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Die Wandlung von Facebooks Datenschutzreklärung


Die Electronic Frontier Foundation hat in einer Zeitleiste die Veränderungen der Datenschutzbestimmungen von Facebook dokumentiert. 2005 hieß es noch, dass niemand auf die eigenen persönlichen Daten zugreifen kann, wenn man dem nicht explizit zugestimmt hat:

No personal information that you submit to Thefacebook will be available to any user of the Web Site who does not belong to at least one of the groups specified by you in your privacy settings.
Heute, das heißt im April 2010, gibt die EFF den Stand der Dinge wie folgt wieder:
When you connect with an application or website it will have access to General Information about you. The term General Information includes your and your friends’ names, profile pictures, gender, user IDs, connections, and any content shared using the Everyone privacy setting. ... The default privacy setting for certain types of information you post on Facebook is set to “everyone.” ... Because it takes two to connect, your privacy settings only control who can see the connection on your profile page. If you are uncomfortable with the connection being publicly available, you should consider removing (or not making) the connection.

Sobald man bei Facebook eingeloggt ist, kann man sich nicht mehr sicher sein, wer alles über einen Informationen einsammelt.

Weiterlesen: Facebook's Eroding Privacy Policy: A Timeline.

[via vowe]

Überraschung: Ning ist nicht mehr kostenlos


Ning ist eine Online-Plattform, auf der mein seinen eigenen Social-Network-Dienst, etwa ein eigenes Mini-Facebook, aufbauen kann. Bisher war es kostenlos, doch das ist Geschichte. Gerade im Educationen-Bereich war Ning sehr populär und dementsprechend groß die Aufregung. Die Suche nach Alternativen hat begonnen, und zum Teil haben einige Communities mit dem Umzug schon begonnen. Es wird interessant sein zu beobachten, wie ein solcher Umzug eines Social Networks tatsächlich funktioniert. Welche Daten können mitgenommen werden, können soziale Beziehungen ex- und importiert werden, verändert sich eine Community durch solch einen Umzug?

TechCrunch zitiert übrigens das Blogpost des Ning-CEOS Jason Rosenthal, mit dem auch die Entlassung von 40% der Belegschaft mitgeteilt werden:

Team,

When I became CEO 30 days ago, I told you I would take a hard look at our business. This process has brought real clarity to what’s working, what’s not, and what we need to do now to make Ning a big success.

My main conclusion is that we need to double down on our premium services business. Our Premium Ning Networks like Friends or Enemies, Linkin Park, Shred or Die, Pickens Plan, and tens of thousands of others both drive 75% of our monthly US traffic, and those Network Creators need and will pay for many more services and features from us.

So, we are going to change our strategy to devote 100% of our resources to building the winning product to capture this big opportunity. We will phase out our free service. Existing free networks will have the opportunity to either convert to paying for premium services, or transition off of Ning. We will judge ourselves by our ability to enable and power Premium Ning Networks at huge scale. And all of our product development capability will be devoted to making paying Network Creators extremely happy.

As a consequence of this change, I have also made the very tough decision to reduce the size of our team from 167 people to 98 people. As hard as this is to do, I am confident that this is the right decision for our company, our business, and our customers. Marc and I will work diligently with everyone affected by this to help them find great opportunities at other companies.

I’ve never seen a more talented and devoted team, and it has been my privilege to get to know and work with each and every one of you over the last 18 months.

We’ll use today to say goodbye to our friends and teammates who will be leaving the company. Tomorrow, I will take you through, in detail, our plans for the next three months and our new focus.

Thanks,
Jason Rosenthal

Zum Ende dann noch meine Mantra: Wichtige Infrastruktur gibt man nicht aus der Hand.

So etwas wie Ning kann man auch wunderbar selbst mit Hilfe von Drupal bauen.

Meinungen zum »Fall Ning«:

Forderungskatalog an Soziale Netzwerke


Der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv) hat einen Forderungskatalog an die Anbieter von Sozialen Netzwerken wie Facebook, StudiVZ und Xing aufgestellt, den ich für recht brauchbar halte. Er besteht aus elf Punkten (kompletter Forderungskatalog als PDF-Datei):

  1. Informierte und bewusste Datennutzung und Einwilligung
  2. Keine Koppelung von Diensten und Datennutzung
  3. Sicherstellung der einfachen Datenlöschung bei Deaktivierung des Accounts
  4. Verbot grundlosen Speicherns
  5. Sicherheit und Sorgfaltspflichten
  6. Kein Auslesen der Daten über Suchmaschinen
  7. Minimum an Daten
  8. Restriktive Voreinstellung der Nutzerprofile
  9. Anwendungen von Drittanbietern
  10. Urheberrecht
  11. Umfassende Informationen in nutzerfreundlicher Sprache

Weiterlesen: Mehr Verbraucher- und Datenschutz in Sozialen Netzwerken.

[via netzpolitik.org]

Kollaboratives Lernen in der Erwachsenenbildung


Screenshot Titelfolie

Peter Baumgartner hat einen an der Volkshochschule Meidlingen einen Vortrag vor Projektleitern und Direktoren von Volkshochschulen gehalten und dabei Möglichkeiten und Konsquenzen in der praktischen Arbeit der Erwachsenbildung dargestellt. Vieles aus dem Vortrag wie seine Schlussfolgerungen lassen sich nahtlos auf die betriebliche Weiterbildung übertragen:

  • Die Potenziale des Web 2.0 (Social Software) sind (noch) nicht offensichtlich und für Blended Learning noch weitgehend ungenutzt.
  • Lernen ist überwiegend ein sozialer Prozess und benötigt aktive Teilnahme (Verantwortung) -> Web 2.0 & Social Software nutzen!
  • Produktion von speziellen E-Learning Content ist nicht mehr so extrem wichtig. Inhalte können (auch) in kooperativen (Bildungs)-Situationen (Blended Learning Arrangements) erzeugt werden.
  • Wir müssen neben dem Inhalt auch die Kommunikationsstrukturen gestalten und E-Learning bzw. Blended Learning einbeziehen.

Baumgartner geht davon aus, dass sich die Grenzen zwischen Bildungseinrichtungen und Öffentlichkeit aufweichen werden. Eine Aufweichung der Grenzen zwischen Bildungseinrichtungen wird ja auch von anderen vorausgesagt bzw. gefordert. Ganz praktisch bedeutet dies, dass die inselartigen Portallösungen der Vergangenheit gehören und man statt dessen ein Geschäftsmodell entwickeln muss, dass auf offene Standards wie beispielsweise OpenSocial und OpenMicroBlogging setzt. Denn als Lerner will man sich nicht auf vielen verschiedenen Portalen mit jeweils eigenen sozialen Welten einloggen, man will einfach ein soziales Netz haben, nämlich das eigene.

Weiterlesen:

Kieler Woche planen mit Twitter und Wiki


Auf dem letzten Webmontag dachte ich kurz daran, mit Hilfe von Twitter und Wikis etwas zur Kieler Woche aufzuziehen. Ich habe keine Ahnung, ob so etwas ohne große Vorarbeit funktionieren wird. Aber heute morgen habe ich mich mal darangesetzt und einen Twitter-Feed und ein Wiki eingerichtet.

Viele Inhalte sind da noch nicht. Aber dass sollen ja auch die Nutzer machen.

  • Twitter: http://twitter.com/kielweek
  • (leider ist »kielerwoche« schon weg, es findet sich dort ein chinesischer Eintrag, der von Babelfish ins Englische übersetzt »In order to elapse the victim prayed, to have the world the victim prays« lautet
  • Wiki: KielWeekWiki

Diskussion um Walled Gardens und die Portabilität von Nutzerdaten


Auf TechCrunch ist gerade schön zu lesen, wie sehr sich Facebook dichtsperrt, wenn es um die Portabilität von User-Daten geht. Das Geschäftsmodell sieht glaube ich nämlich nicht vor, dass die User ihre ganzen schönen Verbindungen aus Facebook heraus zu neuen Zielen mitnehmen. Die sollen schön bei Facebook bleiben. Aber wie man an dem Beitrag auf TechCrunch und den vielen Kommentaren sehen kann, ist das Thema dezentrale Soziale Netzwerke (wie hier schonmal beschrieben) gerade hip geworden.

Enterprise 2.0 bei der ING Group?


Marcel de Ruiter, »Enterprise 2.0 Evangelist« bei der ING Group, hat kurz vor Weihnachten eine Liste mit 20 Punkten zusammengestellt, in denen er zusammenfasst, wozu er ein firmeninternes Social Network benutzen würde bzw. wozu er es benötigen würde. Kurz, warum er ein solches Social Network benötigt.

Die Liste ist interessant, viel spannender finde ich allerdings, dass man sich bei der Bankengruppe ING mit diesem Thema ernsthaft beschäftigt.

Weiterlesen bei Marcel de Ruiter: 20 things to do on a social network in the office.

Social Synaxon


Die Synaxon AG, vielen wohl wie mir durch den Brand eins-Artikel »Die gläserne Firma« ein Begriff geworden, macht mit dem Social Networking richtig ernst. So gibt es neben einigen internen Wikis auch ein öffentliches Wiki: SYNAXON.de Wiki.

Schon länger wird unter blog.synaxon.de gebloggt, was ich leider erst recht spät durch einen Trackback zum Beitrag WikiCreole mitbekommen hatte. Und dann experimentiert (oder ist es schon mehr?) man auch mit einem eigenen Social Network auf Ning.com: synaxon.ning.com. Ich bin sehr gespannt, wie sich das noch weiterentwickeln wird und was dies für das Unternehmen und deren Mitarbeiter letztendlich bedeutet. Ich hoffe, wir werden noch einige Erfahrungs- und Erlebnisberichte geliefert bekommen ;-)

Zum ersten Mal: Akquise mit XING


Heute habe ich mir die Zeit genommen und versucht, XING als ein Akquise-Instrument zu nutzen. Meine Aufgabe bei der Nitor ist ja die Weiterentwicklung des Geschäftsbereichs E-Learning. Dazu gehört natürlich auch die Akquisition von Kunden und Projekten. Nun bin ich zwar schon seit 2004 bei XING bzw. OpenBC, heute aber habe ich zum ersten Mal die Power-Suche »Mitglieder, die suchen, was ich biete« genutzt, um damit neue Kontakte zu knüpfen. Auf das Ergebnis bin ich sehr gespannt.

Ach ja, mein XING-Profil.

OpenID, Social Networks und »stickiness of metadata«


Wegen Terminkollision konnte ich auf den Kieler Linuxtagen Boris Erdmanns Vortrag zum Thema OpenID nicht besuchen. Kurzerhand hat er mir im Foyer eine Schnelleinführung zum Thema verpasst. Vielen Dank, Boris!

Nun habe ich gelernt, dass man mit OpenID nicht einfach einen Single-Sign-On-Dienst bekommt. Mit einer einfachen URI, quasi meiner OpenID-Identität, kann ich mich nicht nur auf Systemen einloggen. Theoretisch könnte ich damit auch mein eigenes Social Network knüpfen. Oder knüpfen lassen. Soetwas kann man dann auch noch mit Microformaten wie XFN kombinieren. Das ist in meinem Kopf noch alles sehr vage. Aber zumindest ist mir klar geworden, dass es möglich ist, zwischen den verschiedenen Walled Gardens hin und her zu springen. Beziehungsweise Social Networks wie XING oder Facebook völlig nutzlos zu machen...

Ralf Klammer hat hier übrigens auf zwei interessante Posts von ihm aufmerksam gemacht: Stickiness of metadata in the Web 2.0 und Do amateurs live in gated communities? Und dann bin ich auch noch durch Dennis von wevent.org auf den Eintrag Social Network Portability im Microformats-Wiki aufmerksam geworden.

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