sinnvoll, konsequent den Wiki-Weg einzuschlagen und offen darzulegen, was sich dass Unternehmen von der Wikieinführung verspricht und welchen konkreten Nutzen der Anwender haben wird. Der gesamten Prozess sollte mit Schulungen und Workshop, Statusberichten und Demoinstallationen begleitet werden.

WissensWert Blog Carnival: Was bringen Wikis?


Beim 7. WissensWert Blog Carnival sind einmal wieder viele Beiträge zum Einsatz von Wikis herausgekommen. Darunter auch schöne Erfahrungsberichte, unter anderem von Josef Summer (Hirschmann Automotive), Stefan Landwehr (Abacus Alpha GmbH), Natascha Gasser (net logistics GmbH) und der Mitorganisatorin des Blog Carnivals, Andrea Back (Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität St. Gallen).

Weiterlesen bei WissensWert: Beiträge zum 7. Wissenswert Blog Carnival: Was bringen Wikis?

[via Jochen Robes]

Beteiligung in Firmen-Wikis vs. Wikipedia


Jakob Nielson hat 2006 seine mittlerweile berühmte 90-9-1-Regel veröffentlicht. Sie beschreibt den Grad der Beteiligung der Nutzer in Online Communities und in sozialen Netzwerken:

  • 90% of users are lurkers (i.e., read or observe, but don't contribute).
  • 9% of users contribute from time to time, but other priorities dominate their time.
  • 1% of users participate a lot and account for most contributions: it can seem as if they don't have lives because they often post just minutes after whatever event they're commenting on occurs.

Diese Regel kann man mit einer gewissen Toleranz auch bei Wikipedia feststellen. Wenn das bei Wikipedia zutrifft, wie sieht es dann in Unternehmens-Wikis aus? Ist eine aktive Beteiligung etwa ähnlich gering?

Auf jeden Fall wäre es stark verkürzt, wenn man von offenen Communities auf firmeninterne Kommunikationsräume schließt. Auf XING oder Facebook stellt man Verbindungen zu anderen Personen her und schreibt ab und zu Kommentare. In Unternehmen dagegn werden beispielsweise in Wikis ganze Kommunikationsprozesse abgebildet, die für das tägliche Arbeiten unabdingbar sind. Da kommt man auf einen ganz anderen Grad der Beteiligung. Stuart Mader beschreibt beispielsweise, dass er die Erfahrung gemacht hat, dass in Unternehmen, die er berät, er eine aktive Beteiligung bei 60% der Nutzer ausgemacht hat. In Deutschland hat zum Beispiel an der Uni Bamberg die Forschungsgruppe »Wikis in Organisationen« eine klassische Pareto-Verteilung ausgemacht, was einen um den Faktor 20 höheren Wert darstellt als man nach der Nielsen-Regel erwarten würde.

Man sollte den Grad der Beteiligung auch nicht daran messen, wie viele Nutzer schreibend beitragen. Natürlich will man als Unternehmen, dass Mitarbeiter Ihr Wissen im Wiki teilen. Aber man will das ja schließlich, damit die Kollegen daraus lernen können. Viel wichtiger ist es darum, dass alle Nutzer die Erfahrung machen, dass sie sowohl geben als auch nehmen können und dass dieses Verhältnis in Einklang zueinander steht. Je nach Unternehmen, Branche und Informationsprozessen kann dieses Verhältnis ganz unterschiedlich aussehen. Nur eins scheint mir sicher: die 90-9-1-Regel wird in Unternehmen im Hinblick auf die aktive Beteiligung weit übertroffen.

Symposium »Wikis in Unternehmen«


Letze Woche war in Bamberg bei einm Expertensymposium »Wikis in Unternehmen«:

In einem von der Volkswagenstiftung geförderten interdisziplinären Forschungsprojekt erkunden Wissenschaftler an der Forschungstelle für Neue Kommunikationsmedien und am Lehrstuhl für Angewandte Informatikin den Kultur-, Geschichts- und Geowissenschaften seit Mai 2007 genau diese Bedingungen und Konsequenzen, die Wikis in Organisationen zu einer erfolgreichen Innovation machen.

Die Forschungsgruppe hat nach Bamberg eingeladen, um ihre Ergebnisse vorzustellen. Da vor allem Wikiianer eingeladen worden sind, kam sehr schnell ein spannender, informeller Austausch zu stande. Für mich war es beispielsweise sehr schön zu erfahren, dass auch in anderen Organisationen meine Einstellung geteilt wird, dass so eine Wiki-Einführung weniger ein technisches sondern ein Organisationsentwicklungsprojekt ist. Und so habe ich nebenbei erfahren können, dass in einem gorßen Unternehmen das Wiki nun unter der OE aufgehängt ist, und da gehört sie meiner Meinung nach auch hin.

Microblogging ist aber natürlich auch bei dieser Veranstaltung direkt und indirekt Gesprächsthema gewesen. Gezwitscher zum Symposium ist mit #WiO getaggt worden …

Zurück zu den Forschungsergebnissen beziehungweise den Vorträgen. Mir gefällt die Wiki-Defenition, mit der die Wissenschaftler gearbeitet haben, sehr gut, da man auch auf das Buzz Word Collaboration verzichtet hat:

Eine Wiki ist eine Sammlung untereinander verlinkter Webseiten, die mit Hilfe eines Webbrowsers editiert werden können. Ein Wiki ist damit ein Kommunikationsmedium der Organisation.

Im Rahmen des Forhschungsprojekt hat man Wikis in vier verschiedenen Unternehmen/ Organisationen untersucht: Das »blaue Wiki« ist in einem kleinen Start-Up im Einsatz, dass im Untersuchungszeitraum von 2 auf 26 Mitarbeiter gewachsen ist. Das »gelbe Wiki« wird in einer Unternehmensberatung mit ca. 80 Mitarbeitern verwendet. Das »rote Wiki« steht dagegen in einer Online-Redaktion und das »grüne Wiki« schließlich wird von Studenten genutzt.

Die Forschungsgruppe hat sich nun die Art der Nutzung angesehen und dabei weitere Netzwerkstrukturen ausgemacht:

  • Hyperlinknetzwerke beschreiben die Beziehungen der Wikiseiten
  • Autorennetzwerke beschreiben die Beziehungen zwischen den Autoren
  • Themennetzwerke beschreiben die Wikiseiten, die sich zu Themen zusammenfassen lassen

Um diese Netzwerke visualisieren zu können, hat man sich ein Tool programmiert, dass die einzelnen Unternehmenwikis auswerten kann. Herausgekommen sind dann so schöne Grafiken wie diese, die das blaue Wiki beschreibt:

Visualisierung der Netzwerke im blauen Wiki
Quelle: http://www.kinf.wiai.uni-bamberg.de/WiO/index.php/Symposium

Und dann noch für uns »Businessmenschen« so herrliche Animationen, die die Dynamik einer gemeinschaftlichen Arbeit im Wiki demonstrieren:

Synaxon bloggt seit einem Jahr


Die Synaxon AG, vor allem aber die Mitarbeiter dort, bloggen seit einem Jahr. Und das ziemlich erfolgreich. Vielen ist das Unternehmen in den Fokus gerückt worden durch einen Artikel in der Brand eins, in dem die Einführung des Unternehmenswikis beschrieben worden ist.

Bei der Synaxon AG scheint man weiterhin lustvoll die Möglichkeiten des Web 2.0 auszuprobieren und wie es aussieht, ist man dort mit den Ergebnissen hochzufrieden. Und so kommt es, dass das Unternehmen auch in meinen Beratungsprojekten immer mal wieder Gesprächsthema ist, weil viele Klienten die Synaxon AG kennen, wenn es um Social Software in Unternehmen geht.

Corporate Wiki: easy to blame


Alex Schröder, Hauptentwickler hinter dem Wikisystem Oddmuse (das übrigens alle meine Sympathienpunkte bekommt, weil es a) Perl, b) klein, c) erweiterbar und d) der Programmcode einfach veränderbar ist) ist von WikiSym 2008 mit einigen Gedanken zu Corporate Wikis zurückgekehrt. Etwas überzogen, aber doch mit einem wahren Kern, stellt er sich Gespräche über Anforderungen an Wikisystemen für den Unternehmenseinsatz in etwa so vor:

bob
We need an interface to the product database.
fred
Hm, did you actually write about any product yet?
bob
Then we could have a form to describe products in a structured way.
fred
Yeah, but did you write a product description on the wiki?
bob
We could produce a PDF document containing our product catalog.
fred
Yeah, but have you actually started to write anything?
bob
But we need to ensure “security” using identity management and permissions.
fred
Does anybody ever write anything on the wiki!?

Es ist auch mein Anliegen, mit meinen Klienten zunächst einmal herauszuarbeiten, was mit einem Wiki erreicht werden soll und wie man diesen Kulturwandel schafft, dass Informationsverarbeitungsprozesse im Wiki abgebildet werden.

Weiterlesen im CommunityWiki: CorporateWiki.

Wiki-Einführung bei Reederei NYK Europe


Alek Lotoczko von NYK Europe berichtet in einem Interview, das er Wiki-Evangelist Stewart Mader gegeben hat, über die Einführung des firmeninternen Wikis (NYK Europe ist Kunde von Maders Arbeitgeber Atlassian). Man erfährt dort, wofür man das Wiki benutzt (Meeting Management, Project Management, Tacit Knowledge, Contact Information...) und vor allem auch die Bereiche, in denen sich das Wiki positiv bemerkbar gemacht hat:

  1. Increased Willingness to Share Knowledge - Data, like departmental work plans for the coming year, which were once considered secret, are now open to all to view.
  2. More Reliable Information - For example, phone/contact lists are no longer out of date.
  3. Better Meeting Management - It is now easy to get additional items onto a meeting agenda and meeting minutes tend to be published quicker.
  4. Improved ‘Onboarding’ for New Employees - New hires are able to get up-to-speed ahead of their attendance at induction days.
  5. Interoffice Collaboration - When staff transfer from Europe to Asia, they want to keep using the wiki. This wasn’t possible due to technical restrictions with the intranet, but is easily possible with the wiki. They just use the same login, even after transferring offices. This also helps spread adoption by raising awareness among staff in Asia, and sets the stage for improved collaboration between offices in Europe and Asia.
  6. Increased Participation and Feedback - Most people would never have contributed to other systems, where now they can provide feedback unlike in days of broadcast emails. Some even post content to the wiki on the weekend! Alek says he never saw that happen on the intranet, even with VPN access.

Das sind sehr schöne Punkte, die ich auch alle unterschreiben würde. Man liest dafür nichts von den Schwierigkeiten bei der Einführung oder wie man die Mitarbeiter für die Wiki-Nutzung gewinnen konnte … schade.

Weiterlesen: The Content Wrangler: NYK Europe: Wiki Keeps International Shipping Firm on Course.

Einführung des Skywikis bei der Fraport AG


Bei Computerwoche ist ein längerer Beitrag zur Einführung des internen »Skywiki« bei der Fraport AG. Das interne Wiki der bei Fraport ist ja schon länger bekannt, hier erfährt man interessante Details zur Einführung:

  • Initiert wurde das Wiki vom Wissens-Manager Wieland Stützel. Mit der Unterstützung des Leiters für digitale Mediensysteme, Helmut Sins, wurde dann ein Wiki-Team gegründet, die aus verschiedenen Abteilungen gekommen sind: interne Kommunikation, Personalabteilung und IT.
  • Aus einer internen Online-Umfrage war bekannt, dass es Verbesserungsmöglichkeiten bei der internen Kommunikation gibt: »"Der Wissensaustausch entlang der Hierarchien ist langsam und fehleranfällig", "Das Gold in den Köpfen wird oft zurückgehalten." «
  • Das Team hat sich die Frage gestellt: »Wie kann ein Wiki die vorhandene Kommunikationslandschaft optimal ergänzen?«
  • In einem ersten Versuch wurde TWiki verwendet, aber auf Grund von Usability-Problemen wurde nach zwei Monaten mit MediaWiki als technische Basis neu gestartet.
  • Anpassungen der MediaWiki-Version an die Anforderungen der Fraport AG haben rund sechs Wochen Programierarbeit (sic!) gedauert (allerdings steht da nichst über die tatsächlichen Programmiertage).
  • Man hat das Wiki erst für alle freigeschaltet, nachdem die selbst gesteckte Marke von 500 Artikeln im Wiki erreicht wurde.
  • Das Wiki-Team macht internes Marketing, unterstützt die Kollegen und beobachtet genau, welche Probleme und Erfolge es gibt. Und es fegt immer ein wenig hinterher:
    Das zunächst für Auswahl und Einführung zusammengestellte Wiki-Team wurde dauerhaft installiert, erweitert um einen zweiten Mitarbeiter aus der Abteilung Wissens-Management. Hauptaufgabe ist jetzt die laufende technische Hilfestellung und aktives Marketing für die Inhalte. Jeden Montag ist Redaktionssitzung. Da werden die neuen Artikel gesichtet und kurz überprüft: Wo gehören sie hin? Sind sie richtig verschlagwortet? Wie relevant sind sie für die Fraport-Belegschaft? Ein "Artikel des Monats", im System gekennzeichnet mit einem kleinen Wikinger, wird in der Mitarbeiterzeitung ausdrücklich zur Lektüre empfohlen. Im Wochenrhythmus werden weitere Artikel im Intranet beworben, erst kürzlich regte ein zweiseitiger Artikel im internen Printmedium wieder zum Mitmachen an.

Weiterlesen bei Computerwoche.de: Wie man ein Firmen-Wiki zum Laufen bringt.

Wikis in streng hierarchischen, intransparenten Organisationen


Kurz vor der Kieler Woche, die jedes Jahr das Blog ein wenig zur Ruhe kommen lässt, gibt es noch ein schönes Beispiel für den Einsatz von Wikis in hierarchischen Organisationen. Einen höheren Grad an Intransparenz und Hierarchie als bei einem Geheimdienst kann man sich ja eigentlich nicht vorstellen. Da wissen häufig nicht einmal die engsten Kollegen, woran jemand gerade arbeitet. Aber selbst in solchen Organisationen gibt es Wikis. Zum Beispiel die Intellipedia, das interne Wiki der CIA. Bekannt ist es eigentlich schon länger, aber mir ist erst durch dein Betrag von Stuart Mader klar geworden, dass das ein gutes Beispiel sein kann, um Skeptiker in streng hierarchischen Organisationsformen den Nutzen des Wiki-Prinzips nahe zu bringen.

Weiterlesen:

A Banana: Erfahrungen aus der Wiki-Einführung


Zum Thema Einführung von »Wikis in Unternehmen« habe ich ja schon einiges geschrieben. Nun lese ich gerade bei Nate Nash, dass er ähnliche Erfahrungen gemacht hat wie ich:

Typical mistakes include:

  • Lack of willingness to move to the read/write web paradigm
  • Treating your users like kids
  • Treating your users like geniuses
  • Wiki panacea – A wiki will not solve all of your proble
  • Asking for permission

Und er hat ganz ähnlich Tipps für die erfolgreiche Einführung von Wikis auf Lager:

  • Start with a discreet, flexible, and relevant business process
  • Identify a participating sponsor
  • Spot pros early and recognize contributions
  • Go viral
  • Drink your own kool-aid

Weiterlesen bei e2.oh — Investigations Into Enterprise 2.0: A Banana.

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