Studie

MMB E-Learning-Wirtschaftsranking 2009 ist veröffentlicht


Ranking 2007 Ranking 2008
Screenshot Wirtschaftsranking 2007 Screenshot Wirtschaftsranking 2008

Ich weiß nicht, wie ich diese Zahlen zum Wirtschaftsranking der E-Learning-Unternehmen interpretieren kann. Was aber auffällt, ist die Volatilität dieses Rankings: nur acht Unternehmen des jetzigen Rankings waren auch schon im Jahr davor vertreten.

Weiterlesen: MMB-Branchenmonitor II/2009 (PDF).

[via Jochen Robes, der sich auch so seine Gedanken zum Markt macht]

McKinsey Studie: Wie Unternehmen vom Web 2.0 profitieren


McKinsey hat fast 1.700 Entscheider nach Web 2.0 in Unternehmen befragt. Das Ergebnis: 69% der Antworten bejahten einen messbaren Nutzen durch den Einsatz von Web 2.0: »greater ability to share ideas; improved access to knowledge experts; and reduced costs of communications, travel, and operations.« Bei der Frage, was die Unternehmen denn nun an Web 2.0 intern nutzen, bin ich etwas stutzig geworden. Denn an erster Stelle wird Video sharing genannt. Zuerst dachte ich an YouTube, aber dann is mir die Idee gekommen, das damit vielleicht auch so etwas wie Online-Konferenzsysteme gemeint sein könnten? Anyway, weiter genannt werden Blogs, RSS, Social networking, Wikis, Podcasts. Wiki-Einsatz ist dann wohl doch nicht so üblich wie eigentlich erwartet?

Die Quintessenz der Studie: Wenn man erfolgreich Web 2.0-Ansätze in ein Unternehmen tragen will, dann muss man sehen, wo man mit welchen Werkzeugen den Kollegen, den Menschen, eine Arbeitserleichterung verschaffen kann:

The survey results confirm that successful adoption requires that the use of these tools be integrated into the flow of users’ work. Furthermore, encouraging continuing use requires approaches other than the traditional financial or performance incentives deployed as motivational tools. In the Web community, status is often built on a reputation for making meaningful contributions. Respondents say informal incentives incorporating the Web ethos, such as ratings by peers and online recognition of status, have been most effective in encouraging Web 2.0 adoption. They also say role modeling—active Web use by executives—has been important for encouraging adoption internally.

[via Enterprise2Open]

Update: Auf amerikanischen Blogs wird die Studie mittlerweile auch kritisch diskutiert. Unter anderem wird bezweifelt, ob die befragten Top-Manager tatsächlich einschätzen können, ob und wie Web 2.0-Techniken im eigenen Unternehmen verwendet werden.

Neue OECD-Studie: »Ungebildetes Deutschland«


Die neue OECD-Studie Bildung auf einen Blick 2009: OECD-Indikatoren ist erschienen, allerdings findet man im Internet nur eine Zusammenfassung auf acht Seiten. In den Medien werden die Ergebnisse für Deutschland als nicht mehr als arlamierend sondern nur noch erschrecktend dargestellt. Naja, immerhin haben wir jetzt superdupa Exzellenzcluster, das hört sich schonmal gut an.

In der taz:

Gerade bei den Studienanfängern sind die Zahlen alarmierend: Zum dritten Mal in Folge ist im Jahr 2007 die Quote gesunken - 34 Prozent eines Jahrgangs gehen noch an eine Universität. Nur die Türkei, Belgien und Mexiko schneiden unter den OECD-Ländern noch schlechter ab, der Durchschnitt liegt bei 56 Prozent. Kaum tröstlich, dass im Jahr 2008 die Zahlen wieder leicht angestiegen sind.

Die Süddeusche:

Zwar beteuern die Spitzenpolitiker im Wahlkampf in jedem zweiten Satz, sie wollten mehr für die Bildung tun. Doch dann belassen sie es im Ungefähren.
Frankfurter Rundschau:
Acht Jahre nach dem ersten großen Pisa-Schock gilt weiter: Deutschland geizt bei den Bildungsausgaben, produziert zu wenige Akademiker und bleibt im internationalen Vergleich immer weiter zurück.

Bei FAZ und Spiegel klingt es interessanter Weise wesentlich entspannter.

Michael Kerres macht übrigens noch darauf aufmerksam, dass diese Studie ausschließlich als Buch für 69,- € zu erhalten ist. Online ist dagegen nur die Kurzzusammenfassung erhältlich, auf deren Basis sich keine echte Diskussion führen lässt.

Nachtrag: Die komplette Studie ist doch als PDF-Datei zum Download erhältlich, allerdings nur in englischer Sprache.

Studie: Noch kein Web 2.0 in Unternehmen


Diese Woche ging die Studie »Web 2.0 in Unternehmen« durch die Blogoshpäre. Auch "Netzökonom" Holger Schmidt von der FAZ hat einen lesenswerten Artikel dazu geschrieben: Unternehmen tasten sich langsam an das Web 2.0 heran. Wie man schon erahnt, wurde mit einer Umfrage unter ca. 350 Unternehmen festgestellt, dass sich Unternehmen noch sehr schwer tun mit diesem Web 2.0:

Balkendiagramm
Quelle: Daten stammen aus der Studie »Web 2.0 in Unternehmen«

Allerdings kann man an den Fragen auch erkennen, an was die Autoren der Studie interessiert hat: Marketing und Kundenkommunikation. Aber wie die folgende Grafik zeigt, scheinen Unternehmen auch eher auf Social Media fürs Verkaufen Wert zulegen denn auf die interne Kommunikation und das eigene Wissensmanagement:

Studie »Kooperative Technologien«


Ah, endlich online, die KoopTech-Studie zum Thema »Kooperative Technologien - Forschungsprojekt zu internetbasierten Formen der Zusammenarbeit«. Aus dem dazugehöirgen Blogeintrag:

In einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Innovations- und Technikanalyse geförderten Projekt hat die Kulturpädagogin und IT-Journalistin Christiane Schulzki-Haddouti “Kooperative Technologien in Arbeit, Ausbildung und Zivilgesellschaft” untersucht. Schulzki-Haddouti war für die 14-monatige Arbeit an dieser Studie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der h_da beschäftigt. Das Projekt wurde zudem von Prof. Dr. Lorenz Lorenz-Meyer vom Studiengang Online-Journalismus betreut.

Das Dokument ist selbstverständlich unter einer Creative Commons-Lizenz veröffentlicht worden (CC-by-NC). Neben einen Überblick über mehr als 1.000 Anwendungen wurden 47 Experteninterviews geführt, der gegenwärtige Forschungs- und Kenntnisstand dargestellt sowie fünf Anwendungsszenarien zu den Bereichen Medien, Unternehmen, Forschung, Bildung und Zivilgesellschaft mit Hilfe von konkreten Fallbeispielen aufgezeigt. Ich wurde dabei zum Thema Wikis und Social Software in Unternehmen interviewt. Besonders freue ich mich, dass die Deutschen Werkstätten Hellerau, die ich bei der Einführung ihres Unternehmenswikis als Berater unterstützt hatte, als Fallbeispiel für den Wikieinsatz im Unternehmen näher beschrieben werden.

Weiterlesen bei KoopTech (dort findet sich auch die Studie): KoopTech-Studie ist online.

Untersuchung zu E-Learning in kleinen und mittleren Unternehmen an der Hochschule Heilbronn

Published in

Ziel einer aktuellen Projektstudie im Studiengang Electronic Business ist es, die Möglichkeiten des elektronischen Lernens in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken repräsentativ zu untersuchen. Die Analyse soll anhand aussagekräftiger Daten und Fakten für die Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken unter anderem verdeutlichen, wie groß der Anteil der KMU in der Region Heilbronn-Franken ist, der E-Learning bereits aktiv nutzt. Zudem sollen die Ergebnisse der Studie Aufschlüsse über die Art und den Umfang der Nutzung dieser Lernmethode in den Unternehmen geben und individuelle Motive erfassen. Außerdem soll untersucht werden, ob Zusammenhänge zwischen dem Einsatz von E-Learning in den KMU mit der Unternehmensgröße (Anzahl Mitarbeiter) oder einer bestimmten Branche existieren. Ein weiteres Ziel dieser Untersuchung besteht darin, die Hauptbarrieren und Widerstände bei denjenigen KMU zu identifizieren, die E-Learning noch nicht aktiv einsetzen.

Vielleicht nehmen ja noch ein paar KMUs dran teil, das Ergebnis könnte jedenfalls ganz interessant werden. In der Pressemitteilung wird ein Ansprechpartner genannt, an den man sich wenden kann, wenn man einen Fragebogen ausfüllen möchte.

Zur Pressemitteilung >

Pew: »Internet Overtakes Newspapers As News Source«


Grafik »Woher Nachrichten beziehen?«

Nach der neuesten Pew-Studie hat das Internet als Nachrichtenquelle bei den amerikanischen Bürgern erstmals die Tagesszeitungen abgehängt. Bei der Gruppe der unter 30-jährigen hat das Internet sogar schon mit dem Fernsehen gleichgezogen. Die Zahlen zeigen deutlich, dass Verlage (und Fernsehsender) unabhängig von der gesamtwirtschaftlichen Lage ein riesengroßes Problem haben. Interessant auch, dass man sich bei Spiegel Online ungewöhnlich ausführlich mit der Studie beschäftigt.

WebMonitor: Teenager und Internet


Bitkom hat gerade den neuen WebMonitor veröffentlicht. Diese hat Forsa für den Branchenverband in einer Telefonbefragung die Internetnutzung unter Jugendlichen (das sind Menschen im Alter von 12 bis 19 Jahren) untersucht:

  • 85% der Jungen und 80% der Mädchen sind regelmäßig online (mehrmals in der Woche)
  • Bildungsgrad spielt eine große Rolle: Während 88% der Gymnasiasten regelmäßig online sind, gehen nur 72% der Hauptschüler online
  • Die mit Abstand wichtigsten Dienste sind Instant Messaging (72%) und E-Mail (60%). Interessant ist hier der Blick auf die Geschlechter: Jungs 75% IM und 58% E-Mail; Mädchen 68% IM und 61% E-Mail.

Und wie sieht es mit der Internetnutzung für Schule und Beruf aus? Immerhin 41% der Mädchen nutzen das Internet für Schule und Beruf, bei den Jungs nur 31%.

Überraschend gering finde ich übrigens die Quote derer, die sich Videos ansehen. Eventuell ist damit etwas anderes gemeint als die Videoschnipsel auf YouTube?

Weiterlesen:

Im Vergleich hat Deutschland wenige technologieorientierte Start-Ups


Deloitte hat eine Liste der 500 am schnellsten wachsenden Technologiefirmen aus Europa, dem Mittleren Osten und Afrika (EMEA) zusammengestellt. Dabei schneidet Deutschland nicht sehr gut ab, wie Wolfgang Sommergut schreibt:

Israel ist nicht das einzige kleine Land, das vorne mitspielt. Vor Deutschland rangieren Schweden (50) und Holland (61). Die Liste wird angeführt von Großbritannien und Frankreich. Deutschland als größte Wirtschaftsmacht im EMEA-Raum und nach Russland das bevölkerungsreichste Land (sieht man von den afrikanischen Staaten ab, die keine Rolle spielen), erreicht knapp mehr als die Hälfte des Spitzenreiters.

Wolfgang tippt als Ursache für diese schlechte Plazierung auf unser Bildungssystem. Ich bin mir da nicht so sicher. Die Förderpolitik dürfte eine wichtige Rolle spielen. Hierzulande wird ja eher auf Großprojekte und Großunternehmen gesetzt anstatt auf den Aufbau einer Vielzahl kleiner Innovationstreiber (darüber schrieb ich schon mal hier). Und die Förderung einer notwendigen »Gründer-Kultur« fehlt mir auch.

Education at a Glance 2006


Mmh, OECD-Studie. Was soll man dazu noch schreiben?

Auch wenn ich der Meinung bin, dass man die Zahlen der verschiedenen Bildungssysteme nicht so einfach vergleichen kann, überwiegen aus deutscher Sicht die sorgenvollen Töne. Fest scheint zu stehen, das etwas getan werden muss.

Interessanter Weise ist das keine Neuigkeit. Meine Tätigkeit bei Nitor bringt es zum Beispiel mit sich, dass ich sowohl mit Lehrern als auch mit leitenden Beamten aus den entsprechenden Behörden in Kontakt bin. Eigentlich bestätigen sie alle die OECD-Studie, nämlich dass sich dringend etwas ändern musse. Diese Erkenntnis versickert allerdings irgendwo zwischen den Institutionen. Irgendwie scheint irgendwann auch die größte Weisheit sich im Nichts aufzulösen. Denn grundlegende Änderungen haben ich noch nicht entdecken können.

Update:Bei der Elternkammer Hamburg werden einige Dokumente der OECD-Studie online zur Verfügung gestellt: http://www.elternkammer-hamburg.de/index.php?id=457.

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