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Social Media: so vergänglich


Ausschließlich in Social Media publizieren ist wie Zeichen in den Flugsand schreiben. Wer gerne bleibende Spuren hinterlässt und wiederkehrende Leser schätzt, ist mit einem Blog besser dran.

Claudia Klinger hat eine fast schon amüsante Geschichte aus dem Web 2.0: Ein aktiver Micro-Blogger mit rund 17.000 Followern stellt fest, dass seit ca. vier Wochen keines seiner Posts veröffentlicht wurde – und niemanden ist es aufgefallen! Weder seinen 17.000 Followern noch ihm selbst. Das hat ihn geschockt:

It makes me feel like everything I’ve posted over the past four years on Twitter, Jaiku, Friendfeed, Plurk, Pownce, and, yes, Google Buzz, has been an immense waste of time. I was shouting into a vast echo chamber where no one could hear me because they were too busy shouting themselves. All this time I’ve been pumping content into the void like some chatterbox Onan. How humiliating. How demoralizing.

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Warum bloggt mensch?


Tamara Biano hat ihre Masterarbeit mit dem Titel »Bloggen &endash; Pflichtübung oder Passion?« veröffentlich. Sie hat darin empirisch untersucht, ob und wie sich so genannte Knowledge Blogs als Werkzeuge des persönlichen Wissensmanagements eignen. Theoretische Grundlage ihrer Arbeit ist die Selbstbestimmungstheorie, zu der Gabi Reinmann und Tamara Bianco Anfang 2008 einen Arbeitsbericht veröffentlicht hatten. Die Selbstbestimmungstheorie von Deci und Ryan halte ich für sehr interessant, denn Sie bietet ein gutes Fundament für Überlegungen zur Einführung von Weblogs in Unternehmen und Verwaltungen.

Basis der Arbeit von Tamara ist eine Online-Umfrage mit letztlich 74 Knowledge Bloggern sowie »Experten«interviews mit Joachim Wiedekind, Mandy Schiefner, Martin Ebner und mir. Im Großen und Ganzen werden die Annahmen aus dem Arbeitsbericht »Kowledge-Blogs zwischen Kompetenz, Autonomie und sozialer Eingebundenheit« bestätigt. Die Online-Umfrage unter den meist wissenschaftlich Arbeitenden hat aber auch einige bemerkenswerten Ergebnisse geliefert:

  1. die meisten der (befragten) Blogger sind männlich
  2. es gibt einen starken Medienbezug in der eigenen Arbeit
  3. die meisen (der Befragten) bloggen erst seit 12 Monaten, viele sogar erst seit 6 Monaten
  4. gebloggt wird aus eigenem Interesse herau und nicht auf Grund von äußerem Druck
  5. die meisten schätzen das Bloggen als Werkzeug zum persönlichen Wissensmanagement
  6. hervorgehoben werden Eigenschaften wie Reflexion, Vernetzung, Dokumentation und Selbstmarketing

Insgesamt eine sehr aufschlussreiche Arbeit. Herzlichen Dank Tamara, dass du sie veröffentlicht hast.

Weiterlesen: Tamara Bianco: Bloggen - Pflichtübung oder Passion?

Der DFB und die Blogosphäre - so sollte man es nicht machen


Außerdem ist der Fall inzwischen ein Musterfall dafür geworden, wie einem Verband wie dem DFB die Kommunikationsherrschaft entgleitet, und ein einzelner, gut vernetzter Journalist auch dank des Internets ihm nicht mehr machtlos ausgeliefert ist. Ich bin sicher, Herr Zwanziger und seine Leute sitzen in diesen Tagen fassungslos vor ihren Pressespiegeln und können nicht glauben, dass sie das Thema nicht unter Kontrolle bekommen. Wir werden in den nächsten Jahren noch viele ähnliche Fälle sehen, wo ähnliche Dinosaurier (ich meine den Verband, nicht seinen ehrenwerten Präsidenten) diese Lektion auf ähnlich schmerzhafte öffentliche Weise lernen.

Medienjournalist Stefan Niggemeier in einem Kommentar zu seinem Blogeintrag Zwanziger – Weinreich 0:3 « Stefan Niggemeier. Es geht dabei um Theo Zwanziger, dem ehrwürdigen DFB-Präsidenten, der versucht, den Journalisten Jens Weinreich zum Schweigen zu bringen. Bisher hat man beim Verein das Internet anscheinend allenfalls als Versteigerungsplattform für Eintrittskarten wahrgenommen und weniger als meinungsbildendes Medium. Ich bin ebenfalls der Meinung, dass dieser Fall geradezu prototypisch die Unverständnis für das nicht mehr wirklich neue Medium Internet auf Seiten etablierter Organisationen aufzeigt. Und SPIEGEL-Autor Konrad Lischka scheint es ähnlich zu ergehen. In einer für das Magazin unüblichen Großzügigkeit wird auf viele Quellen in der Blogoshpäre verlinkt.

Jens Weinreich dokumentiert ausführlichen diesen seinen Fall: Dr. Theo Zwanziger ./. Weinreich.

Weiterbildungsblog im neuen Gewand


Screenshot Weiterbildungsblog

Jochen Robes hat sein Blog auf WordPress umgestellt. Das Weiterbildungsblog kommt nun in einem frischen Design daher und bringt auch neue Funktionen mit.

Heute Bloggertreffen in Hamburg


Heute Abend ist ein Hamburger Bloggertreffen im Neid Club. Das wird jetzt doch wieder so etwas gesponsortes und großes geworden (und anscheinend ein Anhängsel der Facebook Developer Garage). Aber vielleicht doch auch ganz nett. Und morgen komme ich dann verkatert zum Videodreh bei Nitor ;-)

Voraussetzungen für die Einführung von Knowledge Blogs in Organisationen


Gabi Reinmann und Tamara Bianco haben im Februar einen interessanten Arbeitsbericht veröffentlicht: Knowledge Blogs zwischen Kompetenz, Autonomie und sozialer Eingebundenheit. Aus dem Abstract:

Der Beitrag greift das Thema Blogs und dieses Defizit auf und spezifiziert diskutiert die Bedeutung speziell von Knowledge Blogs im Kontext von Wissensarbeit und persönlichem Wissensmanagement. Ziel ist es, Knowledge Blogs vor dem Hintergrund der Selbstbestimmungstheorie von Deci und Ryan zu betrachten und bereits bestehende empirische Befunde vor dem Hintergrund dieser Theorie zu reinterpretieren.

Reinmann und Bianco untersuchen dabei vor allem die Motivation, die hinter dem Knowledge Blogging steckt. Das ist auch für das Corporate-Umfeld eine sehr interessante Lektüre, da hier Erfahrungen aus der Einführung von Blogs in Unternehmen wissenschaftlich untermauert werden. Blogs und damit auch Knowledge Blogs lassen sich nicht einfach mit einem Fingerschnippen als ein neues Instrument des Wissensmanagements etablieren. Ich habe dazu ein paar Gedanken im E-Learning-Wiki zusammengetragen und das Fazit der beiden Autoren (sehr) stark verkürzt:

  • Fazit 1: Nur wenn eine Organisation selbstbstimmendes Bloggen zulässt, haben Knowledge Blogs eine Chance. In dem Arbeitsbericht wird die dahinterstehende, notwendige Motivation beleuchtet (intrisisch, integrierte Regulation und identifizierte Regulation) und in einem eher pessimistischen Ton darüber geschrieben, ob Organisationen ein solches Umfeld bieten können. Äußere Vorgaben, Anreize und eine Verknüpfung von Blogs mit vorhandenen Strukturen werden benötigt, da nur die wenigsten Blogger rein intrinsisch motiviert sein werden.
  • Fazit 2: Organisationen müssen einen weg finden, die internen Normen, die regulierten Verhaltensweisen mit dem für eine intrinsische Motivation notwendigen persönlichen Autonomierlebnis zu verknüpfen. Eine schwierige Forderung, zu der die Autoren schreiben: »Welche Organisationen könnten das sein? Würden Organisationen das wollen? Dürfen sie es wollen? Wären es dann noch Organisationen?«
  • Fazit 3: Recht wolkig schreiben Reinmann und Binanco von »humanistischen Utopien« und dass man die Konsequenzen ganz zu Ende denken muss, wenn man daran geht, Aspekte solcher Utopien zu realisieren. Ich werte das als einen Fingerzeig in die Richtung, die ich immer betone, wenn es ums informelle Lernen in Organisationen geht: Wertschätzung, Transparenz und für alle gültige Normen sind Voraussetzung, um informelle Lernprozesse ermöglichen zu können.
Zu diesem Arbeitspapier gibt es mittlerweile interessante Blogeinträge und Kommentare:

Movable Type ist Open Source


Die (verbliebenen) Movable Type-Nutzern wird es freuen: Movable Type ist jetzt Open Source. Die Software war mal die Blogsoftware schlechthin. Mit der Umstellung auf ein ungeliebtes Lizenzmodell begann dann der Aufstieg von WordPress

[via vowe]

Landwirtschaft im Internet


Ich stamme ja vom platten Land. Nicht nur darum ist eine starke Nähe zur Landwirtschaft gegeben und deswegen freue ich mich auch, wenn ich auf etwas wie Die_Farmblogger stoße.

Ich kenne einige Landwirte, die schon seit den 90-er Jahren vor allem in amerikanischen Farming-Foren stöbern, um auf dem Laufenden zu bleiben. Aber keiner von denen bloggt. Vielleicht entwickelt sich da ja noch was, die strukturellen Voraussetzungen sind schließlich günstig.

Namensgebung

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"Pädoblogger" halte ich ja für einen eher ungünstigen Namen. Heutzutage.

3 x E-Learning-Blog


Als ich Anfang 2005 mit diesem Blog begann, nannte ich das Kind E-Learning-Blog. Ein schöner Name, wie nicht nur ich finde ;-) Und so gibt es heute schon mindestens zwei weitere »E-Learning-Blogs«. Seit April 2006 betreibt Martin Ebner das E-Learning Blog an der TU Graz mit dem Ziel, die E-Learning-Aktivitäten der TU darzustellen. Wenig später startete dann das E-Learning-Blog an der Universität Leipzig, mit dem Ziel, eine Kommunikationsplattform für Lehrende einzurichten.

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