Creative Commons

»No one could do to Disney Disney did Brothers Grimm«


In einem sehr unterhaltsamen Talk hat Lawrence Lessig bei TEDxNYED über eine Kultur des Remixens gesprochen, die Disney groß gemacht hat, über den Respekt der Konservativen gegenüber dem Urheber (nicht Verwerter) und den Einfluss von Hollywood auf die Demokraten.

[via ix, netzpolitik.org]

Wie »Open« sind die Inhalte von Open Educational Resources?


Der Begriff »Open Educational Resources« (OER) hat sich spätestens im Jahre 2002 mit seiner Verwendung im UNESCO 2002 Forum on the Impact of Open Courseware for Higher Education in Developing Countries etabliert. Als OER bezeichnet man freie Lern- und Lehrmaterialien, wobei das freie nicht genauer spezifiert ist. Häufig wird mit frei lediglich die passive Nutzung von Inhalten gemeint, beispielsweise zum lernen. Neue Inhalte auf Basis von OER zu erstellen und zu veröffentlichen, ist dagegen meistens nicht erlaubt.

CClearn, ein Seitenprojekt von Creative Commons, hat sich einmal die einzelnen Lizenzen im Bildungsbereich etwas genauer angesehen: What status for “open”? An examination of the licensing policies of open educational organizations and projects. Dabei hat man gleich ein Wiki mit den Inhalten und den dabei verwendeten Lizenzen zusammengestellt. Die meisten der untersuchten Sites verwenden allerdings eine nicht offene Lizenz:

Säulengrafik

Unter den als offen bezeichneten Lizenzen findet sich ein Sammelsurium an verschiedensten Lizenzformen:

Elektrischer Reporter: Urheber 2.0: Was tun, wenn keiner kauft?


Beim Elektrischen Reporter gibt es jetzt die Fortsetzung zum Urheberrecht 2.0 mit einem Schwerpunkt auf Creative Commons-Lizenz, Selbstvermarktung und Kulturflatrate.

Elektrischer Reporter – Urheber 2.0: Was tun, wenn keiner kauft?

Vertreter der Medienindustrie kommen auch zu Wort. So stellt sich Viva-Gründer Dieter Gorny hin und suggeriert, es gäbe keine Künstler, die unter Creative Commons veröffentlichen würden (er sagt, er kenne keine Künstler, die unter CC-Lizenz veröffentlichen würden – Nine Inch Nails will er also nicht kennen).

Insgesamt wieder eine gelungene Sendung. Bei netzpolitik.org gibt es dazu auch etwas zu lesen. Schließlich kam auch Markus Beckedahl zu Wort.

Elektrischer Reporter: Urheber 2.0: Jeder Nutzer ein Pirat?


Seit einiger Zeit zeigt das ZDF im ZDF infokanal den »elektrischen Reporter«. Der elektrische Reporter aka Mario Sixtus geht in diesem Format Fragen und Trends der vernetzten Welt nach. Die neueste Folge zum Thema Urheberrecht ist dabei meiner Meinung nach besonders gelungen. Urheberrecht spielt direkt rein in die Bildungsdebatte:

Elektrischer Reporter – Urheber 2.0: Jeder Nutzer ein Pirat?

[via netzpolitik.org]

Upgrade auf Creative Commons by-SA 3.0


Die Inhalte auf tschlotfeldt.de stehen nun unter der Creative Commons-Lizenz by-SA in der Version 3.0 zur Verfügung (vorher Version 2.0).

Bundesarchiv und Wikipedia


Unser Staat tut sich ja mitunter recht schwer, wenn es um Dinge wie das Internet geht. Umso bemerkenswerter ist der Schritt, den das Bundesarchiv gegangen ist. Die Behörde stellt ca. 100.000 Bilder aus ihrer Datenbank der Wikipedia unter einer Creative Commons-Lizenz (CC by SA) zur Verfügung. Das ist ein positiver Schritt, dann bisher haben online verfügbare Fotos des Bundesarchivs richtig Geld gekostet:

Bereits im September 2007 hatte das Bundesarchiv 170.000 digitalisierte Fotos online gestellt, die Nutzung der Bilder war aber bisher kostenpflichtig und die Navigation sehr sperrig.

Bundesarchiv: Zentralbild Köhler 28.2.1952 Knobloch Zum Internationalen Frauentag.

Ich hoffe, es ist ein erster Schritt. Denn die Datenbank des Bundesarchivs umfasst ganze 11 Millionen Einträge, die man irgendwann mal alle unter eine Creative Commons Lizenz stellen könnte. Übrigens hat die Behörde das wohl weniger gemacht, weil es meinte, dass die Bilder der »Öffentlichkeit gehören«, sondern aus eher ganz pragmatischen Gründen:

Für die Bundesbehörde besteht aber auch ein ganz konkreter Vorteil: Da die Wikipedia-Artikel mit der offiziellen Personennamendatei der Deutschen Nationalbibliothek und der Bibliotheksverbünde verknüpft werden, erhält das Bundesarchiv durch die Kooperation weitere Daten, die die Zuordnung der Fotos im offiziellen Archiv verbessern können.

Weiterlesen:

Vorsichtiges Herantasten an eine offene Lizenz im öffentlich-rechtlichen Rundfunk


Eigentlich sollte es ja eine Selbstverständlichkeit sein: Der öffentlich-rechtliche Norddeutsche Rundfunk (NDR) stellt einige Werke unter die Creative Commons-Lizenz "by-nc-nd": Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Keine Bearbeitung (Atribution-Noncommercial-No Derivative Works). Damit ist es immerhin möglich, Inhalte unter dieser Lizenz in einer nichtkommerziellen Umgebung zu veröffentlichen. Eine wirklich offene Lizenz ist das leider noch nicht, denn eine (Weiter-) Bearbeitung wie zum Beispiel das Mixing ist untersagt. Was ja zum Beispiel in einem didaktischen Umfeld durchaus mal ganz sinnvoll sein kann. Aber immerhin, es ist ein Anfang.

Weiterlesen:

Update: Bei Meike Richter, die beim NDR an diesem Projekt beteiligt war hat, gibt es dazu mehr Informationen.

Creative Commons in der Bildung: cclearn


Im Creative Commons-Umfeld wird gerade das Projekt cclearn aufgebaut. Im Kern geht es darum, die Verwendung von »open education resources (OER)« voranzubringen. Der Fokus liegt dabei gar nicht so sehr auf der Erstellung von freien Inhalten sondern auf deren Nutzung in der Aus- und Weiterbildung:

While technological tools are being used in many classrooms to enhance instruction, one of the most exciting areas of development is in the creation of open educational resources (OER), which in their fullest form should be free, accessible, authoritative, and derivable. The availability of open educational content is growing exponentially, yet the usage of such content does not appear to be widespread. Worse, much of the OER currently being created is incompatible - legally, technically, and socially - with other OER.

[via Markus, der im #E-Learning-Chat auf den Beitrag netzpolitik.org hingewiesen hat]

tschlotfeldt.de Lizenzbedingungen


Screenshot Commons Deed

Das sind die Lizenzbedingungen für die Inhalte auf tschlotfeldt.de. Auch eine kommerzielle Nutzung ist damit jedem möglich, ja, auch Verlagen. Manche finden das zu großzügig, ich dagegen halte es im Hinblick auf einen offenen Wissensaustausches für schlicht und ergreifend notwendig.

And The Oscar goes to ... Creative Commons


Joi Ito hat darauf hingewiesen, dass zwei Oscars an Unterstützer der Creative Commons gehen:

Two friends of Creative Commons have been nominated for won an Oscar: Board member Davis Guggenheim’s documentary “An Inconvenient Truth,” and Florian Henckel von Donnersmarck (husband of Christiane Henckel von Donnersmarck, original director of Creative Commons International)’s film, The Lives of Others.

Sehr schön.

Weiterlesen bei Joi Ito: Two CC friends win Oscars.

Inhalt abgleichen