enterprise 2.0

Web 2.0: Wie in Unternehmen online zusammengearbeitet wird


Simon Hülsbömer stellt in einem Beitrag für Computerwoche die meist schon bekannten Enterprise 2.0-Beispiele deutscher Unternehmen vor.

  • Wikis und Blogs bei Siemens
  • Wiki bei DB Training
  • Wikis und Blogs bei Rheinmetall
  • Web Conferencing bei CIOcolloquium
  • Wiki bei der Synaxon

Der Betrag streift verwirrender Weise auch das Thema Cloud Computing und versucht einen Zusammenhang herzustellen, den es so eigentlich nicht gibt.

Weiterlesen bei Computerwoche: Web 2.0 im Unternehmen: Virtuelle Teamarbeit setzt sich durch.

FAZ-Interview mit Sandra Siebert: "Viele Führungskräfte sind zu alt für Social Media"


Holger Schmidt von der FAZ hat Sandra Siebert zu Ihrer Befragung von Unternehmen zum Thema Social Media interviewt. Siebert, Professorin für Informationssysteme an der IESE Business School in Barcelona, hatte im Auftrag von Cisco Unternehmen nach ihren Erfahrungen mit Social Media befragt:

Soziale Medien werden aber nicht wegen, sondern trotz des Managements eingesetzt. Die Entscheidungsträger, mit denen wir gesprochen haben, reagierten meist nur auf Initiativen engagierter Mitarbeiter, die hinter ihrem Rücken damit begonnen haben. Hätten sich die Mitarbeiter an die Hierarchie gehalten, wären die Projekte vielleicht gar nicht zustande gekommen. Social Media wird eigentlich nie von der traditionellen Firmenstruktur initiiert.

Am Ende sehen die befragten Unternehmen dann doch die Vorteile. Das Management sollte halt nur nicht zu früh in die Social Web-Initiativen und -Projekte steuernd eingreifen. Und, als parallele zur Einführung von E-Learning in Unternehmen, bedarf es eines internen Strukturwandels. Da dürfte der eine oder andere Manager mit schmerzverzerrtem Gesicht zusammenzucken.

Weiterlesen im FAZ-Blog Netzökonom: "Viele Führungskräfte sind zu alt für Social Media".

Studie: Mobile Learning auf Smartphones wird anders genutzt als erwartet


Klassische Web Based Trainings auf Smartphones funktionieren nicht. Das kann man aus einer Studie vom Januar der IBM und der Columbia University folgern. Als E-Learning-Entwicker wäre darum eine Orientierung am Beispiel iPhone hilfreich. Vor Apples Smartphone gab es schon viele andere Smartphones, aber erst das iPhone brach mit der bisherigen Bedienungphilosophie, die an klassische Desktop-Computer angelehnt war. Erst mit dem iPhone sind ganz neue Anwendungsformen denkbar geworden.

Jochen Robes macht auf die Konsequenzen aufmerksam, die man bei der IBM daraus gezogen hat:

Zum Schluss noch der Hinweis auf die Konsequenzen, die IBM aus diesen Ergebnissen zieht: “As a result of the study, IBM has shifted its focus for mobile learning from delivering formal learning modules to just-in-time performance support systems.”

Weiterlesen: Nabeel Ahmad und Peter Orton: Smartphones Make IBM Smarter, But Not As Expected. Training & Development, Januar 2010 (BNET).

Technology Review zu Enterprise 2.0


Es gibt in Technology Review einen Artikel zum Thema Web 2.0 in Unternehmen: Soziale Betriebswirtschaft von Christian Buck. Der Autor hat dazu mit einigen Experten gesprochen und stellt Beispiele aus der Praxis vor.

Willms Buhse, der sich als Enterprise 2.0-Berater selbständig gemacht hat, wird zum Thema Blogs in Unternehmen zitiert, wie auch Michael Koch von der Universität der Bundeswehr in München. In dem Artikel heißt es, dass neben Blogs vor allem Wikis in Unternehmen weit verbreitet sind – eine missverständliche Formulierung. Meiner Erfahrung nach sind in Unternehmen Blogs bei weitem nicht so verbreitet wie Wikis. Blogs sind wichtig, aber um ein Blog zu betreiben, muss man Lust zum Schreiben und zur Selbstoffenbarung haben, während man Wikis für die Dokumentation unternehmenstypische Vorgänge nutzt und so weniger selbstoffenbarend agieren muss.

Als Wiki-Beispiel werden Alcate-Lucent und die Deutsche Presse-Agentur genannt. Über die Erfahrungen bei der dpa berichtet Meinolf Ellers:

Wir mussten in kurzer Zeit eine Innovationsstrategie und ein gemeinsames Verständnis für das Projekt entwickeln. Das ist uns mithilfe eines Wikis sehr gut gelungen: Durch das kollektive Erstellen der Inhalte konnte das Team schnell Meilensteine und Schwerpunkte der künftigen Arbeit definieren.

Im letzten Drittel des Artikels werden dann die Probleme bei der Einführung von Social Web-Prinzipien in Unternehmen besprochen. Willms Buhse spricht eine Erfahrung an, die man auch schon bei der Einführung von klassischem E-Learning seit Ende der 90-er Jahre gemacht hat:

Als ein Nadelöhr bei der Einführung von Enterprise 2.0 erweist sich allerdings oft das mittlere Management, das einerseits von den Mitarbeitern und andererseits vom Top-Management unter Druck gesetzt wird.

Praxisbeispiele Social Media in Unternehmen


Bisher gibt es nicht viele Erfahrungsberichte über den Einsatz von Social Software in Unternehmen. Jane Hart hat sich die Mühe gemacht und veröffentliche Praxisberichte, vor allem solche mit einem Fokus auf Weiterbildung, zu sammeln.

Bisher hat Jane 20 Beispiele zusammengetragen, so erfährt man, dass Agilent Technologies bei der Führungskräfteentwicklung auf Blended Learning mit Wikis als tragende Rolle setzt und dass OCÉ Microblogging für den internen informellen Wissensaustausch nutzt.

Weiterlesen:

Kleine Marktübersicht Web 2.0 in Unternehmen


Christiane Schulzki-Haddouti weist zu Recht auf einen lesensenswerten Beitrag von Jörg Wittkewitz hin:

Jörg Wittkewitz, der seit kurzem als Nachfolger von Steffen Büffel für die Blogpiloten redaktionell verantwortlich ist, gibt in einer “Marktübersicht” einen umfangreichen Einblick in Social Software für Unternehmen

Den Open Source-Abschnitt halte ich allerdings für etwas unglücklich. Spürt man da ein leichtes fremdeln? Dabei geht es bei Web 2.0 und Enterprise 2.0 gerade um Open Source-typische Offenheit, vor allem um freie APIs und offene Standards.

Erfahrungsbericht der T-Systems Multimedia Solutions: Ein Jahr Social Intranet


Frank Wolf berichtet über das erste Jahr des internen Confluence-Wikis bei T-Systems Multimedia Solutions:

Ein wichtiger Teil unserer Social Media „Weltanschauung“ resultiert aus unserem eigenem Social Intranet. Es basiert auf dem Enterprise Wiki Confluence von Atlassian und heisst bei uns intern einfach nur „Teamweb“. Das Teamweb ist jetzt über ein Jahr alt und mit etwas Abstand zu den Feierlichkeiten möchte ich im Folgenden unsere Erfahrungen und Erkenntnisse aus diesem Jahr beschreiben.

Offen wird über positive und einige negative Aspekte berichtet. Die Online-Zusammenarbeit von Arbeitsgruppen ist wesentlich erleichtert worden und eine »neue Öffentlichkeit« verschafft mehr Transparenz und stellt zwischenmenschliche Nähe und Vertrautheit her. Gelernt hat man im vergangenen Jahr, dass beispielsweise zu einem sozialen Intranet eine effektive Suchfunktion genauso gehört wie ein funktionierendes Dashboard, also etwas wie eine persönliche, cockpitartige Start- und Übersichtsseite.

Blaming Social Media »Experts«


Auf HarvardBusiness.org im Blog Conversation Starter stellt Alexandra Samuel die Frage: Will Social Media Consultants Practice What They Preach? Es geht dabei um Social Media-Beratungsfirmen, die häufig nicht in der Form agieren, wie sie es ihren Klienten nahelegen. Klar, alle Social Media-Experten bloggen und twittern was das Zeug hält. Allerdings sind diese Aktivitäten eher durch Marketingaspekte getrieben und dienen meist nicht einem Arbeitsaustausch. Beim Social Web kommt es aber gerade auf zwei andere, wesentliche Aspekte an:

  • Transparenz: Wie offen werden die eigenen Geschäftspraktiken, Strategien, Kennzahlen dargestellt?
  • Freie Inhalte: Werden interne Inhalte wie Konzepte oder Besprechungsprotokolle frei zugänglich gemacht und auch unter eine offene Lizenz gestellt?

Witzig ist, dass ich mir diese Fragen auch selbst stellen muss. Natürlich versuche ich, möglichst offen und authentisch zu sein. Viele Dinge kann ich aber nicht so einfach veröffentichen, weil es sich beispielsweise um interne Informationen von Kunden handelt oder um Inhalte aus Vier-Augen-Gesprächen. Worüber ich noch mehr berichten möchte, sind Themen dagegen Themen rund um meine freiberufliche Tätigkeit als E-Learning-Berater, z.B. über Geschäftsstrategie, Akquisebemühungen, Fortbildung und ähnliches. Allerdings ist mir noch nicht ganz klar, in welcher Form ich das machen könnte.

Vortrag Voneinander lernen - Online-Zusammenarbeit in Unternehmen


Gestern war ich auf der Messe Zukunft Personal, weil ich im Rahmen des eKnowledgement-Forums einen Vortrag beisteuern durfte. Ich habe mich für das Thema Online-Zusammenarbeit in Unternehmen entschieden und einmal ganz bewusst Schlagworte wie Web 2.0 und Enterprise 2.0 nicht im Titel verwendet (allerdings, im Beschreibungstext mochte ich dann doch nicht darauf verzichten). Der Vortrag richtet sich an Personalentwicker und Entscheider, die sich ein wenig darüber informieren wollen, was denn mit diesem ganzen Web-Dingens in Unternehmen heute möglich ist. Mein zentraler Punkt ist auch nicht die Technik sondern sind die Aspekte des Lernens und des Austauschs, der Kommunikation.

Ich hatte übrigens wieder einige nette Gespräche mit lieben Bekannten aus der Weiterbildungsbranche, über die ich mich sehr gefreut habe. Das passiert irgendwie immer noch viel zu selten.

Am 14. Oktober werde ich den gleichen Vortrag leicht abgewandelt bei der Wirtschaftsagentur Neumünster halten. Da ist dann auch Raum für breitere Diskussionen, die ich leider wegen des engen Zeitfenstern auf der Messe erst gar nicht aufkommen lassen konnte.

Jochen Robes hat übrigens drüben im Weiterbildungsblog seine Eindrücke zur Messe geschildert: Die Zukunft von E-Learning.

Links zum Vortrag (die »Folien«):

Vortrag: Voneinander Lernen


Ich arbeite gerade an einem Vortrag, den ich nächste Woche ich auf der Zukunft Personal halten werde. Der Titel des Vortrags lautet »Voneinander lernen - Online-Zusammenarbeit in Unternehmen«. Es ist ein Vortrag für Personalentwicker und Entscheider, die sich über die Ideen und Möglichkeiten von Web 2.0 in Organisationen informieren wollen. Grundlage ist ein Vortrag, den ich im Sommer bei einem Kunden gehalten habe. Die Struktur steht schon hier im Wiki.

Wenn noch jemand Ideen für schöne Praxisbeispiele hat, bin ich für jeden Hinweis dankbar.

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