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Medienkompetenz: Der Fisch stinkt vom Kopf her


Wie im letzten Blogposting schon erwähnt, beschäftige ich mich gerade wieder etwas intensiver mit dem Thema Medienkompetenz. Ein schwieriges aber wichtiges Feld, dann das Internet verändert gerade unsere Welt nachhaltig. Doch wie darauf eingehen, wo beginnen? Vor allem muss man immer wieder betonen, dass Medienkompetenz nicht nur ein Thema für Kinder und Schüler ist. Gerade haben das wieder Guttenbergs Doktorväter bestätigt, wenn auch unfreiwillig:

Zudem war die Erkennung von Plagiaten 2006 mit den seinerzeit vorhandenen technischen Mitteln kaum möglich. Plagiatsoftware sowie auch andere Methoden waren damals keineswegs so weit entwickelt wie heute. Selbst Google wies noch nicht die fein justierte Suchmethode wie heute auf.

Einen Nachholbedarf in Sachen Medienkompetenz haben nicht nur (Hochschul-) Lehrer sondern auch Unternehmer und Politiker. Denn ohne einen gewissen Grad an Medienkompetenz und Medienaffinität kann man an entscheidender Stelle die Möglichkeiten der Vernetzung und ihre Folgen nicht abschätzen. Und so etwas führt dann häufig zu unschönen Entscheidungen.

[via netzpolitik.org]

Google macht auf Wikia Search


Jimmy Wales, Gründer des Wikipedia-Projekts, hatte schon lange die Idee einer Wiki-basierten Suchmaschine. Dabei haben die Nutzer die Möglichkeit, ihre Suchergebnisse zu bewerten. Die Überlegung: je mehr Nutzer ihre Suchergebnisse bewerten, desto mehr Bewertungen fließen in den Suchalgorithmus der Suchmaschine ein und desto genauer kann diese schließlich arbeiten. Was für den Nutzer wiederum genauere Suchergebnisse zur Folge hat. Diese Wiki-basierte Suchmaschine wurde schließlich im Januar 2008 Realität: Wikia Search.

Anfangs belächelt, macht Wikia Search mittlerweile ein recht brauchbare Figur. Aufregend an Wikia Search ist neben dieser Form der Suche auch, dass die Software selbst Open Source ist. Darüberhinaus steht auch der Index der Suchmaschine jedermann zur Verfügung.

Zurück zu der Möglichkeit, die eigenen Suchergebnisse zu bewerten und damit die Suchmaschine beim Auffinden von relevanten Inhalten zu unterstützen. Dieses Prinzip hat Google jetzt übernommen, allerding nur für registrierte und eingeloggte Google-Nutzer. Die Google-Leute scheinen jetzt an diesem Prinzip ebenfalls ihren Gefallen gefunden zu haben:

Dass Google dieses Feature nun seinen Usern anbietet, adelt ein wenig Wikia Search. Aber wahrscheinlich stekt da natürlich auch ein wenig die Taktik dahinter, einen kleinen Mitbewerber erst gar nicht unbequem werden zu lassen.

Mehr dazu auch im im Official Google Blog: SearchWiki: make search your own.

Gibt es ein Leben ohne Google?


Darüber scheinen gerade einige Blogger nachzudenken. Google »korrigiert« nämlich derzeit seinen Such- und Bewertungsalgorithmus, an Hand deren jene Webseiten angezeigt werden, die für die eingegebenen Suchwörter als relevant eingeschätzt werden. Dieses Verfahren, das auch unter dem Begriff PageRank bekannt geworden ist, hat Google groß gemacht. Denn die Suche mit diesen Suchalgorithmen funktioniert bei Google wunderbar. Oder besser: es hat wunderbar funktioniert.

Seit dem es Suchmaschinen gibt, gibt es auch Suchmaschinenoptimierer (neudeutsch SEO), deren Dienstleistung es ist, Webseiten bei Suchmaschinen eine möglichst hohe Relevanz zu verleihen, so dass diese möglich oft und möglichst weit oben auf der Trefferliste erscheinen. Zudem hat sich ein schwunghafter Link-Handel etabliert, indem Webseiten zum Beispiel Geld dafür bezahlen, dass auf die eigene Seite verlinkt wird. Eine weitere Spielart mit der Währung PageRank sind bezahlte Textbeiträge, wie sie beispielsweise das Vermarktungsnetzwerk trigami vermittelt.

So etwas hat für Suchmaschinen den unangenehmen Effekt, dass deren Suchergebnisse »verfälscht« werden. Google hat deswegen damit begonnen, den PageRank von Websites zu »korrigieren«, die sich an Netzwerken für bezahlte Textbeiträge oder Link-Austausche beteiligt haben. Das wiederum hat ganz handfeste Nachteile für diese Websites: es wird weniger Geld verdient, da weniger Besucher über Google kommen.

Die Begeisterung über Googles Aktion hält sich dort dann auch in Grenzen. Von »Abstrafung« zu sprechen halte ich aber doch für ein wenig überzogen. Google ist so populär, weil es eine gute Suchmaschine ist, die auf Suchanfragen inhaltlich relevante Suchergebnisse liefert. Sobald das nicht mehr der Fall wäre, wäre Google seine Nutzer los.

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