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Google Knol: Der Periodika-Killer?


Letzten Dezember hatte ich mich gefragt, wozu Google Knol denn eigentlich gut sein soll. Knol ist gern in Konkurrenz zur Wikipedia gesetzt worden. Dem ist mitnichten so, denn das kollaborative Arbeiten wird mit Googles neuer Plattform gar nicht ermöglicht. Knol ist kein Wiki und keine Konkurrenz zu Wikipedia. Ich sehe in Google Knol viel eher eine nicht ungefährliche Konkurrenz für die wissenschaftlichen Verlage mit ihren Periodika. Knol bietet nämlich genau das, was Wissenschaftsjournale bieten:

  • Autoren-Orientierung
  • Peer-Review
  • Reputation

Und zwar kostenlos. Und zu einer offenen Lizenz (wenn man mal die Problematik der Doppellizenzierung, mit der sich Google besondere Freiheiten herausnimmt, außen vor lässt).

Wenn sich das in den U.S.A durchsetzen sollte kommen auf die Wissenschaftsverlage schwere Zeiten zu.

Weiterlesen:

Google Docs räumt sich großzügige Lizenz ein


Gründe, warum man in seiner Wissensarbeit auf Google Docs verzichten sollte, stehen in den dortigen AGBs:

  • 11. Von Ihnen gewährte Lizenz für Inhalte
    • 11.1 Ihre Urheberrechte sowie alle anderen Rechte, die Sie bezüglich der von Ihnen in den oder über die Services übermittelten, eingestellten oder dargestellten Inhalte innehaben, verbleiben bei Ihnen. Durch Übermittlung, Einstellung oder Darstellung der Inhalte gewähren Sie Google eine dauerhafte, unwiderrufliche, weltweite, kostenlose und nicht exklusive Lizenz zur Reproduktion, Anpassung, Modifikation, Übersetzung, Veröffentlichung, öffentlichen Wiedergabe oder öffentlichen Zugänglichmachung und Verbreitung der von Ihnen in oder durch die Services übermittelten, eingestellten oder dargestellten Inhalte. Diese Lizenz dient ausschließlich dem Zweck, Google in die Lage zu versetzen, die Services darzustellen, zu verbreiten und zu bewerben; sie kann für bestimmte Services, wie in den Zusatzbedingungen für die entsprechenden Services festgelegt, widerrufen werden.
    • 11.2 Sie stimmen zu, dass diese Lizenz Google auch das Recht einräumt, entsprechende Inhalte anderen Gesellschaften, Organisationen oder Personen, mit denen Google vertragliche Beziehungen über die gemeinsame Erbringung von Diensten unterhält, zugänglich zu machen und die Inhalte im Zusammenhang mit der Erbringung entsprechender Dienste zu nutzen.
    • 11.3 Ihnen ist bekannt, dass Google bei der Durchführung der für die Bereitstellung der Services an unsere Nutzer erforderlichen technischen Schritte (a) Ihre Inhalte über verschiedene öffentliche Netzwerke und in unterschiedlichen Medien übermitteln oder verbreiten kann; und (b) an Ihren Inhalten Änderungen vornehmen kann, die in Anpassung an die entsprechenden verbindenden Netzwerke, Geräte, Dienste oder Medien erforderlich sind. Sie sind damit einverstanden, dass diese Lizenz Google zur Vornahme entsprechender Handlungen ermächtigt.
    • 11.4 Sie bestätigen und gewährleisten gegenüber Google, dass Sie über sämtliche zur Gewährung der oben beschriebenen Lizenz erforderlichen Rechte, Vollmachten und Befugnisse verfügen.

Die Intention dieses Passus mag ja ein ganz anderer sein. De jur ist es aber eine Blankolizenz und damit ein unbeschränktes Verwertungsrecht an allen Inhalten, die in Google Docs erstellt oder dort eingefügt werden.

Weiterlesen bei KoopTech: "GoogleDocs owns you!"

Google Knol: Wozu?


Screenshot Google Knol

Ich habe gerade ein Problem. Ich erkenne nicht den Mehrwert, den mir Google mit der Idee zu Knol geben will. Ich erkenne schon, dass Google ein weiteres cooles Werkzeug anbieten wird, mit dem das Online zur Verfügung stellen noch ein wenig leichter wird. Mit netten Verknüpfungen zu den ganzen anderen Google-Tools. Aber jetzt frage ich mich, welchen Grund ich haben sollte, auf Knol meine Inhalte zu erstellen und zu publizieren? Welchen Vorteil habe ich davon?

Knol ist mitnichten eine Wikipedia-Konkurrenz. Wikipedia lebt vom Wiki-Prinzip, und das bedeutet: Jeder ist eingeladen, seinen Input in die Beiträge mit einzugeben. Bei Knol dagegen geht es um den Autor: Für jeden einzelnen Artikel zeichnet sich ein Autor verantwortlich. Er schreibt ihn allein. Es ist möglich, das andere den Beitrag kommentieren und bewerten. Und es wird die Möglichkeit eines Peer-Reviews geboten.

Damit wird dann auch klar, welchen Nutzen dieser Dienst bringen kann: Eine Plattform für die eigene Eitelkeit, wie Frank Patalong auf Spiegel Online schreibt. Und vielleicht treibt Google damit einen ersten Pflock in den Claim der Wissenschaftspublikationen. Die tradierten Verlage meiden das partizipatorische Web wie der Teufel das Weihwasser und die Open-Access-Initiative dümpelt immer noch naher der Bedeutungslosigkeit. Der Drang zum Online-Publizieren ist aber vorhanden und genau dort könnte Google Knol seinen Erfolg finden.

Weiterlesen:

Gibt es ein Leben ohne Google?


Darüber scheinen gerade einige Blogger nachzudenken. Google »korrigiert« nämlich derzeit seinen Such- und Bewertungsalgorithmus, an Hand deren jene Webseiten angezeigt werden, die für die eingegebenen Suchwörter als relevant eingeschätzt werden. Dieses Verfahren, das auch unter dem Begriff PageRank bekannt geworden ist, hat Google groß gemacht. Denn die Suche mit diesen Suchalgorithmen funktioniert bei Google wunderbar. Oder besser: es hat wunderbar funktioniert.

Seit dem es Suchmaschinen gibt, gibt es auch Suchmaschinenoptimierer (neudeutsch SEO), deren Dienstleistung es ist, Webseiten bei Suchmaschinen eine möglichst hohe Relevanz zu verleihen, so dass diese möglich oft und möglichst weit oben auf der Trefferliste erscheinen. Zudem hat sich ein schwunghafter Link-Handel etabliert, indem Webseiten zum Beispiel Geld dafür bezahlen, dass auf die eigene Seite verlinkt wird. Eine weitere Spielart mit der Währung PageRank sind bezahlte Textbeiträge, wie sie beispielsweise das Vermarktungsnetzwerk trigami vermittelt.

So etwas hat für Suchmaschinen den unangenehmen Effekt, dass deren Suchergebnisse »verfälscht« werden. Google hat deswegen damit begonnen, den PageRank von Websites zu »korrigieren«, die sich an Netzwerken für bezahlte Textbeiträge oder Link-Austausche beteiligt haben. Das wiederum hat ganz handfeste Nachteile für diese Websites: es wird weniger Geld verdient, da weniger Besucher über Google kommen.

Die Begeisterung über Googles Aktion hält sich dort dann auch in Grenzen. Von »Abstrafung« zu sprechen halte ich aber doch für ein wenig überzogen. Google ist so populär, weil es eine gute Suchmaschine ist, die auf Suchanfragen inhaltlich relevante Suchergebnisse liefert. Sobald das nicht mehr der Fall wäre, wäre Google seine Nutzer los.

Weiterleisen:

Google loves Jaiku


Das Web 2.0-Monopoly geht weiter: Google kauft Jaiku.

Mmh, mal sehen wie das weitergeht. Damit könnte Jaiku ein wichtiges Feature erhalten, das ich bisher nur bei Twitter finde: Jabber. Twittern kann ich damit nämlich gemütlich über meinen Jabber-Client. Das ist so ausgesprochen praktisch, dass ich meinen Jaiku-Account sträflich vernachlässigt habe.

Ich bin übrigens bei beiden Diensten unter dem Namen tschlotfeldt zu finden (Twitter, Jaiku).

P.S.: Gehört habe ich davon (natürlich) via Twitter.

Update: Okay, okay. Da ist etwas komplett an mir vorbeigegangen: Jaiku kann seit Ende August jabbern. Klasse!

Probleme mit Google Mail


Ich beantworte gerade eine E-Mail und habe dabei ein ungutes Gefühl. Ich schreibe nämlich an jemandem mit einem Konto bei Google Mail. Ich merke, dass ich damit ein Problem habe, da meine E-Mail – schwuppdiwupp – den Geschäftsbedingungen von Google unterworfen sind, ohne dass ich mich damit einverstanden erklärt habe.

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