Die ganze prächtige Inszenierung konnte nicht verbergen, dass diese neue Bundesregierung mit dem Internet nichts anfangen kann, nichts anfangen will und ihre IT-Souffleusen nur auf Förderknete scharf sind. Den Höhepunkt dieser Schleicherei lieferte natürlich Bitkom-Chef August-Wilhelm Scheer, als er unter Applaus darauf hinwies, dass Apples iPhone (wegen der MP3-Kompression) und Apples iTunes (wegen der benutzten SAP-Technologie) auf deutscher Wertarbeit beruhen. Was ist denn in die Wicken gegangen, dass keine deutsche Firma bei dieser brillanten Basis einen Verkaufsschlager wie das iPhone entwickelte? Das letzte Glanzstück war die Minidisk von Telefunken, die gegen die Compact Disc den Kürzeren zog.
fördermittel
Nochmal IT-Gipfel
Verfasst von Tim Schlotfeldt am So, 2009-12-13 19:16- Neuen Kommentar schreiben
- 1447 Aufrufe
4. IT-Gipfel
Verfasst von Tim Schlotfeldt am Fr, 2009-12-11 01:03- Neuen Kommentar schreiben
- 2982 Aufrufe
- 1 Trackback
An einem Ort mit schlechter Internetanbindung habe ich gerade mrtopf.de zum 4. IT-Gipfel gelesen: Wer IKT sagt, hat schon verloren. Dabei fiel mir das letzte Interview von Transparency International-Gründer Peter Eigen in der Frankfurter Rundschau ein:
In Kenia ist mir aufgefallen, wie sehr die Korruption die Politik dieser Länder verzerrt. Verwirklicht werden da oft gerade die schlechten Projekte – teure Großprojekte und nicht die kleineren Projekte, die viel umwelt- und sozialverträglicher sind.
»Control freaks don't get it: the web works best in a free-for-all«
Verfasst von Tim Schlotfeldt am Di, 2009-05-26 15:05- Neuen Kommentar schreiben
- 2094 Aufrufe
Marcel Weiss hat in seinem Blogbeitrag Gedankenexperimente: Offenheit vs. Kontrolle auf einen Artikel von John Naughton im Guardian aufmerksam gemacht. Unter der Überschrift Control freaks don't get it: the web works best in a free-for-all führt er mit zwei wunderbaren Gedankenspielen von James Boyle die Regulierungswünsche für das Internet ad absurdum (und nebenbei auch ein wenig die Fördermittelpolitik). Die Gedankenspiele stammen aus James Boyles Vorlesungen, einem Jura-Professor und einer der Mitgründer von Creative Commons und Science Commons:
1. Stell dir vor, du bist in den frühen Neunzigern. Das Potential elektronischer Netzwerke wird mittlerweile einigen klar. Jetzt hat man zwei Möglichkeiten zur flächendeckenden Implementierung: Die erste Variante ist eine Version des französischen Minitel-Systems: von der Regierung kontrollierte Terminals in jeder Wohnung, auf welchen Informationen und Services von ausgesuchten Anbietern erscheinen (Nachrichten von ARD und SPON, Shopping über Quelle und OTTO, etc.). Die andere Variante ist ein Publikationssystem, in dem jeder ohne vorherige Kontrolle alles veröffentlichen kann. Die Frage: Für welche Variante hättest du dich entschieden?
2. Die Aufgabe lautet, die erste globale Enzyklopädie der Welt zu erschaffen. Der erste Vorschlag ist, eine große Unternehmung zu erschaffen, welche als erstes einen Herausgeberrat aus den größten Denkern der Welt bestimmt. Anschließend werden erfahrene Redakteure eingestellt, welche um Artikel von respektierten Autoritäten in deren jeweiligen Themengebieten bitten. Die eingereichten Artikel werden rigoros auf Fakten und Vollständigkeit geprüft, bevor sie veröffentlicht werden. Die Publikation wird alle fünf Jahre aktualisiert. Die Alternative kommt von einem Typ, der vorschlägt: “Wir sollten eine Website online stellen und jeden einladen, dafür zu schreiben.” Wieder die Frage: Für welche Variante hättest du dich entschieden?
(Übersetzung von Marcel Weiss)
taz: Projektdokumentation vs. Public Relations
Verfasst von Tim Schlotfeldt am Mo, 2009-01-12 19:21- Neuen Kommentar schreiben
- 2315 Aufrufe
Beim Lesen des taz-Artikels »Wie PR-Strategen Themen plazieren: Die getarnten Zulieferer« musste ich doch schon ziemlich schmunzeln, da mich das geschriebene ein wenig an die vielen mit öffentlichen Geldern geförderten E-Learning-Projekte erinnert hat. Als Blogger wird man übrigens ebenfalls ganz automatisch mit Informationen zu den unterschiedlichsten Produkten gefüttert, zum Beispiel ging eben erst eine Anfrage von einer PR-Agentur bei mir ein, ob ich nicht mehr Infos zu einer bestimmten Projektmanagement-Software erhalten möchte, vermutlich, weil jemand bei Technorati unter Projekt-Management nachgesehen hat, wer denn so zum Thema bloggt.
Im Vergleich hat Deutschland wenige technologieorientierte Start-Ups
Verfasst von Tim Schlotfeldt am Mi, 2007-11-28 14:53- Neuen Kommentar schreiben
- 2514 Aufrufe
Deloitte hat eine Liste der 500 am schnellsten wachsenden Technologiefirmen aus Europa, dem Mittleren Osten und Afrika (EMEA) zusammengestellt. Dabei schneidet Deutschland nicht sehr gut ab, wie Wolfgang Sommergut schreibt:
Israel ist nicht das einzige kleine Land, das vorne mitspielt. Vor Deutschland rangieren Schweden (50) und Holland (61). Die Liste wird angeführt von Großbritannien und Frankreich. Deutschland als größte Wirtschaftsmacht im EMEA-Raum und nach Russland das bevölkerungsreichste Land (sieht man von den afrikanischen Staaten ab, die keine Rolle spielen), erreicht knapp mehr als die Hälfte des Spitzenreiters.
Wolfgang tippt als Ursache für diese schlechte Plazierung auf unser Bildungssystem. Ich bin mir da nicht so sicher. Die Förderpolitik dürfte eine wichtige Rolle spielen. Hierzulande wird ja eher auf Großprojekte und Großunternehmen gesetzt anstatt auf den Aufbau einer Vielzahl kleiner Innovationstreiber (darüber schrieb ich schon mal hier). Und die Förderung einer notwendigen »Gründer-Kultur« fehlt mir auch.
Kleine Spitze gegen Fraunhofer
Verfasst von Tim Schlotfeldt am Mo, 2007-06-18 22:55- 4 Kommentare
- 2860 Aufrufe
Ist das eigentlich ehrenrührig, wenn man sagt, daß die Fraunhofer-Gesellschaft Deutschlands Halliburton ist?
Recherchearbeit
Verfasst von Tim Schlotfeldt am Di, 2007-06-05 15:50- Neuen Kommentar schreiben
- 3598 Aufrufe
In einem ersten Schritt wurde mit einer Umfrage unter 32 in Nordrhein-Westfalen ansässigen Organisationen [...] die Anforderungen an die künftigen Weiterbildungsangebote ermittelt. Demnach verfügen etwa 75 Prozent der befragten Unternehmen über eigene Mitarbeiter, welche sich hauptsächlich mit der Wartung und Betreuung der IT Systeme befassen. Etwa 50 Prozent beschäftigen Mitarbeiter mit dem Aufgabenschwerpunkt IT-Sicherheit, ebenfalls etwa 50 Prozent der Teilnehmer vertrauen bei der Betreuung ihrer Informationstechnik teilweise oder vollständig auf externe Dienstleister.
Das war die Grundlage für ein neues, aus öffentlichen Geldern finanziertes E-Learning-Projekt. Auch der Rest der Pressemitteilung liest sich nicht so, als ob »Academia for the Masses - A4M« über den Förderungszeitraum hinaus bestehen bleiben soll.
Weiterlesen bei media|NRW: Innovative Weiterbildung am Arbeitsplatz. E-Learning Plattform soll KMU nach vorne bringen.


E-Learning-Blog
Neue Kommentare
vor 55 Minuten 25 Sekunden
vor 1 Stunde 7 Minuten
vor 1 Stunde 36 Minuten
vor 1 Woche 6 Tage
vor 1 Woche 6 Tage
vor 2 Wochen 5 Stunden
vor 2 Wochen 16 Stunden
vor 2 Wochen 1 Tag
vor 2 Wochen 1 Tag
vor 2 Wochen 3 Tage