open source

MPEG-4 AVC für freie Internet-Streaming-Angebote dauerhaft lizenzkostenfrei


Wahrscheinlich als Konsequenz auf Googles WebM-Projekt hat die MPEG-LA beschlossen, dauerhaft keine Lizenzgebühren von freie (frei im Sinne von kostenlos) Videostreaming-Angeboten zu fordern, die den MPEG-4-Codec verwenden (»Internet Broadcast AVC Video«).

Weiterlesen:

Facebooks Maschinenraum: Open Source


Facebook versteht leider nichts Privacy und Datenschutz. Aber immerhin etwas von Softwaretechnik und von Open Source. Bei Royal Pingdom kann man nachlesen, mit welcher Software Facebook seine mehr als 30.000 Linux-Server bestückt, die beispielsweise 1,2 Millionen Photos ausliefern – pro Sekunde. Kernkomponenten der Facebook-Software sind (neben Linux und Apache):

Weiterlesen bei Royal Pingdom: Exploring the software behind Facebook, the world’s largest site.

Videodokumentation zum LiMux-Projekt — Open Source für München


Über LiMux ist in den letzten Jahren viel berichtet worden. Die Stadt suchte nach einer neuen Softwarebasis für die Verwaltung, da Microsoft den Support für Windows NT 4 aufgekündigt hatte (Wikipedia hat einen dazu einen Artikel).

[via netzpolitik.org]

Monatliches Unternehmens-Allerlei mit Open Source


Es ist wieder soweit, die monatliche Umsatzsteuervoranmeldung steht an. Die Umsatzsteuervoranmeldung geschieht auf elektronischem Wege via »ELSTER«, dem Projekt zur elektronischen Steuererklärung. Bei der Projektierung hatte man sich ja mit dem Sicherheitskonzept nicht gerade mit Ruhm bekleckert und auf Grund dieses Konzepts als Betriebssystem für den Elster-Client, also jener Software, die die Daten vom Steuerpflichtigen an die Behörde übermittelt, ausschließlich Windows vorgesehen (die Ironie der Geschichte: die offizielle Elster-Software funktionierte bei einem c't-Test Anfang 2010 unter Windows 7 und Vista nur eingeschränkt). Mittlerweile hat man zwar nachgebessert und eine neue Schnittstelle (Coala, auch Elster 2 genannt) geschaffen, die Finanzämter können allerdings nur sehr wenig darüber abwickeln, glücklicherweise gehört dazu die UStVA.

Vielleicht ist es ja für den einen oder anderen Unternehmer interessant: Mit Taxbird gibt es ein Open Source-Programm, mit dem man dank Elster 2 als Unternehmer seine Umsatzsteuervoranmeldung auch ohne Windows erledigen kann. Das Programm ist klein und hat wenig weitere Funktionen, tut aber sehr zuverlässig, was es soll: nämlich die Daten ans Finanzamt übermitteln.

Man kann übrigens die Umsatzsteuervoranmeldung ohne Authentifizierung vornehmen. Oder mit anderen Worten: Es ist möglich, beliebige Steuerdaten an das Finanzamt zu übertragen, sofern die Steuernummer des Unternehmen bekannt ist. Erst nachdem die Behörden auf dieses eklatante Sicherheitsproblem aufmerksam gemacht worden sind, haben diese nun die Möglichkeit der sicheren Authentifizierung mittels X.509-Zertifikat im Angebot – allerdings optional.

Die Daten zur Umsatzsteuervoranmeldung kommen bei mir aus einer anderen Software. Ich setze die Finanzbuchhaltung LX-Office ein, eine Client-Server-Anwendung inklusive Warenwirtschaft, auf die mit einem normalen Webbrowser zugegriffen wird. Mittlerweile habe ich damit so viel Erfahrung gesammelt, dass ich andere Unternehmen bei der Einführung bzw. der Migration hin zu LX-Office unterstütze. Anscheinend sind einige Anwender propritärer FiBu-Systeme ziemlich unzufrieden und suchen händeringend nach alternativen Lösungen wie LX-Office.

BGH lässt erstmals Softwarepatente zu während Google sich anschickt, den Patentdreck im Videobereich aufzuräumen


Was für eine Koinzidenz. Heise berichtet heute, dass der Bundesgerichtshof in einer neuen Entscheidung einen Weg aufgezeigt hat, Trivialpatente aka Softwarepatente in Deutschland zuzulassen.

Heute am Abend dann die von vielen erhoffte Meldung, dass Google den Videocodec VP8 unter eine Open Source-Lizenz gestellt hat.Videocodoecs sind ein patentverseuchter Bereich; auch wenn man einen komplett neuen Videocodec entwickeln möchte, wird man mit großer Wahrscheinlichkeit irgendwelche Softwarepatente verletzen, von denen man noch nie etwas gehört hat.

Google hat ein existenzielles Interesse an einem »freien« Internet. Und als Betreiber des Videoportals YouTube möchte man sich der lizenzrechtlichen Schranken des Videocodecs H.264 (MPEG 4) entledigen. Damit der freie Codec rasche Verbreitung findet, hat Google das WebM-Projekt gegründet, das schon jetzt unter anderem von Adobe, Mozilla Foundation, Nvidia und Skype unterstützt wird. Bloggern wie auch E-Learning-Anbietern bietet sich auf der anderen Seite erstmals die Möglichkeit, Videos in einem Format anbieten zu können, das keine Lizenzkosten nach sich zieht.

Schöne Meldung für Drupal und die Open Source-Bewegung


Weißes Haus steuert Drupal-Code bei

Weiterlesen bei heise online.

Überraschung: Ning ist nicht mehr kostenlos


Ning ist eine Online-Plattform, auf der mein seinen eigenen Social-Network-Dienst, etwa ein eigenes Mini-Facebook, aufbauen kann. Bisher war es kostenlos, doch das ist Geschichte. Gerade im Educationen-Bereich war Ning sehr populär und dementsprechend groß die Aufregung. Die Suche nach Alternativen hat begonnen, und zum Teil haben einige Communities mit dem Umzug schon begonnen. Es wird interessant sein zu beobachten, wie ein solcher Umzug eines Social Networks tatsächlich funktioniert. Welche Daten können mitgenommen werden, können soziale Beziehungen ex- und importiert werden, verändert sich eine Community durch solch einen Umzug?

TechCrunch zitiert übrigens das Blogpost des Ning-CEOS Jason Rosenthal, mit dem auch die Entlassung von 40% der Belegschaft mitgeteilt werden:

Team,

When I became CEO 30 days ago, I told you I would take a hard look at our business. This process has brought real clarity to what’s working, what’s not, and what we need to do now to make Ning a big success.

My main conclusion is that we need to double down on our premium services business. Our Premium Ning Networks like Friends or Enemies, Linkin Park, Shred or Die, Pickens Plan, and tens of thousands of others both drive 75% of our monthly US traffic, and those Network Creators need and will pay for many more services and features from us.

So, we are going to change our strategy to devote 100% of our resources to building the winning product to capture this big opportunity. We will phase out our free service. Existing free networks will have the opportunity to either convert to paying for premium services, or transition off of Ning. We will judge ourselves by our ability to enable and power Premium Ning Networks at huge scale. And all of our product development capability will be devoted to making paying Network Creators extremely happy.

As a consequence of this change, I have also made the very tough decision to reduce the size of our team from 167 people to 98 people. As hard as this is to do, I am confident that this is the right decision for our company, our business, and our customers. Marc and I will work diligently with everyone affected by this to help them find great opportunities at other companies.

I’ve never seen a more talented and devoted team, and it has been my privilege to get to know and work with each and every one of you over the last 18 months.

We’ll use today to say goodbye to our friends and teammates who will be leaving the company. Tomorrow, I will take you through, in detail, our plans for the next three months and our new focus.

Thanks,
Jason Rosenthal

Zum Ende dann noch meine Mantra: Wichtige Infrastruktur gibt man nicht aus der Hand.

So etwas wie Ning kann man auch wunderbar selbst mit Hilfe von Drupal bauen.

Meinungen zum »Fall Ning«:

Videocodec H.264 und Lizenzen


Im E-Learning hat die Einbettung von Videos ein lange Tradtion, da Werkzeuge wie Director die Erstellung von CBTs mit Videoelementen ermöglichten. Allerdings war Video dann mit dem Wechsel auf WBTs ein Problem. Es fehlten zum Einen die hochkomprimierten Videoformate und und zum Anderen standardisierte Videoplayer. Der RealPlayer stellte die einzige Mehrplattformlösung dar, konnte sich allerdings nicht gegen Microsoft und Apple durchsetzen. Erst 2007 kam es zu einer nennenswerten Verbesserung der Situation, als Adobe den Flash Player in der Version 9.0.115 veröffentlichte. In einer von Adobe als notwendiges Sicherheitsupdate für eine kritische Lücke bezeichneten Aktion hatte es das Unternehmen geschafft, innerhalb von kurzer Zeit einen universellen Videoplayer mit einem H.264-Codec weltweit einzuführen. H.264 (aka MPEG-4 AVC) ist ITU-Standard und das State-of-the-Art Videoformat für hocheffiziente Videokompression.

Das Dumme an H.264 ist nur, dass bei diesem Standard ein Strauß an patentierten Verfahren genutzt werden, die einem Pool von derzeit 26 Unternehmen wie Apple gehören, darunter beispielsweise Fraunhofer, France Télécom, Microsoft, Robort Bosch und Sony. Aus praktischen Gründen übernimmt die Rechteverwaltung dieser Patente eine eigene Organisation, das MPEG LA. Von dort muss man sich eine Lizenz besorgen, wenn man einen H.264-Codec vertreiben will oder wenn man Videos im H.264-Format verbreiten möchte. Allerdings kann man nicht sagen, wie hoch die Lizenzkosten in Zukunft sein werden, denn das MPEG LA entscheidet darüber in verschiedenen Perioden jeweils neu. Die erste Lizenzperiode läuft Januar 2011 aus, ab dann sollten ursprünglich Lizenzkosten für das freie Internet-Streaming anfallen. Aber allem Anschein nach will man sich das Geschäft mit den aufstrebenden Videoportalen nicht gleich mit überzogenen Forderungen verderben. Darum wird es noch bis 2016 im Rahmen einer Ausnahmeregelung möglich sein, freie Internet-Streaming-Angebote lizenzkostenfrei anbieten zu können. Mit diesem Schritt hält man zudem die Open Source-Konkurrenz in Form von Ogg Theora noch bis 2016 auf Abstand.

Allerdings wird Google ebenfalls noch eine wichtige Rolle spielen, denn dort hat man kürzlich den Codec-Hersteller On2 gekauft (On2 hatte den ursprünglichen Codec hinter Ogg Theora entwickelt und später der Open Source-Gemeinde zur Verfügung gestellt). On2 besitzt weitere alternative Codecs, die H.264 ebenbürtig sein sollen. Thomas Richter schreibt dazu auf Telepolis:

Möglich wäre, dass Googles strategischer Kauf dazu dient, nicht nur YouTube von zukünftigen (möglicherweise enormen) Lizenzzahlungen für H.264 zu befreien (oder zumindest bei möglichen Verhandlungen einen starken Hebel zu haben), sondern den Sourcecode von VP6 (bzw. den noch in Entwicklung befindlichen Nachfolgern VP7/VP8) offen zulegen und standardisieren zu lassen. Damit wäre der Weg frei, den Codec ohne Bedenken auf Patentverletzungen oder drohende Lizenzeinzahlungen in die nächste Browsergeneration zu integrieren und damit einen neuen, freien Videostandard im Netz zu schaffen - ganz im Sinne der Firma Google, die als Dienstleister von offenen Standards im Netz nur profitieren kann.

Update: Die Free Software Foundation hat einen offenen Brief an Google geschrieben, in dem das Unternehmen aufgefordert wird, auf Flash und H.264 zu verzichten und statt dessen VP8 als Open Source frei zugeben und das Format bei YouTube zu benutzen (Heise-Meldung).

whitehouse.gov wird jetzt auch von Drupal angetrieben


Hinter der Website des Weißen Hauses werkelt seit einigen Tagen eine Drupal-Installation. Installiert wurde Drupal von dem Start-Up Acquia, hinter der unter anderem Drupal-Erfinder Dries Buytaert steht. Über Acquia lohnt es sich bei Gelegenheit einen eigenen Blogbeitrag zu schreiben, gilt das Unternehmen doch in den U.S.A momentan als eines der ganz heißen Web 2.0-Start-Ups.

Mehr dazu unter anderem bei Huffington Post, t3n, Golem und taz.

We're Linux


Die Linux-Foundation hatte einen Video-Wettbewerb ausgerufen. Thema: »We're Linux«.

Die Resonanz war überwältigend, fast 100 Videos wurden eingericht. Die Werke könnnen sich hier angesehen werden. Die Spannweite ist sehr weit, vom sehr ästhetischen »The Origin« von Augustin Eguia:

… bis zum witzigen »Challanges at the Office« von Ksplice:

And the winner is …

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