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Blaming Social Media »Experts«


Auf HarvardBusiness.org im Blog Conversation Starter stellt Alexandra Samuel die Frage: Will Social Media Consultants Practice What They Preach? Es geht dabei um Social Media-Beratungsfirmen, die häufig nicht in der Form agieren, wie sie es ihren Klienten nahelegen. Klar, alle Social Media-Experten bloggen und twittern was das Zeug hält. Allerdings sind diese Aktivitäten eher durch Marketingaspekte getrieben und dienen meist nicht einem Arbeitsaustausch. Beim Social Web kommt es aber gerade auf zwei andere, wesentliche Aspekte an:

  • Transparenz: Wie offen werden die eigenen Geschäftspraktiken, Strategien, Kennzahlen dargestellt?
  • Freie Inhalte: Werden interne Inhalte wie Konzepte oder Besprechungsprotokolle frei zugänglich gemacht und auch unter eine offene Lizenz gestellt?

Witzig ist, dass ich mir diese Fragen auch selbst stellen muss. Natürlich versuche ich, möglichst offen und authentisch zu sein. Viele Dinge kann ich aber nicht so einfach veröffentichen, weil es sich beispielsweise um interne Informationen von Kunden handelt oder um Inhalte aus Vier-Augen-Gesprächen. Worüber ich noch mehr berichten möchte, sind Themen dagegen Themen rund um meine freiberufliche Tätigkeit als E-Learning-Berater, z.B. über Geschäftsstrategie, Akquisebemühungen, Fortbildung und ähnliches. Allerdings ist mir noch nicht ganz klar, in welcher Form ich das machen könnte.

Zeitungsmeldungen vom Wochenende


Nein, kein Wahlbeitrag ;-) Oder vielleicht doch.

Lernen, Bildung. Dazu sind in der Zeit zwei schöne Beiträge. Unter Wissen wird der Arbeitstag der Schulleiterin Margret Rössler beschrieben. Rössler ist gelernte Lehrerin, das, was sie als Schulleiterin macht, würde man in der Wirtschaft als Management bezeichnen. Aus dem Beitrag Täglich nachsitzen:

Wer sie einen Tag lang begleitet, versteht, warum Bildungsforscher diese Position als die wichtigste im Schulsystem bezeichnen – und wieso gleichzeitig immer weniger Lehrer diesen Beruf ergreifen wollen.

In der gleichen Ausgabe im Chancen-Teil ein Bericht über die Studie der Hochschul-Informations-Systems GmbH (HIS), bei der herausgekommen ist, was eigentlich alle schon immer gewusst haben: Die Bewilligung von Begabtenstipendien hängt zu einem großen Teil von der sozialen Herkunft ab. Die Studie ist schon ein paar Monate alt, die Zeit hat aber selbst noch ein wenig recherchiert. Aus gutem Hause (in der Online-Ausgabe lautet der Titel übrigens Begabtenförderung: Wer hat, dem wird gegeben):

Die Steuergelder für die Begabtenförderung werden vom Bundesbildungsministerium auf elf Stiftungen verteilt, die durch ihre unterschiedliche Ausrichtung das gesellschaftliche Spektrum in der Bundesrepublik widerspiegeln sollen. Bisher unveröffentlichte Einzelauswertungen aus der Studie weisen nun auf erhebliche Unterschiede zwischen den Förderwerken hin und machen die einseitige soziale Zusammensetzung der Stipendiaten einzelner Stiftungen besonders deutlich.

Während etwa bei der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung nur 43 Prozent der Stipendiaten eine »gehobene« oder »hohe« soziale Herkunft haben, beträgt der Anteil in diesen beiden Kategorien bei der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung, dem katholischen Cusanuswerk und der Stiftung der deutschen Wirtschaft zwischen 75 und 80 Prozent. Aus Arbeiterfamilien kommen dort lediglich sechs Prozent.

Urheberrecht, Online-Überwachung, Bürgerrechte und Privatsphäre sind ebenfalls Themen, die mich beschäftigen. Die Münchner S-Bahn-Morde haben wieder die Forderungen nach mehr Videoüberwachung und stärkeren Sanktionen laut werden lassen. Aber anstatt mehr Videoüberwachung und schärfere Gesetze zu fordern, könnte man auch einfach mal an das naheligendste denken, nämlich Polizisten wieder auf Streife zu schicken. Dazu aus dem Kommentar Amtscourage von Volker Zastrow in der linker Umtriebe unverdächtigen Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung:

Aber die Wahrheit ist eine andere: Die Polizei hat sich aus dem öffentlichen Raum zurückgezogen, und zwar gerade dort, wo es gefährlich ist, wo die öffentlichen Verkehrsmittel Menschen verbinden und zusammenzwingen, die einander sonst aus guten Gründen aus dem Wege gehen. Nichts anderes bedeutet die feige, bigotte Forderung von Polizisten, Polizei-"Gewerkschaftern", Polizei-Psychologen und Politikern, die Gesellschaft solle gefälligst selbst für ihre Sicherheit sorgen. Zivilcourage soll die Staatsgewalt ersetzen, der Gewaltmonopolist bringt nicht einmal Amtscourage auf, flieht aus der Pflicht.

Zum Thema Sanktionen fällt mir wieder mein Studium zum Sozialpädagogen ein. Das war in der Kohl-Ära nach der Wiedervereinigung, man fing gerade an, die Gelder für Jugend- und Famlienarbeit zusammenzustreichen. Schon damals wurde vorhergesagt, dass das, was jetzt in der Prävention gespart wird, in der Zukunft hundertfach zurückgezahlt werden muss.

Vortrag Voneinander lernen - Online-Zusammenarbeit in Unternehmen


Gestern war ich auf der Messe Zukunft Personal, weil ich im Rahmen des eKnowledgement-Forums einen Vortrag beisteuern durfte. Ich habe mich für das Thema Online-Zusammenarbeit in Unternehmen entschieden und einmal ganz bewusst Schlagworte wie Web 2.0 und Enterprise 2.0 nicht im Titel verwendet (allerdings, im Beschreibungstext mochte ich dann doch nicht darauf verzichten). Der Vortrag richtet sich an Personalentwicker und Entscheider, die sich ein wenig darüber informieren wollen, was denn mit diesem ganzen Web-Dingens in Unternehmen heute möglich ist. Mein zentraler Punkt ist auch nicht die Technik sondern sind die Aspekte des Lernens und des Austauschs, der Kommunikation.

Ich hatte übrigens wieder einige nette Gespräche mit lieben Bekannten aus der Weiterbildungsbranche, über die ich mich sehr gefreut habe. Das passiert irgendwie immer noch viel zu selten.

Am 14. Oktober werde ich den gleichen Vortrag leicht abgewandelt bei der Wirtschaftsagentur Neumünster halten. Da ist dann auch Raum für breitere Diskussionen, die ich leider wegen des engen Zeitfenstern auf der Messe erst gar nicht aufkommen lassen konnte.

Jochen Robes hat übrigens drüben im Weiterbildungsblog seine Eindrücke zur Messe geschildert: Die Zukunft von E-Learning.

Links zum Vortrag (die »Folien«):

Twitter-Account gesperrt: #twitter #fail


Update: Es hat sich etwas getan. Siehe Textende.

Die letzten Jahre haben uns viele interessante neue Anwendungsmöglichkeiten im Web und Internet beschert. Neue Services sind entstanden, einige haben sich nicht lange halten können, andere nehmen dafür immer größere Fahrt auf. Facebook hat die Marke mit 300 Millionen Nutzern geknackt und Twitter wächst ebenfalls weiter, in Deutschland zuletzt um 20%. Allerdings habe ich mit gerade diesen Diensten ein Problem, das sich leicht in einem Begriff fassen lässt: Walled Garden. Man ist in diesen Diensten schlicht gefangen. Facebook stellt sozusagen ein Web im Web dar, das man sich nur erschließen kann, wenn man sich dort registriert. Zu Twitter gibt es dagegen Alternativen, aber wenn das eigene Soziale Netzwerk nicht mit zu diesen Alternativen wechselt, bleibt man in diesem goldenen Käfig gefangen.

Es gibt noch einen weiteren Nachteil, den ich häufiger so ausgedrückt habe: »Kritische Infrastruktur gehört in öffentliche Hand«. E-Mail ist deswegen so erfolgreich, weil es ein offender Standard ist, den jeder Programmierer selbst umsetzen kann und darf. Und jeder, der einen Internetzugang hat, hat auch die Möglichkeit, seinen eigenen Mailserver aufzusetzen. Das Gleiche gilt natürlich für das Word Wide Web: ein offener Standard, den man kostenlos einsehen kann (was ja bei anderen Industrienormen nicht selbstverständlich ist) und den man selbst umsetzen kann, ohne irgend welche Lizenzgebühren zahlen zu müssen. Wer einen Internetzugang hat, kann seinen eigenen Webserver aufsetzen und sich so von Einschränkungen bei Providern unabhängig machen.

Meine Plädoyer für mehr Unabhängigkeit in der persönlichen Infrastrukur ist am Wochenende nun von ganz unerwarteter Seite untermauert worden. Nämlich von Twitter selbst. Beziehungsweise deren Spam-Erkennungs-und Verhinderungssystem. Denn es hat mir meinen Twitter-Account deaktiviert.

Screenshot: Twitter Account Suspended Weiterlesen …

Wir brauche 2.000 zusätzliche »Cybercops«?


Anwalt Udo Vetter hat sich seine eigenen Gedanken gemacht. Sehr lesenswert auch der Schluss:

Was ist außerdem mit den anderen Tatorten, denen außerhalb des Internets? Bei Gelegenheit erzähle ich mal die Geschichte des Mandanten, der vorletzte Woche vor seiner Haustür zusammengeschlagen worden ist. Nach vier Minuten war der Rettungswagen da. Die Polizei brauchte 27 Minuten. Als vor einiger Zeit bei einem Mandanten eingebrochen wurde, wartete er nach eigenen Angaben sechs Stunden auf die Spurensicherung.

Aus anderen Städten weiß ich, dass die Bewohner schon seit Monaten, wenn nicht seit Jahren keinen Streifenwagen mehr zu Gesicht bekommen haben – und sie leben nicht in einem Villenviertel. Von einem Bezirksbeamten, der zu Fuß geht und einfach mal präsent ist, wollen diese Leute gar nicht träumen.

Aber wir brauchen 2.000 Internetpolizisten. Wie gesagt, Ostberlin, Teheran und Peking lassen grüßen.

Letztens habe ich mich beim Grillen mit einem Lübecker Polizisten unterhalten. Das war so einer, wie man sich einen Polizisten wünscht: er möchte gutes tun, willl für die Menschen da sein, nicht gängeln. Von Schäubles Terrorpanik hatte er nicht viel gehalten. Er meinte aber, er ist gerne Polizist. Es sei nur sehr frustierend zu sehen, wie man beispielsweise allein in seiner Dienststelle das Personal in den letzten Jahren um mehr als 30% reduziert hat. Bei eher mehr Aufgaben als vorher.

Blitz und Feuer


Gestern Abend gab es auch hier in Bordesholm ein heftiges Gewitter, bei dem ein Blitz im Nachbarhof einschlug und sich daraufhin im Dachstuhl Glut entwickelte. Zum Glück hatte der Landwirt den Blitzeinschlag und die Brandgefahr sofort bemerkt und die Feuerwehr alarmiert, die innerhalb weniger Minuten anrückte und den Ausbruch des Feuers verhindern konnte. Weder Mensch noch Tier wurden verletzt und der Schaden am Gebäude ist relativ gering. – Alles ist gut.

Der Blitz scheint auch die Telefonleitungen getroffen zu haben, denn bei einigen Nachbarn sind Telefonanlagen oder Computer defekt gegangen. Bei mir hat es eine PCI-Netzwerkkarte erwischt, die an das DSL-Modem angeschlossen war. Mit dieser Karte im PCI-Slot weigert sich der Computer zu booten und gibt dabei nichtmal eine POST-Fehlermeldung ab. Nachdem ich die Netzwerkkarte ausgetauscht hatte fuhr der Rechner dann wieder (fast) normal hoch, allerdings musste ich mich doch noch mit udev und dessen Regelwerken auseinandersetzen, damit es die alte Netzwerkkarte vergessen konnte.

Wenn ich den im Chipsatz des Motherboards integrierten Ethernet-Anschluss verwendet hätte, wäre wohl das ganze Motherboard hinüber gewesen, aber so hat es lediglich eine austauschbare 5-Euro-Komponente getroffen. Interessant ist noch, dass zwar die Ethernet-Karte kaputt gegangen ist, nicht aber die davor gelagerten Geräte NTBA, Splitter und DSL-Modem.

Umbauarbeiten


Ich bin gerade dabei meine Website ein wenig umzubauen. Zunächst habe ich die Drupal-Installation von der Version 5.16 auf 6.10 aktualisiert, was ein paar kleinere Folgen nach sich gezogen hat. So funktioniert der Atom-Feed derzeit nicht. Wer das E-Learning-Blog per Feedreader liest, sollte das lieber über die Adresse http://www.tschlotfeldt.de/elearning-blog/feed
machen.

Das E-Learning-Blog wird in Zukunft auf seine eigene Seite verbannt und nicht mir direkt auf der Startseite angezeigt werden.

Ein wenig Kopfzerbrechen bereitet mir noch die Spamabwehr. Bisher hatte ich das Spam-Module verwendet, mit dessen Wirkung ich sehr zufrieden gewesen bin. Allerdings befindet sich dieses Modul für Drupal 6 noch in der Entwicklung. Darum werde ich für eine Übergangszeit zunächst wieder händisch alles freischalten müssen.

Hasenzeit


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Ascii-Art von Sebastian Stoecker.

Hausmitteilung: Auf Wiedersehen und herzlich Willkommen


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich schreibe Ihnen heute, weil ich Sie über eine für mich sehr positive Veränderung zum 1.04.09 informieren möchte. Durch unsere Kontakte kennen Sie vielleicht schon meine Leidenschaft für alles Neue rund ums Web 2.0. Jetzt habe ich mich dazu entschlossen, ein neue berufliche Herausforderung in diesem Bereich anzunehmen und meinen Weg als selbständiger Berater zu gehen.

Damit haben wir diese Woche die Nitorkunden über meinen Schritt informiert.

Für mich bedeutet das für die Übergangszeit erstmal viel Arbeit, dann aber auch sehr viel Spaß. Ich glaube, ich bin seit 1995 online. Seit der Zeit ist mir das virtuelle Zusammensein, die Kommunikation und das gemeinschaftliche Zusammentragen von Informationen und Wissen immer sehr wichtig gewesen. Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich sagen, dass da ein riesengroßes Potenzial für Organisationen unter anderem in den Bereichen Innovations- und Wissensmanagement schlummert. Darum will ich mich als unabhängiger Berater und E-Learning-Spezialist meinen Fokus auf diesen Bereich legen.

Ich bin auch ein großer Fan von Open Source. Das hat zum einen etwas mit dem Geist zu tun, der hinter der Open Source-Idee steckt. Aber Open Source bietet für Unternehmen eben auch ganz handfeste Vorteile: Neben einem unschlagbaren Kostenvorteil ist da natürlich der Sicherheitsaspekt. Aber gerade in dem Entwicklungsmodell von Open Source liegt auch eine große Change für Unternehmen, diese können sich nämlich an der Weiterentwicklung beteiligen und so auch die Richtung mitgestalten, in der sich die Software entwickelt.

EduBunny


Splitbrain thinks the world needs more bunny content:

Everybody seems to be grumpy these days. Everybody is ranting about Apple, Microsoft, Robert Basic, the governments and whatever else is happening right now. And everybody is probably right.

Still, I'm longing to read some positive stuff again. So until the days get warmer again and everybody cheers up a bit by themselves, I want to do my part by initiating another silly meme: Draw bunny!

igorette tagged me. So Here it is, the edubunny:

Zeichnung EduBunny

Here are the rules:

  1. Draw a Bunny (or more)
  2. Post it to your blog with the rules
  3. Name three other bloggers that should draw a bunny

I tag acwagner, janosch and kaffeeringe.

PS: The original EduPunk.

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