Markt

Für deutsche Unternehmen ist das Social Web ein Marketing-Instrument


Das Social Web wird von den Unternehmen vor allem als reines Werbemedium wahrgenommen. Immer noch.

Online-Zusammenarbeit, voneinander lernen, Wissen teilen: alles keine Themen.

Weiterlesen beim Netzökonom: Unternehmen fehlen die Strukturen für Social Media.

Learning Delphi 2010 ist da


Im Rahmen des MMB-Trendmonitor Learning Delphi 2010 haben 65 Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in einer Online-Befragung ihre Einschätzungen über zukünftige Entwicklungen im E-Learning-Bereich abgegeben. Wichtigste Formen des E-Learnings werden laut Experteneinschätzung Blended Learning und Web Based Trainings sein, aber Learning Communities und Social Networks in Unternehmen werden schon genauso wichtig angesehen. Micro-Blogging wird übrigens wenig Bedeutung beigemessen.

E-Learning-Dienstleiser schätzen vor allem bei Blended Learning und bei Web Bsed Trainings den kommerziellen Erfolg hoch ein, gefolgt von Simulation und virtuellen Klassenräumen. Wieviel man von solchen Ergbnissen halten kann, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Denn bei der Frage, welche drei E-Learning-Themen in den nächsten Jahen am stärksten an Bedeutung verlieren werden, wurden an erster Stelle WBTs und CBTs genannt.

Weiterlesen beim MMB-Institut: MMB-Trandmonitor Learning Delphi 2010 (pdf).

Untersuchung: E-Learning in Großunternehmen


Vor über einem Jahr hatte August-Wilhelm Scheer erste Zahlen einer Telefonumfrage zum Einsatz von E-Learning in deutschen Unternehmen präsentiert. Ich hatte mich damals gefreut, dass in den Ergebnissen sich auch Web 2.0-Elemente niedergeschlagen hatten (E-Learning und Web 2.0), gleichzeigt stellte sich bei einer derart plakativen Überschrift (»E-Learning setzt sich durch«) die Frage nach der Methodik. In dem im April veröffentlichten Schlussberichts heißt es dazu:

In der Zeit vom 22. Januar bis 13. Februar 2009 wurden insgesamt 530 Aus- und Weiterbildungsverantwortliche in deutschen Top 500-Unternehmen kontaktiert. 90 dieser Unternehmen waren im Erhebungszeitraum bereit, über die Aus- und Weiterbildung Auskunft zu geben. Von diesen 90 Unternehmen gaben 49 Gesprächspartner an, eLearning einzusetzen und wurden anschließend vertiefend zu weiteren Aspekten des digitalen Lernens befragt.

Man muss die Zahlen zum E-Learning-Einsatz in Großunternhmen also mit ein wenig Vorsicht genießen. Aber sie können dennoch einen Indiez liefern, wie verbreitet E-Learning in Unternehmen ist. Zum Beispiel die gefühlt korrekte Annahme, dass ungefähr die Hälfte aller Großunternehmen kein E-Learning einsetzt:

Kreisdiagramm zur Verteilung: 46% kein E-Learning, 38% E-Learning im gesamten Unternehmen, E-Learning in einigen Unternehmensbereichen

Richtig spannend finde ich ja die Ausgabenverteilung. Wenn ich die Zahlen richtig deute, dann geht auch heute noch der mit Abstand größte Batzen des E-Learning-Budgets für Learning Management Systeme und weitere Softwaresysteme drauf. Lediglich 23% der Ausgaben fließen in die eigentlichen Inhalte:

Kreisdiagramm zu den Ausgaben: 51% Software, 23% Lerninhalte, 20% Softwareanpassungen, 5% Hardware, 1% Beratung

Die weniger als 1% für Beratung mögen auch erklären, warum sich die großen Unternehmensberatungen noch nicht auf diesen Bereich gestürzt haben.

[via Jochen Robes]

E-Learning für den Mittelstand in Schleswig-Holstein


Letzte Woche fand in Kiel die Gründungsveranstaltung des Fachforums E-Learning – Weiterbildung für die schleswig-holsteinische IT-Branche, bei dem ich als E-Learning-Berater Gründungsmitglied bin.

Die Idee dazu stammt von Andreas Seeger von der NetUSE AG, der in mehreren Treffen die Gründung des Fachforums vorangetrieben hat. Ihn beschäftigt schon eine ganze Zeit die Frage, wie man als Unternehmen die IT-Qualifizierung der Mitarbeiter sicherstellen kann. Traditionelle Schulungen sind aus unternehmerischer Sicht nicht immer befriedigend, da Sie für einen Mittelständler beträchtliche Kosten nach sich ziehen können, der Erfolg einer solchen Schulung aber nicht immer nachvollziehbar ist.

Mit Hilfe von E-Learning-Inhalten ist es möglich, solche Schulungsangebote kostengünstig anzunehmen. Es fallen keine Reisekosten an und der Arbeitszeitausfall ist ebenfalls geringer. Arbeitszeitausfall ist übrigens ein Kostenpunkt, den man häufig nicht mit einkalkuliert, obwohl er ein wesentlicher Kalkulationsfaktor sein kann. Neben dem reinen Kostengesichtspunkt bieten E-Learning-Angebote aber einen noch den viel gravierendern Vorteil der permanenten Verfügbarkeit. Bei Bedarf kann jederzeit darauf zugegriffen werden, so dass ein bedarfsorientiertes Lernen möglich ist.

Allerdings ist die Produktion von E-Learning-Inhalten zeitaufwändig und teuer. Als einzelnes mittelständiges Unternehmen wäre E-Learning für die IT-Qualifikation, für die man eigene Inhalte erstellen müsste, zu teuer. Dieses Problem löst das Fachforum, denn dort tun sich die norddeutschen Unternehmen zusammen, um die Kosten der Inhalteentwicklung gemeinsam zu Schultern. Im Forum sind aber nicht nur Unternehmen mit Schulungsbedarf Mitglieder, sondern auch Hochschulen und Anbieter von E-Learning-Dienstleistungen. Die oncampus GmbH stellt beispielsweise die ersten Lerninhalten und die Lernplattform auf Moodle-Basis zur Verfügung. Die Projektleitung liegt bei Gabriela Seyer.

Rechtlich ist das Fachforum E-Learning beim Clustermanagement Digitale Wirtschaft Schleswig-Holstein (DiWiSH) untergeschlüpft.

Die Pressemitteilung zur Gründung:

Landesweite E-Learning-Plattform für IT-Themen

In Schleswig-Holstein wollen IT-Unternehmen und EDV-Abteilungen weiterer Branchen ihr Personal zukünftig gemeinsam mit E-Learning-Angeboten weiterbilden. Am Donnerstag, 10. Juni wird eine Kooperationsvereinbarung mit dem Verein Digitale Wirtschaft Schleswig-Holstein e.V. (DiWiSH) unterzeichnet, unter dessen Dachmarke die beteiligten Unternehmen die gemeinsame Plattform entwickeln.

Ob Updates der Firmensoftware, Einführung eines neuen Betriebssystems oder Einbindung neuer Kommunikationslösungen, Fachkräfte in EDV-Abteilungen stehen ständig vor neuen Herausforderungen. Aber auch die IT-Unternehmen selbst müssen sich regelmäßig mit neuen Technologien, neuen Protokollen und Programmiersprachen auseinander setzen. „Das Tempo im IT-Umfeld ist extrem hoch. Wir spüren geradezu einen Marktdruck zur Mitarbeiterqualifizierung“, sagt Andreas Seeger, Vorstand der NetUSE AG und einer der Initiatoren der E-Learning-Plattform.

Den Bedarf an regelmäßiger Weiterbildung im IT-Bereich kann nach Ansicht der Unternehmen nicht durch etablierte Weiterbildungsanbieter befriedigt werden – zu groß ist der Grad der Spezialisierung. Zudem sind externe Schulungsmaßnahmen oft mit großen Kosten und erheblichem Aufwand verbunden. Eine Lösung ist E-Learning: Reisen, Übernachtungen, Trainer und Raummieten fallen weg; Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bleiben dem Arbeitsplatz nicht für längere Zeit fern.

„Für einzelne Unternehmen ist die Entwicklung von E-Learning-Angeboten zu teuer“, sagt Sören Mohr, Vorsitzender DiWiSH e.V. „Wir haben unsere Mitgliedern befragt und das Interesse an einer gemeinsamen Plattform war groß!“ Organisiert wird der Aufbau der

E-Learning-Plattform als Fachgruppe im DiWiSH. Alle beteiligten Unternehmen verpflichten, sich einen Jahresbeitrag zu zahlen, der für die Erstellung der Inhalte verwendet wird. Im Gegenzug können sie die Plattform zur Weiterbildung ihres Personals frei nutzen.

„Unsere E-Learning-Plattform für IT-Themen hat das Potential, sich zu einem transparenten Qualitätsstandard für die gesamte Digitale Wirtschaft Schleswig-Holstein und darüber hinaus zu entwickeln“, so Mohr bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarungen.

CeBIT-Erfahrungen


Zu dem Blogbeitrag eben passt ganz gut mein CeBIT-Tag in diesem Jahr. Ich war zu zwei Podiumsdiskussionsrunden eingeladen, Lernende Organisationen und E-Learning für Vertrieb & Partner. Die erste Runde morgens war trotz der Uhrzeit recht gut besucht und ich fand die Diskussion sehr interessant. Irgendwie hatten wir alle ähnliche Erfahrungen in Unternehmen gemacht, was Stolpersteine und erfolgsversprechende Vorgehensweisen bei der Einführung von Social Web-Systemen in Organisationen angeht. Da es um lernende Organisationen ging, schwang das Thema »Unternehmenskultur« immer mit – bei diesem Stichwort zuckt das Management in aller Regel gehörig zusammen, und darum vermeide ich diesen Ausdruck nach Möglichkeit in meinen Gesprächen.

Die zweite Diskussionsrunde war am Ende des Tages und ebenfalls gut besucht. Ich weiß nicht, ob der Messetag für mich zu lang gewesen ist, jedenfalls hatte ich nicht so recht Lust, mich an der Diskussion zum Thema Zielgruppe zu beteiligen. Natürlich darf man nicht an einer Zielgruppe vorbeientwickeln, aber das ist das Einmaleins der Didaktik. Um mal Daniel Willingham zu einem ähnlichen Thema zu zitieren:

Good teaching is good teaching. And teachers don't need to adjust there teaching to individual students learning styles.

Newsletter: ja oder nein?


Seit ein paar Tagen denke ich darüber nach, ob ich zusätzlich zum E-Learning-Blog auch einen Newsletter anbieten sollte. Ich frage mich, ob dieser seine Leser finden wird. Oder ist es doch etwas völlig überflüssiges? Schließlich ist alle Welt mit einer E-Mail-Flut geschlagen und so wunderbare Erfindungen wie RSS lassen einen Websites ähnlich unkompliztiert anzeigen wie E-Mails in der Inbox.

Vielleicht passt es ja zur gerade zur laufenden RSS-Fullfeed-Debatte. Felix Schwenzel hat es dazu in seinem Blog auf den Punkt gebracht:

ich bin dankbar für jeden leser, dankbar für jeden der mir seine aufmerksamkeit schenkt und vielleicht sogar das, was ich mache, schätzt. dafür bin ich bereit einiges zu tun. zum beispiel versuche ich das lesen so einfach wie möglich zu machen. ich biete nicht nur einen rss-feed an, den man einfach in einem feedreader abonnieren kann, prüfe regelmässig dass er in diversen feedreadern einigermassen aussieht, ich versuche auch, meine website so einfach wie möglich zugänglich zu machen, ich achte darauf, dass die seiten (möglichst) schnell laden, biete eine funktionierende suche an, achte darauf, dass suchmaschinen die site gut indexieren können und dass alle einträge eindeutige und auf wunsch kurze urls haben. zumindest technisch versuche ich wirres.net so einfach wie möglich lesbar zu machen.

Für mich wäre der Newsletter nun ein weiterer Kanal, über den ich meine Blogeinträge anbieten kann. Wie Felix Schwenzel bin ich ebenfalls dankbar für jeden Leser, der sich die Zeit nimmt und hier vorbeischaut. Der Newsletter würde nun all jenen das Lesen des Blogs vereinfachen, die keinen RSS-Freedreader benutzen. Und ich vermute, dass das nicht wenige sind.

Die Idee mag zunächst etwas anachronistisch wirken, doch wenn man sich dann auf der Wikipedia den E-Mail-Artikel durchliest, erfährt man, dass E-Mail auch 2010 als der wichtigste und meistgenutze Dienst des Internets angesehen wird. Obwohl Google meint, dass E-Mail im Jahre 2010 eigentlich wie Google Wave aussehen sollte, integrieren populäre Web 2.0-Dienste wie Posterous und Feedburner E-Mail in ihren elementaren Funktionen (Feedburner schickt einem die abonnierten RSS-Feeds auf Wunsch per E-Mail nach Hause).

Dennoch: ich bin mir nicht sicher, ob das Angebot eines Newsletters sinnvoll ist. Darum habe ich mir gedacht, ich frage einfach mal die Leserinnen und Leser dieses Blogs: Würden Sie einen E-Mail-Newsletter des E-Learning-Blogs abonnieren?

Rechts im Menü habe ich dazu eine Umfrage eingerichtet

DRM beim Elektrischen Reporter: »Digitale Entmündigung«


Unabhängig von existierenden und nicht existierenden Dingen: erstaunlicher Weise scheint etwa in Sachen Kindle und iPhone der größte Feind der Freiheit die Bequemlichkeit der Nutzer zu sein.

Hihi, das jetzt mal was für uns Apple-nicht-so-lieb-haber. Der elektrische Reporter Mario Sixtus hat eine Sendung zum Thema Digital Restrictions Management (DRM) gemacht und beschreibt dabei die Problematik an Hand von Amazons Kindle und von Apples iPhone:

Elektrischer Reporter – Digitale Entmündigung: Was Dir gehört, gehört Dir nicht

MMB E-Learning-Wirtschaftsranking 2009 ist veröffentlicht


Ranking 2007 Ranking 2008
Screenshot Wirtschaftsranking 2007 Screenshot Wirtschaftsranking 2008

Ich weiß nicht, wie ich diese Zahlen zum Wirtschaftsranking der E-Learning-Unternehmen interpretieren kann. Was aber auffällt, ist die Volatilität dieses Rankings: nur acht Unternehmen des jetzigen Rankings waren auch schon im Jahr davor vertreten.

Weiterlesen: MMB-Branchenmonitor II/2009 (PDF).

[via Jochen Robes, der sich auch so seine Gedanken zum Markt macht]

OLPC-Laptop: Dreaming Again


Genau vor einer Woche hatte Stephen Downes auf eine Blogbeitrag von Alanna Shaikh hingewiesen, den auch Jochen im Weiterbildungsblog thematisiert hat: One Laptop Per Child - The Dream is Over.

Alanna Shaikhs sieht das OLPC-Projekt als einen Misserfolg an, weil

  • der OLPC mehr als die versprochenen 100 Dollar kostet,
  • die erwarteten Verkaufszahlen nicht erreicht worden sind,
  • erst spät auch an NGOs und gemeinnützige Organisationen verkauft worden ist,
  • die Wirkung des OLPC (Bildungs-) Welt überraschend gering sei und
  • lediglich eine Million Laptops verkauft worden.

Daneben hat sie noch einige weiter Punkte angeführt, die aber eher eine Meinung ohne fundierte Begründung darstellen.

Dieser Blogeintrag löste eine ganze Menge an Diskussionen aus. Ich denke, die Diskussionen liegen nicht nur in der einfachen Aussage eines Misserfolgs begründet. Dazu muss man sich die Geschichte des Projekts nochmal genauer ansehen und vor allem, welche Widerstände sich aufgebaut hatten. Intel beispielsweise hatte das Projekt zunächst mit seiner »Unterstützung« beeinträchtigt, und parallel hat man mit dem ClassMate ein direktes Konkurrenzprodukt entwickelt. Auch Microsoft hatte ein wenig mit im Projekt gerührt und laut Presseberichten starken Einfluss genommen und so erreicht, dass die 100-Dollar-Laptops auch mit Windows umgehen können müssen.

Es gab also trotz der wie ich finde großartigen Idee und den innovativen Lösungsansätzen heftigen Gegenwind. Naiver Weise hat man sich wohl zu Beginn des Projekts nicht vorstellen können, wen man mit so einem Laptop alles vor den Kopf stößt und mit welcher Kraft dagegen angegangen werden würde.

Nach solchen Erfahrungen nimmt man dann einen Beitrag wie den von Alanna Shaikh nicht mehr auf die leichte Schulter. Es ist aber interessant zu sehen, welche positiven Rückmeldungen aus Ländern gekommen sind, die den OLPC-X1 im Einsatz haben.

Carlos Rabassa aus Urugay:

The OLPC plan in Uruguay is well and alive, with no plans to disappear.

One important fact: The main opposition candidate in next month presidential elections, has gone to extremes to explain how good the Plan Ceibal is.

danielapapi aus Kambodscha:

Walk into a classroom where we work with and see older students teaching younger students how to read Khmer via the animated Khmer testing program they designed themselves, and you will change your mind a bit. Talk to our computer teachers, young Cambodians who taught themselves how to use the XOs, and yes, they will tell you there is a lot they don't understand, but they are effecting change. You can’t see that from your office, but I can see it here.

Oscar Becerra vom Peruanischen Bildungsministerium (der Alannas Punkte einzeln widerlegt):

It's amazing how ignorance of what is happening in the real world can be disguised so grossly to attempt to pass for truth what is simply false. I am responsible for the delivery of 300,000 (so far) XO's to Peruvian rural one classroom school children and we will be delivering 300,000 more next year.

Das OLPC-Projekt hat schon viel verändert, aber das wesentliche wird sich erst in 10 Jahren zeigen, wenn die erste Generation die Schulen verlässt. Schon heute lässt sich folgendes sagen:

  • Vor dem OLPC-Projekt gabe es keine günstigen Laptops, die Netbook-Klasse ist eine Folge des 100-Dollar-Laptops.
  • Es sind über eine Million OLPC-Geräte im Einsatz, eine zweite Million ist projektiert.
  • In einem Land, Uruguay, besitzt jetzt jedes Kind einen OLPC-Laptop. Es wird spannend, den Werdegang diese Generation zu verfolgen.
  • Es gibt kein anderes Gerät, das von seiner Bedienphilosophie so konsequent auf Kinder, Bildung und Sprachunabhängigkeit ausgerichtet ist.
  • Es gibt kein anderes Gerät, das für extreme klimatische Region mit geringer Infrastruktur so gut gerüstet ist.

Weiterlesen:

Online-Petition gegen Internet-Zensur auf Checkpoint E-Learning


Lore Reß hat es geschafft, dass das Thema Internet-Zensur auch Thema des letzten Checkpoint E-Learning Newsletters geworden ist, in dem auch auf die »Online-Petition Internet - Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten« verwiesen wird. Die Petition gilt als die bisher erfolgreichste Petition mit über 50.000 Unterzeichnern in weniger als vier Tagen. Derzeit peilt man die Zahl von mindestens 100.000 Unterzeichnern bis zum 16. Juni an, um der Politik damit zeigen zu können, wie wichtig dieses Thema vielen Menschen ist.

Text der Petition

Wir fordern, daß der Deutsche Bundestag die Änderung des Telemediengesetzes nach dem Gesetzentwurf des Bundeskabinetts vom 22.4.09 ablehnt. Wir halten das geplante Vorgehen, Internetseiten vom BKA indizieren & von den Providern sperren zu lassen, für undurchsichtig & unkontrollierbar, da die "Sperrlisten" weder einsehbar sind noch genau festgelegt ist, nach welchen Kriterien Webseiten auf die Liste gesetzt werden. Wir sehen darin eine Gefährdung des Grundrechtes auf Informationsfreiheit.

Begründung

Das vornehmliche Ziel – Kinder zu schützen und sowohl ihren Mißbrauch, als auch die Verbreitung von Kinderpornografie, zu verhindern stellen wir dabei absolut nicht in Frage – im Gegenteil, es ist in unser aller Interesse. Dass die im Vorhaben vorgesehenen Maßnahmen dafür denkbar ungeeignet sind, wurde an vielen Stellen offengelegt und von Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen mehrfach bestätigt. Eine Sperrung von Internetseiten hat so gut wie keinen nachweisbaren Einfluß auf die körperliche und seelische Unversehrtheit mißbrauchter Kinder.

Die Diskussion zum Thema wird derzeit heiß geführt, es ist halt Wahlkampf und anscheinend hat man unter anderem im Wirtschaftsministerium keine wichtigeren Probleme zu lösen.


Du bist Terrorist from lexela on Vimeo.

Weiterlesen:

Inhalt abgleichen