walled garden

DRM beim Elektrischen Reporter: »Digitale Entmündigung«


Unabhängig von existierenden und nicht existierenden Dingen: erstaunlicher Weise scheint etwa in Sachen Kindle und iPhone der größte Feind der Freiheit die Bequemlichkeit der Nutzer zu sein.

Hihi, das jetzt mal was für uns Apple-nicht-so-lieb-haber. Der elektrische Reporter Mario Sixtus hat eine Sendung zum Thema Digital Restrictions Management (DRM) gemacht und beschreibt dabei die Problematik an Hand von Amazons Kindle und von Apples iPhone:

Elektrischer Reporter – Digitale Entmündigung: Was Dir gehört, gehört Dir nicht

I Don't Like iTunes U


Ich halte die Idee, dass öffentliche Hochschulen Ihre Inhalte in Form von Podcast über iTunes distributieren, nicht so wirklich für exzellent (hier). Sicher ist der Marketingeffekt nicht unerheblich und vielen Menschen verbinden Podcasts ausschließlich mit Apples iTunes. Hier wird man wahrscheinlich Menschen erreichen, die man ansonsten nicht erreichen könnte. Andererseits: als Student nimmt man jedes Angebot dankend an, das einem beim Studium weiterbringt. Gut gemachte Podcasts bedürften darum meiner Meinung nach nicht der Unterstützung eines »Walled Gardens«, selbst wenn sein Name auch iTunes U lauten sollte.

Matthias Rohs hat dazu seine eigenen, mir sehr sympathischen Gedanken dazu headz-Blog veröffentlicht: iTunes You!

Twitter + Open Source - Walled Garden = Laconica


Vor ein, zwei Wochen hatte michThilo auf identi.ca aufmerksam gemacht (Thilo dort: vinci). identi.ca ist ist so etwas wie Twitter in Open Source, ein Microblogging-Dienst, dessen zugrunde liegende Software Laconica im Source Code veröffentlicht ist und man sich diesen nehmen, verändern und selbst installieren kann.

Die Entwicklung der Software steht noch am Anfang was die Feature-Zahl angeht. Aber das ist egal, denn die wichtigsten Funktionen sind vorhanden: Twittern ... äh, micro-bloggen, sich vernetzen (bei Twitter ist man ein »Follower«, bei identi.ca eben ein »Subscriber«. Und, man kann identi.ca auch über Jabber nutzen. Ich finde das eine sehr praktische Sache und ausgerechnet diese Funktion ist bei Twitter seit Wochen kaputt.

Die »Killer-Funktion« dieser Software bzw. das überzeugenste Argument, warum man Laconica haben will ist die Abschaffung des Walled Gardens. Denn ähnlich wie in der E-Mail- oder der Jabber-Welt ist man nicht auf seinen einen Micro-Blogging dienst beschränkt. Steffen Voß hat das schön beschrieben:

Man hat damit keine "Insel" auf der alle angemeldeten Benutzer nur Freunde der anderen angemeldeten Benutzer sein können. Laconica implementiert ein eigenes Protokoll, das auf OAuth basiert und ermöglicht, dass Benutzer kreuz und quer über verschiedene Laconica-Installationen Freundschaften schließen können.

Ich bin dann jetzt auch auf identi.ca zu finden: tschlotfeldt. Und vielleicht installiere ich mir jetzt hier meinen eigenen Micro-Blogging-Dienst dank Laconica.

Diskussion um Walled Gardens und die Portabilität von Nutzerdaten


Auf TechCrunch ist gerade schön zu lesen, wie sehr sich Facebook dichtsperrt, wenn es um die Portabilität von User-Daten geht. Das Geschäftsmodell sieht glaube ich nämlich nicht vor, dass die User ihre ganzen schönen Verbindungen aus Facebook heraus zu neuen Zielen mitnehmen. Die sollen schön bei Facebook bleiben. Aber wie man an dem Beitrag auf TechCrunch und den vielen Kommentaren sehen kann, ist das Thema dezentrale Soziale Netzwerke (wie hier schonmal beschrieben) gerade hip geworden.

OpenID, Social Networks und »stickiness of metadata«


Wegen Terminkollision konnte ich auf den Kieler Linuxtagen Boris Erdmanns Vortrag zum Thema OpenID nicht besuchen. Kurzerhand hat er mir im Foyer eine Schnelleinführung zum Thema verpasst. Vielen Dank, Boris!

Nun habe ich gelernt, dass man mit OpenID nicht einfach einen Single-Sign-On-Dienst bekommt. Mit einer einfachen URI, quasi meiner OpenID-Identität, kann ich mich nicht nur auf Systemen einloggen. Theoretisch könnte ich damit auch mein eigenes Social Network knüpfen. Oder knüpfen lassen. Soetwas kann man dann auch noch mit Microformaten wie XFN kombinieren. Das ist in meinem Kopf noch alles sehr vage. Aber zumindest ist mir klar geworden, dass es möglich ist, zwischen den verschiedenen Walled Gardens hin und her zu springen. Beziehungsweise Social Networks wie XING oder Facebook völlig nutzlos zu machen...

Ralf Klammer hat hier übrigens auf zwei interessante Posts von ihm aufmerksam gemacht: Stickiness of metadata in the Web 2.0 und Do amateurs live in gated communities? Und dann bin ich auch noch durch Dennis von wevent.org auf den Eintrag Social Network Portability im Microformats-Wiki aufmerksam geworden.

Walled Gardens und dezentrale soziale Netzwerke


XING, Facebook, Flickr, LinkedIn, wer-kennt-wen, e-teaching.org, StudiVZ, Friendster. Das sind soziale Netze, die ihren jeweiligen Mitgliedern eine hilfreich und nützliche Austauschplattform bieten. Allerdings ist es als Mitglied eines solchen Netzwerks in der Regel schwierig, seine Kontakte und Verbindungen aus den jeweiligen sozialen Netzwerken herauszulösen. An den Terms of Use bei Facebook kann man erkennen, wie wichtig ein solcher »Walled Garden« für die Beitreiber zu sein scheint:

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Vernetzten: Ja! Aber bitte nur auf unserer Plattform. Dabei ist man auch woanders nicht besonders glücklich über die derzeitige Situation.

Der elektrische Reporter hat mit Sebastian Küpers und Dirk Olbertz gesprochen, die diesen Walled Garden mit einem Konzept für dezentrale soziale Netzwerke einreißen wollen. Die zwei kann man eigentlich nur unterstützen.

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