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Newsletter: ja oder nein?


Seit ein paar Tagen denke ich darüber nach, ob ich zusätzlich zum E-Learning-Blog auch einen Newsletter anbieten sollte. Ich frage mich, ob dieser seine Leser finden wird. Oder ist es doch etwas völlig überflüssiges? Schließlich ist alle Welt mit einer E-Mail-Flut geschlagen und so wunderbare Erfindungen wie RSS lassen einen Websites ähnlich unkompliztiert anzeigen wie E-Mails in der Inbox.

Vielleicht passt es ja zur gerade zur laufenden RSS-Fullfeed-Debatte. Felix Schwenzel hat es dazu in seinem Blog auf den Punkt gebracht:

ich bin dankbar für jeden leser, dankbar für jeden der mir seine aufmerksamkeit schenkt und vielleicht sogar das, was ich mache, schätzt. dafür bin ich bereit einiges zu tun. zum beispiel versuche ich das lesen so einfach wie möglich zu machen. ich biete nicht nur einen rss-feed an, den man einfach in einem feedreader abonnieren kann, prüfe regelmässig dass er in diversen feedreadern einigermassen aussieht, ich versuche auch, meine website so einfach wie möglich zugänglich zu machen, ich achte darauf, dass die seiten (möglichst) schnell laden, biete eine funktionierende suche an, achte darauf, dass suchmaschinen die site gut indexieren können und dass alle einträge eindeutige und auf wunsch kurze urls haben. zumindest technisch versuche ich wirres.net so einfach wie möglich lesbar zu machen.

Für mich wäre der Newsletter nun ein weiterer Kanal, über den ich meine Blogeinträge anbieten kann. Wie Felix Schwenzel bin ich ebenfalls dankbar für jeden Leser, der sich die Zeit nimmt und hier vorbeischaut. Der Newsletter würde nun all jenen das Lesen des Blogs vereinfachen, die keinen RSS-Freedreader benutzen. Und ich vermute, dass das nicht wenige sind.

Die Idee mag zunächst etwas anachronistisch wirken, doch wenn man sich dann auf der Wikipedia den E-Mail-Artikel durchliest, erfährt man, dass E-Mail auch 2010 als der wichtigste und meistgenutze Dienst des Internets angesehen wird. Obwohl Google meint, dass E-Mail im Jahre 2010 eigentlich wie Google Wave aussehen sollte, integrieren populäre Web 2.0-Dienste wie Posterous und Feedburner E-Mail in ihren elementaren Funktionen (Feedburner schickt einem die abonnierten RSS-Feeds auf Wunsch per E-Mail nach Hause).

Dennoch: ich bin mir nicht sicher, ob das Angebot eines Newsletters sinnvoll ist. Darum habe ich mir gedacht, ich frage einfach mal die Leserinnen und Leser dieses Blogs: Würden Sie einen E-Mail-Newsletter des E-Learning-Blogs abonnieren?

Rechts im Menü habe ich dazu eine Umfrage eingerichtet

Sollte zusätzlich zu diesem E-Learning-Blog ein Newsletter angeboten werden?


Ja
26% (7 Stimmen)
Nein
74% (20 Stimmen)
Gesamte Stimmenzahl: 27

Spaß mit Technik


Wenn man sich mit E-Learning und Web 2.0 in Unternehmen beschäftigt, dann kommt man unweigerlich auch mit der Technik in Berührung. Bei mir kommt noch der Spaß hinzu, wenn es erforderlich wird, technischen Problemen auf den Grund zu gehen.

Moment bin ich ein wenig verblüfft über den von mir betriebenen Mailserver. Spam-Mails sind bekanntlich ein großes Problem und darum wird sehr viel Aufwand betrieben, Mailserver so abzusichern, dass sie nicht von Spammern missbraucht werden können. Eine Maßnahme ist beispielsweise, dass man sich als Nutzer authentifizieren muss, damit der Server die Mails für einen verschickt. Wird ein ungültiger Nutzername verwendet, so lehnt der Mailserver die E-Mail einfach ab.

Der von mir bestriebene Mailserver (ein Exim aus Debian Lenny) hat in den letzten 48 Stunden über 120.000 E-Mails für einen nicht vorhandenen User angenommen. Identifiziert hat sich der Spammer über CRAM-MD5 mit dem Usernamen admin, und obwohl dieser Nutzer nicht gültig ist, wurden die Mails von Exim angenommen. Die Ursache des Problems konnte ich bisher nicht ausmachen, als Notlösung habe ich nun einen Nutzer admin mit einem neuen Passwort angelegt und der Spuck ist damit vorerst beendet.

Im IRC-Channel #exim kam noch der Hinweis, dass dieses Phänomen nicht unbekannt ist:

i'd know or have servers showing the same behaviour... i'd guess the problem is at layer 8, either in being unable to identify which user databases exim uses or somewhere in the config simply allowing anything if some condition matches.

Hat jemand einen Tipp für mich?

zwei mal nein

Published in

Sehr geehrter Herr Schlofeldt,


    Ich habe eben Ihren Blog http://www.tschlotfeldt.de/  besucht und wollte Sie
    fragen, ob Sie Interesse an einem Linktausch hätten. Ich arbeite für eine
    Internet-Agentur und betreue derzeit einen größeren Kunden aus dem Bereich
    Weiterbildung, für welchen ich qualitative Links suche. Der Kunde ist ein
    Dienstleister aus dem Bereich Weiterbildung, weswegen mir Ihr Blog als
    themenrelevant erscheint. Ich garantiere für eine Qualität unseres Links. (
    PR6-Seite, also wirklich etwas mit Mehrwert )

    Ich stelle mir einen Linktausch entweder in Form eines kleinen
    redaktionellen Beitrages ( welchen wir gerne erstellen ) bzw. in Form eines
    Links im Blogroll o.ä. an. Im Gegenzug kann ich Ihnen entweder einen
    Backlink auf einer Themenseite anbieten  bzw. bestände auch die Möglichkeit,
    dass ich Ihnen kostenfrei eine unserer Dienstleistungen anbieten kann.
    Denkbar wären beispielsweise einige manuelle Bookmarks o.ä.

    Ich bitte Sie um eine kurze Rückmeldung und bedanke mich schon jetzt im
    Voraus für Ihre aufgebrachte Zeit,



    Mit freundlichen Grüßen,
    

Nein. Und nein.

Dabei hätte er seinen Kunden auch einfach ohne zu fragen im Wiki auf der Seite E-Learning-Anbieter hinzufügen können.

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Vortrag Kommunizieren im Web 2.0


Gestern war ich zum Weiterbildungsverbund Pinneberg eingeladen, um dort über mögliche Kommunikationsformen für Weiterbildungsträger im Web 2.0 zu diskutieren. Es war ein kurzweiliger Abend, an dem ich vor allem über meine eigenen Erfahrungen berichten konnte und es dabei zu einem interessanten Austausch gekommen ist.

Die Präsentation steht als PDF-Datei im Wiki zur Verfügung (Download). Und auf Twitter hat TwInfoManager den Verlauf der Veranstaltung kommentiert, vielen Dank dafür.

View more documents from Tim Schlotfeldt.

Beitrag Handbuch E-Learning: Wikis in Unternehmen einführen


Für die Januar-Ausgabe des Handbuch E-Learning habe ich einen Beitrag zum Thema Wikieinführung in Unternehmen am Beispiel der Deutschen Werkstätten Hellerau beigesteuert. Die DWH hatte ich bei der Wiki-Einführung beraten.

Besserer Wissenstransfer dank Unternehmenswiki

Wikis sind in Unternehmen angekommen. Während noch vor ein paar Jahren eher technikaffine Arbeitsgruppen oder Abteilungen damit gearbeitet haben, versucht man heute die Vorteile des Wikiprinzips für das ganze Unternehmen zu nutzen. Dieser Beitrag skizziert den Prozess der Einführung und erläutert die heutige Nutzung des Unternehmenswikis bei den Deutschen Werkstätten Hellerau.

Durch Zufall zum Wiki

Dass die Deutschen Werkstätten Hellerau zu einem Wiki gekommen sind, ist, wie so oft, einem kleinen Zufall geschuldet. Bei einem gemeinsamen Termin unterhielt ich mich mit dem Geschäftsführer der DWH, Fritz Straub. Dabei kamen wir auch auf Wikis zu sprechen, was es mit diesem Wikiprinzip auf sich hat, welche Vorteile es mit sich bringt und wie man es in Unternehmen einsetzen kann. Nach kurzer Zeit sagte er, selbst etwas überrascht: »Wenn es tatsächlich so ist wie sie es schildern, dann könnte es die Lösung für eines unserer großen Probleme sein.« Die Deutsche Werkstätten Hellerau GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen mit insgesamt 200 Mitarbeitern in Dresden sowie Tochtergesellschaften und Repräsentanzen in Russland, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Großbritannien, Frankreich und Spanien, das als Spezialist für den hochwertigen Innenausbau von Villen, Vorstandsetagen und Luxus-Yachten weltweit tätig ist. Die Architekten und Ingenieure arbeiten dabei mit den Fachkräften der eigenen Tischlerei projektbezogen und in ständig wechselnden Teams zusammen. Diese Projekte zeichnen sich durch Einzelanfertigungen mit einem hohen Anteil an Neuentwicklungen aus. Da es kein »Lernen aus der Serie« gibt, in der Regel auch keine Entwicklungen durch Prototypenbau möglich sind und häufig ein hoher Zeit- und Kostendruck herrscht, ist es wichtig, dass es einen einfachen Zugriff auf das notwendige Wissen gibt.

Das Rad nicht jedes mal neu erfinden

Was schmerzlich fehlte, war die Möglichkeit des gegenseitigen Lernen aus den Erfahrungen der anderen Projekte. Diese sind natürlich schon immer gut dokumentiert worden. Aber in diesem Bereich wird man schnell mit einem Phänomen konfrontiert, das im angelsächsischen Raum unter dem Begriff »Content Silo Trap« seinen Namen bekommen hat (Rockley/Kostur/Manning 2003): Projektdokumente wie Angebote, Kalkulationen, Pläne und Ergebnisprotokolle werden gesammelt und üblicherweise in Dokumentenmanagementsystemen oder Gruppenlaufwerken abgelegt. Der Zugang zu diesen Informationen ist jedoch beschwerlich, ein beiläufiges Profitieren anderer von den dort dokumentierten Erfahrungen ist eher unwahrscheinlich. Auch bei den Deutschen Werkstätten hatte man die Erfahrung gemacht, dass in den einzelnen Projekten mitunter das Rad neu erfunden worden ist. Denn wie es Projekte so an sich haben, kommt es häufig zur Konfrontation mit unvorhersehbaren Problemen, für die entsprechende Lösungen erarbeitet werden müssen. Ähnliche Probleme tauchen in den verschiedenen Projekten immer mal wieder auf. Da die betroffenen Projektteams von den bereits vorhandenen Lösungsansätzen keine Kenntnis haben, müssen sie unter beträchtlichem Aufwand an ihrer eigenen Lösung arbeiten und so das Rad erneut erfinden.

Der Einführungsprozess

Die Geschäftsleitung befand schnell, dass die Einführung eines Unternehmenswikis einen Versuch wert ist. In einem ersten Schritt wurden darum die Rahmenbedingungen für den erfolgreichen Einsatz eines Unternehmenswikis abgesteckt und darauf aufbauend ein Einführungskonzept erarbeitet. Die notwendigen Rahmenbedingungen sind leicht zusammen zu fassen: Die Bedeutung des Wikis für das Unternehmen muss von der Geschäftsführung vorgelebt werden. Die Vorteile des Wikis sowohl für das Unternehmen als auch für die Angestellten müssen klar dargestellt und mögliche Bedenken ernst genommen werden.

Die Verlagerung von Informations- und Arbeitsprozessen in das Wiki muss für die Anwender einen echten Nutzen bieten. Für die Einführung von Wikis in Organisationen hat sich ein überschaubarer dreigliedriger Prozess bewährt, der auch in diesem Projekt angewendet wurde:

Analyse ➠ Konzeption ➠ Realisierung.

Die Analysephase dient dazu, die im Unternehmen bestehenden Informationsprozesse und die vorherrschende Unternehmenskultur mit dem Ziel zu untersuchen, einen erfolgversprechenden Ansatz für den Wikieinsatz zu entwickeln. Die daran anschließende Konzeptionsphase beginnt in der Regel mit der Bildung eines Wiki-Teams, zusammengesetzt aus begeisterten Wiki-Nutzern, die sich die Pflege des Wikis auf die Fahnen geschrieben haben (Wikigärtner) und für Kollegen bei Fragen und Problemen als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Das Wiki-Team nimmt eine Inhaltsbestimmung vor, in der festgelegt wird, welche Informationen im Wiki stehen sollen und welche Informationsprozesse in Zukunft dort abgebildet werden sollen. Hat man das abgeschlossen, geht es in die Realisationsphase. Da das Einsatzszenario abgesteckt ist, kann ein passendes Wikisystem ausgewählt, installiert und je nach Bedarf in die unternehmensinterne IT-Systemlandschaft integriert werden. Ein entscheidender Punkt fehlt jetzt noch - die frühe und transparente Einbeziehung sämtlicher Mitarbeiter. Es ist sinnvoll, konsequent den Wiki-Weg einzuschlagen und offen darzulegen, was sich dass Unternehmen von der Wikieinführung verspricht und welchen konkreten Nutzen der Anwender haben wird. Der gesamten Prozess sollte mit Schulungen und Workshop, Statusberichten und Demoinstallationen begleitet werden. Weiterlesen …

Nachtrag: World Café zum Web 2.0


Ende letzten Jahres hatte ich einen Workshop auf der Veranstaltung durchgeführt (mehr dazu hier). Das Thema war Medienkompetenz im Web 2.0. Die Idee: Gemeinsam mit Weiterbildnern (Trainer, Coaches, Berater, Lehrer …) in einem World Café-Setting die Möglichkeiten des Social Webs für Weiterbildner sowohl in der Wissensvermittlung als auch für die eigene Weiterbildung und Kompetenzentwicklung erkunden.

Das World Café ist eine Form der Gruppenarbeit, in der in einer entspannten, Kaffeehaus-ähnlichen Atmosphäre in Kleingruppen an bestimmten Fragestellungen gearbeitet wird. Für den Workshop habe ich das Konzept ein wenig adaptiert: Anstatt auf Papier zu schreiben, werden die Gedanken, Ideen, Anregungen usw. je Runde entweder in einem Wiki, einem Blog oder einem Twitter-artigen Micro-Blog festgehalten. In den Gruppen haben die Teilnehmer die Möglichkeit, sich an den Rechner zu setzen, anderen bei der Nutzung von Web 2.0-Diensten zuzusehen und sich mit anderen darüber auszutauschen. Diese Form der Zusammenarbeit kommt gerade Web 2.0-unerfahrenen Teilnehmern zu gute, die sich diese Form des Austauschs und der Computernutzung erst noch erschließen wollen. Weiterlesen …

Frohe Feiertage 2009

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[via vowe]

Vortrag Online-Zusammenarbeit in Organisationen beim Weiterbildungsverbund


Letzte Woche habe ich mit Mitgliedern des Weiterbildungsverbunds Neumünster-Mittelholstein über Web 2.0 in Organisationen sprechen können. Dabei habe ich in einem Impulsreferat über die Möglichkeiten von Online-Zusammenarbeit gesprochen (PDF). Der Austausch und die Diskussionen dazu waren sehr intensiv, vor allem weil auch immer gleich die Frage im Raum stand, wie man Aspekte des Web 2.0 im eigenen Bereich einsetzen könnte. Ich habe so einen kleinen Eindruck von der Arbeit der Verbundsmitglieder gewinnen können, was für mich sehr interessant gewesen ist. Vielen Dank für diesen informativen Abend!

Workshop Medienkompetenz im Web 2.0


Nächsten Freitag findet in Kiel die Transfer- und Fachtagung Herausforderung Personalentwicklung in der Weiterbildungsbranche in Schleswig-Holstein statt (Programm als PDF-Datei). Diese Veranstaltung ist Teil des vom Land geförderten Projekts zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in der Schlüsselbranche »Berufliche Weiterbildung« in Schleswig-Holstein. Nachmittags laufen dabei drei parallele Workshops: Claus Nowak mit dem Thema Teilnehmerorientierte Methoden in der Seminararbeit, Nadja Cirulies mit dem Thema Bedeutung und Entwicklung eines Kompetenzprofils und im dritten Workshop biete ich das Thema Medienkompetenz im Web 2.0 an.

Bei diesem Workshop haben die Teilnehmer die Möglichkeit, in einer Art World Café die Einsatzmöglichkeiten von Wikis, Blogs und Microblogs für die eigene Arbeit zu erkunden. Allerdings sollen die Ideen, die gemeinsam an Cafétischen entwickelt werden, nicht auf Papier sondern gleich in ein Wiki gebracht werden. Für den Workshop habe ich einen nichtöffentlichen Testserver aufgesetzt, auf dem Drupal, Foswiki und Status.Net für die Nutzung eingerichtet sind. Die Zeit wird für drei World Café-Runden und ein bis zwei Impulsreferate reichen, allerdings befürchte ich, dass die Diskussionrunde am Ende abgebrochen werden muss. Aber ich denke, der Worskhop wird eine Runde Sache werden mit vielen neuen Impulsen sowohl für die Teilnehmer als auch für mich.

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