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Forderungskatalog an Soziale Netzwerke


Der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv) hat einen Forderungskatalog an die Anbieter von Sozialen Netzwerken wie Facebook, StudiVZ und Xing aufgestellt, den ich für recht brauchbar halte. Er besteht aus elf Punkten (kompletter Forderungskatalog als PDF-Datei):

  1. Informierte und bewusste Datennutzung und Einwilligung
  2. Keine Koppelung von Diensten und Datennutzung
  3. Sicherstellung der einfachen Datenlöschung bei Deaktivierung des Accounts
  4. Verbot grundlosen Speicherns
  5. Sicherheit und Sorgfaltspflichten
  6. Kein Auslesen der Daten über Suchmaschinen
  7. Minimum an Daten
  8. Restriktive Voreinstellung der Nutzerprofile
  9. Anwendungen von Drittanbietern
  10. Urheberrecht
  11. Umfassende Informationen in nutzerfreundlicher Sprache

Weiterlesen: Mehr Verbraucher- und Datenschutz in Sozialen Netzwerken.

[via netzpolitik.org]

Kollaboratives Lernen in der Erwachsenenbildung


Screenshot Titelfolie

Peter Baumgartner hat einen an der Volkshochschule Meidlingen einen Vortrag vor Projektleitern und Direktoren von Volkshochschulen gehalten und dabei Möglichkeiten und Konsquenzen in der praktischen Arbeit der Erwachsenbildung dargestellt. Vieles aus dem Vortrag wie seine Schlussfolgerungen lassen sich nahtlos auf die betriebliche Weiterbildung übertragen:

  • Die Potenziale des Web 2.0 (Social Software) sind (noch) nicht offensichtlich und für Blended Learning noch weitgehend ungenutzt.
  • Lernen ist überwiegend ein sozialer Prozess und benötigt aktive Teilnahme (Verantwortung) -> Web 2.0 & Social Software nutzen!
  • Produktion von speziellen E-Learning Content ist nicht mehr so extrem wichtig. Inhalte können (auch) in kooperativen (Bildungs)-Situationen (Blended Learning Arrangements) erzeugt werden.
  • Wir müssen neben dem Inhalt auch die Kommunikationsstrukturen gestalten und E-Learning bzw. Blended Learning einbeziehen.

Baumgartner geht davon aus, dass sich die Grenzen zwischen Bildungseinrichtungen und Öffentlichkeit aufweichen werden. Eine Aufweichung der Grenzen zwischen Bildungseinrichtungen wird ja auch von anderen vorausgesagt bzw. gefordert. Ganz praktisch bedeutet dies, dass die inselartigen Portallösungen der Vergangenheit gehören und man statt dessen ein Geschäftsmodell entwickeln muss, dass auf offene Standards wie beispielsweise OpenSocial und OpenMicroBlogging setzt. Denn als Lerner will man sich nicht auf vielen verschiedenen Portalen mit jeweils eigenen sozialen Welten einloggen, man will einfach ein soziales Netz haben, nämlich das eigene.

Weiterlesen:

Kieler Woche planen mit Twitter und Wiki


Auf dem letzten Webmontag dachte ich kurz daran, mit Hilfe von Twitter und Wikis etwas zur Kieler Woche aufzuziehen. Ich habe keine Ahnung, ob so etwas ohne große Vorarbeit funktionieren wird. Aber heute morgen habe ich mich mal darangesetzt und einen Twitter-Feed und ein Wiki eingerichtet.

Viele Inhalte sind da noch nicht. Aber dass sollen ja auch die Nutzer machen.

  • Twitter: http://twitter.com/kielweek
  • (leider ist »kielerwoche« schon weg, es findet sich dort ein chinesischer Eintrag, der von Babelfish ins Englische übersetzt »In order to elapse the victim prayed, to have the world the victim prays« lautet
  • Wiki: KielWeekWiki

Diskussion um Walled Gardens und die Portabilität von Nutzerdaten


Auf TechCrunch ist gerade schön zu lesen, wie sehr sich Facebook dichtsperrt, wenn es um die Portabilität von User-Daten geht. Das Geschäftsmodell sieht glaube ich nämlich nicht vor, dass die User ihre ganzen schönen Verbindungen aus Facebook heraus zu neuen Zielen mitnehmen. Die sollen schön bei Facebook bleiben. Aber wie man an dem Beitrag auf TechCrunch und den vielen Kommentaren sehen kann, ist das Thema dezentrale Soziale Netzwerke (wie hier schonmal beschrieben) gerade hip geworden.

Enterprise 2.0 bei der ING Group?


Marcel de Ruiter, »Enterprise 2.0 Evangelist« bei der ING Group, hat kurz vor Weihnachten eine Liste mit 20 Punkten zusammengestellt, in denen er zusammenfasst, wozu er ein firmeninternes Social Network benutzen würde bzw. wozu er es benötigen würde. Kurz, warum er ein solches Social Network benötigt.

Die Liste ist interessant, viel spannender finde ich allerdings, dass man sich bei der Bankengruppe ING mit diesem Thema ernsthaft beschäftigt.

Weiterlesen bei Marcel de Ruiter: 20 things to do on a social network in the office.

Social Synaxon


Die Synaxon AG, vielen wohl wie mir durch den Brand eins-Artikel »Die gläserne Firma« ein Begriff geworden, macht mit dem Social Networking richtig ernst. So gibt es neben einigen internen Wikis auch ein öffentliches Wiki: SYNAXON.de Wiki.

Schon länger wird unter blog.synaxon.de gebloggt, was ich leider erst recht spät durch einen Trackback zum Beitrag WikiCreole mitbekommen hatte. Und dann experimentiert (oder ist es schon mehr?) man auch mit einem eigenen Social Network auf Ning.com: synaxon.ning.com. Ich bin sehr gespannt, wie sich das noch weiterentwickeln wird und was dies für das Unternehmen und deren Mitarbeiter letztendlich bedeutet. Ich hoffe, wir werden noch einige Erfahrungs- und Erlebnisberichte geliefert bekommen ;-)

Zum ersten Mal: Akquise mit XING


Heute habe ich mir die Zeit genommen und versucht, XING als ein Akquise-Instrument zu nutzen. Meine Aufgabe bei der Nitor ist ja die Weiterentwicklung des Geschäftsbereichs E-Learning. Dazu gehört natürlich auch die Akquisition von Kunden und Projekten. Nun bin ich zwar schon seit 2004 bei XING bzw. OpenBC, heute aber habe ich zum ersten Mal die Power-Suche »Mitglieder, die suchen, was ich biete« genutzt, um damit neue Kontakte zu knüpfen. Auf das Ergebnis bin ich sehr gespannt.

Ach ja, mein XING-Profil.

OpenID, Social Networks und »stickiness of metadata«


Wegen Terminkollision konnte ich auf den Kieler Linuxtagen Boris Erdmanns Vortrag zum Thema OpenID nicht besuchen. Kurzerhand hat er mir im Foyer eine Schnelleinführung zum Thema verpasst. Vielen Dank, Boris!

Nun habe ich gelernt, dass man mit OpenID nicht einfach einen Single-Sign-On-Dienst bekommt. Mit einer einfachen URI, quasi meiner OpenID-Identität, kann ich mich nicht nur auf Systemen einloggen. Theoretisch könnte ich damit auch mein eigenes Social Network knüpfen. Oder knüpfen lassen. Soetwas kann man dann auch noch mit Microformaten wie XFN kombinieren. Das ist in meinem Kopf noch alles sehr vage. Aber zumindest ist mir klar geworden, dass es möglich ist, zwischen den verschiedenen Walled Gardens hin und her zu springen. Beziehungsweise Social Networks wie XING oder Facebook völlig nutzlos zu machen...

Ralf Klammer hat hier übrigens auf zwei interessante Posts von ihm aufmerksam gemacht: Stickiness of metadata in the Web 2.0 und Do amateurs live in gated communities? Und dann bin ich auch noch durch Dennis von wevent.org auf den Eintrag Social Network Portability im Microformats-Wiki aufmerksam geworden.

Walled Gardens und dezentrale soziale Netzwerke


XING, Facebook, Flickr, LinkedIn, wer-kennt-wen, e-teaching.org, StudiVZ, Friendster. Das sind soziale Netze, die ihren jeweiligen Mitgliedern eine hilfreich und nützliche Austauschplattform bieten. Allerdings ist es als Mitglied eines solchen Netzwerks in der Regel schwierig, seine Kontakte und Verbindungen aus den jeweiligen sozialen Netzwerken herauszulösen. An den Terms of Use bei Facebook kann man erkennen, wie wichtig ein solcher »Walled Garden« für die Beitreiber zu sein scheint:

All content on the Site and available through the Service, including but not limited to designs, text, graphics, pictures, video, information, applications, software, music, sound and other files, and their selection and arrangement (the "Site Content"), are the proprietary property of the Company, its users or its licensors with all rights reserved. No Site Content may be modified, copied, distributed, framed, reproduced, republished, downloaded, displayed, posted, transmitted, or sold in any form or by any means, in whole or in part, without the Company's prior written permission, except that the foregoing does not apply to your own User Content (as defined below) that you legally post on the Site. Provided that you are eligible for use of the Site, you are granted a limited license to access and use the Site and the Site Content and to download or print a copy of any portion of the Site Content to which you have properly gained access solely for your personal, non-commercial use, provided that you keep all copyright or other proprietary notices intact. Except for your own User Content, you may not upload or republish Site Content on any Internet, Intranet or Extranet site or incorporate the information in any other database or compilation, and any other use of the Site Content is strictly prohibited.

Vernetzten: Ja! Aber bitte nur auf unserer Plattform. Dabei ist man auch woanders nicht besonders glücklich über die derzeitige Situation.

Der elektrische Reporter hat mit Sebastian Küpers und Dirk Olbertz gesprochen, die diesen Walled Garden mit einem Konzept für dezentrale soziale Netzwerke einreißen wollen. Die zwei kann man eigentlich nur unterstützen.

Trupoli: Ist das Lobbyismus 2.0?


Trupoli, das soll eine unabhängige und transparente Politik-Community werden. Der Spiegelfechter hat da seine Zweifel:

  • Der CEO Stumpe war vorher Projekt Manager bei Teltschik Associates, einer einflussreichen Politikberatungsfirma des ehemaligen Kohl-Beraters Horst Teltschik.
  • Die Geldgeber kommen von der Firma Sirius Venture Partners, die wiederum laut Spiegelfecher eine gewisse Nähe zur Bertelsmann-Gruppe hat
  • Bertelsmann, da schrillen die Alarmglocken...

Dass Trupoli wirklich ein »trojanisches Pferd im politischen Web 2.0« ist, bleibt unklar. Aber skeptisch bin ich schon. Wenn ich ein dunkler Mastermind wäre, dann würde ich eine solche Plattform sich zunächst schön entwickeln lassen und erst allmählich meinen Einfluss geltend machen.

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