informelles lernen

Debatte: Ist informelles Lernen nur eine Modeerscheinung?


Der britische E-Learning-Anbieter Epic veranstaltet auch in diesem Jahr wieder eine E-Learning-Debatte. Die These am 6. Dezember 2010 lautet:

This house believes that technology-based informal learning is more style than substance.

Diese These bietet viel Stoff für eine emotinale Debatte. Als Fürsprecherin wird Dr. Allison Rossett, Professor of Educational Technology at San Diego University, auftreten, als Gegensprecher hat sich kein geringerer als Jay Cross angekündigt.

[via Clive on Learning]

Tony Karrer: Social Learning Tools Should Not be Separate from Enterprise 2.0


Im Web 2.0, dem Social Web, steckt eine Menge Potenzial. Auch für Bildung und Weiterbildung. Nur, wie bindet man das Social Web in die eigene Weiterbildungsstrategie mit ein? Tony Karrer weist darauf hin, dass dieses einbinden wollen genau der falsche Ansatz ist. Anstatt eine Lernplattform anzubieten, auf der das Lernen statt finden soll, wäre es doch viel effektiver, das Lernen im Social Web direkt zu unterstützen. Also Lernen im Firmen-Wiki, Lernen im Sharepoint.

Weiterlesen in Tony Karrers Blog eLearning Technology: Social Learning Tools Should Not be Separate from Enterprise 2.0.

Kollaboratives Lernen in der Erwachsenenbildung


Screenshot Titelfolie

Peter Baumgartner hat einen an der Volkshochschule Meidlingen einen Vortrag vor Projektleitern und Direktoren von Volkshochschulen gehalten und dabei Möglichkeiten und Konsquenzen in der praktischen Arbeit der Erwachsenbildung dargestellt. Vieles aus dem Vortrag wie seine Schlussfolgerungen lassen sich nahtlos auf die betriebliche Weiterbildung übertragen:

  • Die Potenziale des Web 2.0 (Social Software) sind (noch) nicht offensichtlich und für Blended Learning noch weitgehend ungenutzt.
  • Lernen ist überwiegend ein sozialer Prozess und benötigt aktive Teilnahme (Verantwortung) -> Web 2.0 & Social Software nutzen!
  • Produktion von speziellen E-Learning Content ist nicht mehr so extrem wichtig. Inhalte können (auch) in kooperativen (Bildungs)-Situationen (Blended Learning Arrangements) erzeugt werden.
  • Wir müssen neben dem Inhalt auch die Kommunikationsstrukturen gestalten und E-Learning bzw. Blended Learning einbeziehen.

Baumgartner geht davon aus, dass sich die Grenzen zwischen Bildungseinrichtungen und Öffentlichkeit aufweichen werden. Eine Aufweichung der Grenzen zwischen Bildungseinrichtungen wird ja auch von anderen vorausgesagt bzw. gefordert. Ganz praktisch bedeutet dies, dass die inselartigen Portallösungen der Vergangenheit gehören und man statt dessen ein Geschäftsmodell entwickeln muss, dass auf offene Standards wie beispielsweise OpenSocial und OpenMicroBlogging setzt. Denn als Lerner will man sich nicht auf vielen verschiedenen Portalen mit jeweils eigenen sozialen Welten einloggen, man will einfach ein soziales Netz haben, nämlich das eigene.

Weiterlesen:

Nachtrag zur Online Educa: IBM und Web 2.0


Während der Online Educa war ich bei einem lockeren Roundtable der IBM zum Thema »Lernen 2.0 - Motivation und Kreativität mit Social Software«. Die IBM ist ja im Grunde eines der großen Vorzeigeunternehmen mit einer echten Web 2.0-Strategie. Selbst als Berater unterwegs war ich natürlich neugierig, was »Big Blue« seinen Klienten empfiehlt.

Konkret gesprochen haben wir über zwei Projekte: ONLIFE in Brandenburg (Online-Lehrkräftezusammenarbeit zur Förderung der Individualisierung des Lehrens und Lernens an Schulen) und Collaboration@Rheinmetall, bei dem unter anderem Blogs für den Schichtwechsel in der Produktion eingesetzt werden (die Idee hatte Stephan auch schon mal). Während der Gesprächen hatte ich das Gefühl, dass auch eine IBM viel Überzeugungsarbeit für den erfolgreichen Einsatz von Social Software und der Etablierung von informellen Lernprozessen leisten muss…

»Kill all Trainings«


Am Mittwoch war ich Teilnehmer der Unconference on How Wikis, Blogs and Social Networks etc. Are Boosting Staff Learning and Development. Das Zitat »Kill all Trainings« viel dabei von Nick Shackleton-Jones, der in einem sehr kurzweiligen Impulsreferat über die Weiterbildungsstrategie der BBC berichtete.

Eine Umfrage über informelles Lernen und Web 2.0 in der Weiterbildung


Jay Cross:

Please help me spread the word on this. The deadline is looming, and I’d like to see a thousand more responses.

Es ist eine webbasierte Umfrage, die in wenigen Minuten durchgeführt ist. Jeder der mag kann mitmachen und seine Erfahrungen dort einbringen:

Take the survey on Informal and Web 2.0 Learning Practices.

  • Three minutes to complete
  • Anonymous
  • Free
  • Survey closes in two weeks
  • Participants will receive results

Die Ergebnisse will man auf der LearnX in Melboure vorstellen.

Weiterlesen im Informal Learning Blog: Survey on Informal & Web 2.0 Learning Practices.

Innovationskreises Weiterbildung veröffentlicht Empfehlungen


Für die Zugfahr zur CeBIT habe ich mir gerade die Empfehlungen des Innovationskreises Weiterbildung für eine Strategie zur Gestaltung des lernens im Lebenslauf heruntergeladen. Ich hatte wegen dieser ProjektbeschreibungVerknüpfung formalen und informellen Lernens«) ein paar gewichtige Aussagen zum informellen Lernen erwartet, aber beim ersten Querlesen (und der Suchfunktion) habe ich nicht sonderlich viel entdeckt.

Informationen zum informellen Lernen im SCOPE-Ning-Netzwerk


Gerade höre ich ein sehr interessantes Interview mit Matthias Rohs zum Thema informelles Lernen und meine Frau fragt aus dem Hintergrund, ob sie den Link dazu in meinem Blog findet. Jetzt ja ;-)

Das Interview wurde von Lutz Berger durchgeführt, der zusammen mit Ulrike Reinhard die SCOPE-Konferenzen organisiert. In ihrem Ning-Netzwerk haben die zwei schon eine große Menge an Informationen rund ums Thema Lernen gesammelt. Ich durfte netter Weise auch schon ein paar Worte zum informellen Lernen verlieren.

Informelles Lernen im Eckdatenbericht »Weiterbildungsbeteiligung in Deutschland«


Ich blätterescrolle gerade in dem Eckdatenbericht »Weiterbildungsbeteiligung in Deutschland« des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Michael Kerres hat dazu einen interessanten Kommentar gebloggt.

Ich finde die im Bericht verwendete Vorstellung des informellen Lernens etwas verwirrend (Übersicht 1, Seite 9):

13 arbeitsplatznahe Formen der Unterweisung oder des Selbstlernens – nicht Kurse

Und auf Seite 17 in der Abbildung 5 dann diese 13 Formen:

  • Lernen durch Beobachten, Ausprobieren
  • Lesen berufsbezogener Fachliteratur
  • Unterweisung, Anlernen am Arbeitsplatz durch Kollegen
  • Unterweisung, Anlernen am Arbeitsplatz durch Vorgesetzte
  • Berufsbezogener Besuch von Fachmessen / Kongressen
  • Unterweisung, Anlernen durch außerbetriebliche Personen
  • Computergestützte Selbstlernprogramme usw.
  • Betrieblich organisierte Fachbesuche in anderen Abteilungen
  • Lernangebote u.ä. im Internet am Arbeitsplatz
  • Qualitäts-, Werkstattzirkel, Beteiligungsgruppen
  • Supervision am Arbeitsplatz oder Coaching
  • Systematischer Arbeitspatzwechsel (z.B. Job-Rotation)
  • Austauschprogramme mit anderen Firmen

Zum Vergleich was Dohmen zum informellen Lernen geschrieben hat:

Das reicht von der Charakterisierung als ungeplantes, beiläufiges, implizites und oft auch unbewusstes Lernen über die Bezeichnung für alle von den Lernenden selbst ohne Bildungs-Unterstützung entwickelten Lernaktivitäten bis zur Gleichsetzung mit dem „non-formal learning“ d. h. der Bezeichnung für alles außerhalb des formalen Bildungssystems (bewusst oder unbewusst) praktizierte Lernen." (Quelle: Dohmen, S. 18)

Wikis, RSS und andere Dinge in Unternehmen


Das Jahr beginnt mit einem Haufen Arbeit. Was ja nicht schlecht ist. Unter anderem hatten wir am 17. Januar unseren Kunden-Workshop zum Thema »Wikis in Unternehmen einführen«. Diesmal war auch ein lieber Bloggerkollege mit dabei: Stephan List, der das Blog Interessante Zeiten und das Toolblog betreibt. Stephan hat mich mit seinen Überlegungen zu unserem Wiki-Workshop dazu hingerissen, nochmal selbst ein paar Gedanken um das Thema Wikis in Unternehmen kreisen zu lassen.

E-Learning im Allgemeinen kann gerade dann seine Vorteile im Unternehmensalltag ausspielen, wenn den Mitarbeitern gewisse Freiheitsgrade im Arbeitsalltag ermöglicht werden. Und das gilt noch viel mehr für die Gestaltung von informellen Lernprozessen, beispielsweise mit Hilfe von Social Software. Allerdings lässt sich so etwas nicht über Nacht und auch nicht auf Knopfdruck realisieren. Wede auf struktureller noch auf menschlicher Ebene (das ist schließlich der Grund, warum es Menschen wie mich gibt, die Unternehmen in diesen Dingen unterstützen).

Was man als Blogger, Early Adopter, Information Worker oder begeisterter Onliner auf jeden Fall nicht übersehen sollte: Außerhalb des eigenen Elfenbeinturms haben die Menschen in Unternehmen durchaus etwas besseres zu tun, als neueste Anwendungen, Dienste und sozialen Netzwerke auszuprobieren. RSS ist auch nur einem Bruchteil der Studenten auf StudiVZ ein Begriff. In Unternehmen sieht es damit selbstverständlich nicht anders.

Die Diskussion um RSS hat mich auf die Idee gebracht, eine neue Umfrage zu starten: RSS in Unternehmen. Die Umfrage ist auch über das rechte Menü hier auf tschlotfeldt.de erreichbar.

Inhalt abgleichen