Die ganze prächtige Inszenierung konnte nicht verbergen, dass diese neue Bundesregierung mit dem Internet nichts anfangen kann, nichts anfangen will und ihre IT-Souffleusen nur auf Förderknete scharf sind. Den Höhepunkt dieser Schleicherei lieferte natürlich Bitkom-Chef August-Wilhelm Scheer, als er unter Applaus darauf hinwies, dass Apples iPhone (wegen der MP3-Kompression) und Apples iTunes (wegen der benutzten SAP-Technologie) auf deutscher Wertarbeit beruhen. Was ist denn in die Wicken gegangen, dass keine deutsche Firma bei dieser brillanten Basis einen Verkaufsschlager wie das iPhone entwickelte? Das letzte Glanzstück war die Minidisk von Telefunken, die gegen die Compact Disc den Kürzeren zog.
förderprogramm
Nochmal IT-Gipfel
Verfasst von Tim Schlotfeldt am So, 2009-12-13 19:16- Neuen Kommentar schreiben
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4. IT-Gipfel
Verfasst von Tim Schlotfeldt am Fr, 2009-12-11 01:03- Neuen Kommentar schreiben
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An einem Ort mit schlechter Internetanbindung habe ich gerade mrtopf.de zum 4. IT-Gipfel gelesen: Wer IKT sagt, hat schon verloren. Dabei fiel mir das letzte Interview von Transparency International-Gründer Peter Eigen in der Frankfurter Rundschau ein:
In Kenia ist mir aufgefallen, wie sehr die Korruption die Politik dieser Länder verzerrt. Verwirklicht werden da oft gerade die schlechten Projekte – teure Großprojekte und nicht die kleineren Projekte, die viel umwelt- und sozialverträglicher sind.
taz: Projektdokumentation vs. Public Relations
Verfasst von Tim Schlotfeldt am Mo, 2009-01-12 19:21- Neuen Kommentar schreiben
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Beim Lesen des taz-Artikels »Wie PR-Strategen Themen plazieren: Die getarnten Zulieferer« musste ich doch schon ziemlich schmunzeln, da mich das geschriebene ein wenig an die vielen mit öffentlichen Geldern geförderten E-Learning-Projekte erinnert hat. Als Blogger wird man übrigens ebenfalls ganz automatisch mit Informationen zu den unterschiedlichsten Produkten gefüttert, zum Beispiel ging eben erst eine Anfrage von einer PR-Agentur bei mir ein, ob ich nicht mehr Infos zu einer bestimmten Projektmanagement-Software erhalten möchte, vermutlich, weil jemand bei Technorati unter Projekt-Management nachgesehen hat, wer denn so zum Thema bloggt.
Morgen in der taz: »Die Angst vor dem User«
Verfasst von Tim Schlotfeldt am Mi, 2008-11-19 22:54- 2 Kommentare
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Markus Beckedahl, der unter anderem hinter netzpolitik.org steht, hat einen Kommentar und leidenschaftlichen Appel zum morgen stattfindenden »IT-Gipfel« der Bunderegierung mit Vertretern der IT-Wirtschaft und ausgewählten Wissenschaftlern verfasst, der morgen in der taz erscheint:
Der IT-Gipfel zeigt, wie die Bundesregierung das Thema Netzpolitik versteht - rein standortpolitisch, nach dem Modell der alten Deutschland-AG. So präsentiert die Regierung dort gerne Großprojekte, die in Zusammenarbeit mit der IT-Wirtschaft entstanden sind, deren gesellschaftliche Auswirkungen aber selten untersucht werden. Hinzu kommen Themen, die zeigen, dass bei vielen Politikern immer noch die Angst die Agenda bestimmt - die Angst vor Jugendlichen, die neugierig im Netz unterwegs sind; vor Terroristen und Pädophilen, die hier angeblich einen sicheren Rückzugsort haben (aber auch noch nie so gut aufzuspüren waren); vor neuen Unterhaltungsformen, die als "Killerspiele" diskreditiert werden; und ganz generell vor dem Neuen, dem Unbekannten, dem Netz.
Update: Rechtzeitig hat sich auch unsere Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (»Bundesmutti«) zu Wort gemeldet: Sie will Kinderpornographie im Internet verbinden. Ist ja auch nichts gegen zu sagen. Nur: Kinderpornographie ist schon längst verboten. Was soll das also? Was von der Leyen eigentlich sagen wollte kommt im nächsten Satz: »Wir schließen die Datenautobahn der Kinderpornografie. Das BKA erstellt Listen der kinderpornografischen Websites. Jetzt sollen die Zugangsanbieter gesetzlich verpflichtet werden, die Listen zu beachten und solche Websites unverzüglich zu schließen.«. Sie will also einen Internetfilter, Arcor, 1 & 1, Telekom und all die anderen Provider sollen bestimmte, vom BKA zu definierende Bereiche des Internets für Ihre Kunden sperren. Da blickt sie durch, die Angst vor dem User.
Im Vergleich hat Deutschland wenige technologieorientierte Start-Ups
Verfasst von Tim Schlotfeldt am Mi, 2007-11-28 14:53- Neuen Kommentar schreiben
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Deloitte hat eine Liste der 500 am schnellsten wachsenden Technologiefirmen aus Europa, dem Mittleren Osten und Afrika (EMEA) zusammengestellt. Dabei schneidet Deutschland nicht sehr gut ab, wie Wolfgang Sommergut schreibt:
Israel ist nicht das einzige kleine Land, das vorne mitspielt. Vor Deutschland rangieren Schweden (50) und Holland (61). Die Liste wird angeführt von Großbritannien und Frankreich. Deutschland als größte Wirtschaftsmacht im EMEA-Raum und nach Russland das bevölkerungsreichste Land (sieht man von den afrikanischen Staaten ab, die keine Rolle spielen), erreicht knapp mehr als die Hälfte des Spitzenreiters.
Wolfgang tippt als Ursache für diese schlechte Plazierung auf unser Bildungssystem. Ich bin mir da nicht so sicher. Die Förderpolitik dürfte eine wichtige Rolle spielen. Hierzulande wird ja eher auf Großprojekte und Großunternehmen gesetzt anstatt auf den Aufbau einer Vielzahl kleiner Innovationstreiber (darüber schrieb ich schon mal hier). Und die Förderung einer notwendigen »Gründer-Kultur« fehlt mir auch.
Förderung und Leuchtturmprojekte
Verfasst von Tim Schlotfeldt am Fr, 2007-07-20 13:40- Neuen Kommentar schreiben
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Durch meinen Beitrag zum Theme Web 2.0 und Förderung habe ich noch ein wenig über das Thema Förderung nachdenken müssen. Mit einer Förderung will der Staat Entwicklungen in den verschiedensten Bereichen vorantreiben. Dabei kann man natürlich nicht vorhersagen, welche Förderung tatsächlich sinnvoll sein wird. Das ist so wie mit dem Marketing. Man weiß zwar, dass 50% des Budgets zum Fenster hinausgeworfen sind, man weiß aber nicht welche Hälfte das ist.
Staatliche Förderung kann man auch als einen Markt betrachten. Da gibt es dann vom Staat die Nachfrage nach förderungswürdigen Projekten. Dort, wo die Nachfrage ist, entstehen entsprechende Angebote. Nur wenige der geförderten Projekte werden erst konzipiert und anschließend wird geschaut, ob man eine Förderung bekommt. Vielmehr ist es so, dass Institutionen und Unternehmen Experten beschäftigen, die Fördertöpfe und Vergabekriterien gut kennen und so Projekte mit einem hohen Förderpotenzial konzipieren. Das ist erstmal okay, solange man nicht eine große Zahl an Projekten erwartet, die nach Ablauf der Förderung erfolgreich weiterbestehen. Die Entstehung neuer Geschäftsmodelle, neuer Unternehmen oder Gründertypen wird man damit aber nicht verwirklichen können.
Staatliche Förderung hat manchmal auch noch einen anderen Zweck: Geldmittel an bestimmte Organisationen weitergeben. Man kann dann schön darüber streiten, wieviel von beispielsweise 120 Millionen Euro Beihilfe tatsächlich Technologieförderung und wieviel finanzielle Unterstützung für beteiligte Unternehmen und Institutionen sind.
Web 2.0, Bildung und staatliche Förderung - geht das zusammen?
Verfasst von Tim Schlotfeldt am Mi, 2007-07-18 18:07- Neuen Kommentar schreiben
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Interessant sind die Beiträge von Jan Schmidt und Jochen Robes über den Bericht der Expertenkommission Bildung mit neuen Medien: »Web 2.0: Strategievorschläge zur Stärkung von Bildung und Innovation in Deutschland«. Als ich vom Thema zum ersten mal gelesen hatte, musste ich ja fast ausrufen: »Oxymoron! Oxymoron!«
Web 2.0, dass ist nicht einfach das Mitmach-Web. Das ist eher eine Graswurzelbwegung, in ihrer Bedeutung viel mehr mit Gutenbergs Buchdruck vergleichbar. Hier werden tradierte Informations- und Machtstrukturen einfach aufgelöst. Die braucht niemand mehr. Darum stelle ich mir auch eine klassische, hierarchiegebundene Förderung nicht sehr erfolgreich vor.
Aus dem Bericht der Expertenkommission:
Es geht nicht mehr um bloßes Konsumieren von Information, sondern um aktive Gestaltung von Inhalten, um Kommunikation, um gemeinsames Arbeiten und um soziale Interaktion in Gemeinschaften. Dies führt zu partizipativen Nutzungsformen, die aber auf Seiten der Nutzer besondere Autonomie und Mitbestimmung voraussetzen.
Spannend wird es zu sehen, wie Politik und Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung mit diesem neuen System klar kommen und klar kommen wollen. Es wird sicherlich nichts bringen, den T-Systems, Siemens und SAPs dieser Republik weitere Millionen in die Hand zu geben um Leuchtturmprojekte à la Quaero, Theseus oder Toll Collect aus dem Boden zu stampfen. Was gefragt ist, ist die Menschen zu Kreativität und Selbständigkeit zu ermuntern und sie Dinge ausprobieren zu lassen.
Ach ja, und im Bildungsbereich können wir jetzt mal ernsthaft über die Anerkennung von informellen Bildungsprozessen nachdenken. Denn sonst ist das ganze Web 2.0 im Bildungsbereich ziemlich sinnlos.
Weiterlesen, auch die spannenden Kommentare:
Recherchearbeit
Verfasst von Tim Schlotfeldt am Di, 2007-06-05 15:50- Neuen Kommentar schreiben
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In einem ersten Schritt wurde mit einer Umfrage unter 32 in Nordrhein-Westfalen ansässigen Organisationen [...] die Anforderungen an die künftigen Weiterbildungsangebote ermittelt. Demnach verfügen etwa 75 Prozent der befragten Unternehmen über eigene Mitarbeiter, welche sich hauptsächlich mit der Wartung und Betreuung der IT Systeme befassen. Etwa 50 Prozent beschäftigen Mitarbeiter mit dem Aufgabenschwerpunkt IT-Sicherheit, ebenfalls etwa 50 Prozent der Teilnehmer vertrauen bei der Betreuung ihrer Informationstechnik teilweise oder vollständig auf externe Dienstleister.
Das war die Grundlage für ein neues, aus öffentlichen Geldern finanziertes E-Learning-Projekt. Auch der Rest der Pressemitteilung liest sich nicht so, als ob »Academia for the Masses - A4M« über den Förderungszeitraum hinaus bestehen bleiben soll.
Weiterlesen bei media|NRW: Innovative Weiterbildung am Arbeitsplatz. E-Learning Plattform soll KMU nach vorne bringen.
Geschäftsmodell für Open Source im Bildungsbereich?
Verfasst von Tim Schlotfeldt am Mo, 2007-03-12 18:57- Neuen Kommentar schreiben
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ELGG als Businessmodell ist gescheitert. Dave Tosh, der hinter dem ELGG-Projekt steht, hat dieses Scheitern in einem (leider nicht öffentlichen) Beitrag beschrieben. Natürlich ist Dave enttäuscht und sucht nach Gründen. Einen dieser Gründe sieht er in Open Source:
Having worked on a true open source project for more than three years I am now more convinced than ever that the open source model does not work.
Vieles von dem, was Dave Tosh geschrieben hat, wird von Stephen Downes entkräftet. Aber natürlich hat auch Stephen kein Patentrezept parat, wie man ein erfolgreiches Geschäftsmodell auf Open Source gründen kann. Aber es gibt auf der Welt auch nur ganz wenige Menschen, die ein Patentrezept für Geschäftsmodelle irgend einer Art haben.
Pontydydgu sucht Partner für E-Learning-Projekte
Verfasst von Tim Schlotfeldt am Mo, 2007-01-15 15:58- Neuen Kommentar schreiben
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Graham Attwell hat eine Liste von Projekten veröffentlicht, an denen er und seine Kollegen von Pontydydgu gerne arbeiten würden. Ich mag ja diese Offenheit und wer weiß, vielleicht findet hier ja jemand Interesse an einem der Projekte:
Usually organisations keep their project ideas secret. But in the sprit of Web 2.0 and in a conviction that collaboration lies at the heart of innovation and development I am sharing the list of ideas for projects that we are currently thinking on.
If you are interested with collaborating with us on any of these ideas please do get in touch.
- Open Content. This would be a proposal for developing a community of practice around the production of Open Content involving four or five clusters of vocational schools in Europe.
- Ebloggers Europa. This would be a proposal to extend the work of Edubloggers in the UK to establish a European Community.
- Virtual exchange. This project would invlove the development of an immersive environment for virtual exchange visits.
- Social citizenship. This project would utilise immersive environments for learning about citizenship.
- Supporting open content and open source software in education
- Migration in Europe.
- Developing communities of practice. This would focus on the use of ICT to support distributed communities of practice.
- Culture and the use of ICT. This would look at the cultural issues involved in the adoption,development and (re) use of open content.
- Quality and open content - developing a distributed metadata approach to quality issues with open content.
- Peer assessment. developing systems and practice in peer assessment
- Personal Learning environments. Developing and piloting the use of Personal Leng environments in education and training.
Weiteresen bei Graham Attwell: e-Bidding 2.0.


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