Entwicklung und Projektierung

Top 100 Tools for Learning 2009: The Final List


Jane Hart hat die finale Liste der Top 100 E-Learning-Tools veröffentlicht. Platz 1 geht an Twitter, Delicious auf Platz 2 (hätte ich nicht gedacht), gefolgt von YouTube auf dem dritten Rang.

Weiterlesen:

Weltgrößte Desktop-Virtualisierung in Brasilien mit Linux


Userful PR Photo

Eben bei KoopTech gelesen:

Das Unternehmen Userful hat gestern eine Pressemitteilung veröffentlicht, wonach es im Auftrag das brasilianischen Bildungsministeriums alle Schulen in allen 5560 Gemeinden mit 356.800 virtualisierten Computer-Arbeitsplätzen auf Linux-Basis ausstatten wird. Damit sollen die 2,7 Mio. Schulkinder in Brasilien Zugang zu einem PC erhalten. Das soll damit die weltweit größte virtuelle Desktop-Installation sowie der weltweit größte Linux-Desktop-Einsatz sein.

Die Pressemitteilung bei Userful: Userful and ThinNetworks Announce the World's Largest Desktop Virtualization Deployment - 356,800 Green Workstations.

Linus Torvalds über Git


Bei den E-Learning-Projekten, die ich betreue, setze ich, wenn es möglich ist, Git ein. Git ist ein ziemlich geniales Stück Software zur Versionsverwaltung. Was es so einzigartig macht, sind aus meiner Sicht vier Dinge:

  • Git ist ein »Distributed Source Control Management System« (bei Wikipedia unter Versionsverwaltung zu finden) und erleichtert die Arbeit im Team ungemein
  • Git ist sehr schnell, schneller als alles vergleichbare
  • Git gewährleistet die Unverfälschbarkeit der Daten
  • Git ist sehr einfach in der täglichen Anwendung

Linus Torvalds hatte vor einigen Jahren die Entwicklung von Git angestoßen. In diesem Vortrag bei Google beschreibt er pointiert und mit seinen Erfahrungen als Maintainer des Mega-Projekts Linux-Kernel die Vorzüge von Git:

[via fefe]

Eindrücke von der MBC09


Foto Evan

Die Microblogging Conference 09 in Hamburg hat richtig Spaß gemacht. In barcamp-typischer lockeren Grundatmosphäre gab es viele Gelegenheiten für interessante Gespräche mit anderen (Micro-) Bloggern, was ich als sehr bereichernd empfunden habe. Interessant auch die Presseaufmerksamkeit, den diese Konferenz erzielt hat (man hat es bis in die tagesschau geschafft: um 12 Uhr, um 17 Uhr und im nachtmagazin).

Besonders gefreut habe ich mich natürlich, dass Cem Basman als Organisator der MBC09 den Open Source-Entwickler und Schaffer von Identi.ca und Wikitravel, Evan Prodromou, eingeladen hat. Evan ist für mich einer dieser Helden der Open Source-Szene. Einer, der ein Wiki-Mensch ist, einer der der Überzeugung ist, dass essentielle Infrastruktur wie zum Beispiel Microblogging nicht in den Händen eines einzigen Unternehmens sein darf und sich deswegen hinsetzt und eine Software entwirft, die Microblogging anbieterunabhängig ermöglicht. Identi.ca ist mittlerweile die drittgrößte Microblogging-Plattform, allerdings ist der Abstand zum Markführer gigantisch: Twitter hat geschätzte 5 Millionen User, Plurk noch 340.000 Nutzer und Identi.ca schließlich 40.000 Microblogger.

Aus E-Learning-Sicht ist mir noch Cirip.ro aufgefallen, einem rumänischen E-learning-Anbieter, der WBTs mit einem eigenen Microblogging-Dienst verbunden hat. Irgendwo findet sich immer jemand, der deine Ideen schon umgesetzt hat ;-)

taz: Projektdokumentation vs. Public Relations


Beim Lesen des taz-Artikels »Wie PR-Strategen Themen plazieren: Die getarnten Zulieferer« musste ich doch schon ziemlich schmunzeln, da mich das geschriebene ein wenig an die vielen mit öffentlichen Geldern geförderten E-Learning-Projekte erinnert hat. Als Blogger wird man übrigens ebenfalls ganz automatisch mit Informationen zu den unterschiedlichsten Produkten gefüttert, zum Beispiel ging eben erst eine Anfrage von einer PR-Agentur bei mir ein, ob ich nicht mehr Infos zu einer bestimmten Projektmanagement-Software erhalten möchte, vermutlich, weil jemand bei Technorati unter Projekt-Management nachgesehen hat, wer denn so zum Thema bloggt.

Unser Videodreh letzte Woche


Letze Woche hatte ich ja vor allem auf Identi.ca von unseren Dreharbeiten berichtet. Gedreht haben wir einige Szenen für unser neues Web Based Training, dessen Name seit einigen Tagen feststeht: »Professionell verhandeln: kompetent, kooperativ, zielorientiert.«

Das Lernprogramm selbst wird eine Lernzeit von ungefähr vier Lernstunden haben. An Videoszenen haben wir Material für ca. 15 bis 20 Minuten (das muss der Schnitt noch zeigen), die in 18 Szenen abgedreht worden sind. Das Spielen der eigentlichen Szenen dauert in der Regel nicht länger 30 bis 60 Sekunden. Allerdings benötigt wir mit unseren Büroszenen im Schnitt vier Takes (Versuche), bevor man mit dem Ergebnis zufrieden ist. Der eigentiche Zeitfresser bei Dreharbeiten liegt allerdings in der Einrichtung der einzelnen Szenen. D.h. man baut die Kulisse auf, richtet das das Licht ein und versucht eine möglichst optimale Kameraeinstellung zu erzielen. Für das Einrichten eines Sets geht schonmal eine Stunde oder mehr drauf. Darum wird zum Dreh ein Drehplan erstellt, in dem alle Szenen aufgeführt sind. Dabei werden die Drehs in der Reihenfolge so angeordnet, dass man mit möglichst wenig Umbauarbeiten und Drehseteinrichtungen auskommt.

Unser 15 bis 20 Minuten Videoszenen haben wir in zwei Tagen gedreht bekommen. Jetzt müssen die Videoszenen noch geschnitten und dann in das WBT eingebaut werden. Mit den Darstellern gehen wir zwischenzeitlich noch ins Tonstudio, um Off-Texte und diverse Dialoge aufzunehmen. Ende Oktober sollte das ganze Lernprogramm dann fertig sein.

DiWiSH: Social Software im Unternehmenseinsatz


Gestern hatte ich neben Steffen Voß und Stephan Raimer Gelegenheit, im Rahmen des Fachforums »Business Solutions« des Digiale Wirtschaft Schleswig-Holstein e.V. (DiWiSH) ein wenig über den Einsatz von Blogs und Wikis in Unternehmen zu berichten. Besonders schön fand ich es, dass ein gutes Drittel der Teilnehmer aktive Wikinutzer sind. Respekt, damit hatte ich nicht gerechnet.

Die Vorbereitung der Veranstaltung lief übrigens sehr entspannt und dennoch (oder gerade deswegen) produktiv ab. Wie Stephan Raimer anmerkte, hatten wir kein einziges Telefonat geführt oder uns persönlich getroffen. Der Austausch fand ausschließlich über einen Gruppenchat im Jabbernetzwerk und im E-Learning-Wiki statt. Dort können auch die Vortragsfolien heruntergeladen werden.

Weiterlesen:

Quo Vadis, E-Learning?


In den vergangenen vier Jahren hat sich eine Menge E-Learning-Bereich getan. Dabei hat sich einmal wieder gezeigt, dass Entwicklungen nicht vorhersehbar sind. Ende der 90-er Jahre dachte man noch, dass Schüler, Studenten und Berufstätige in naher Zukunft fast ausschließlich digital lernen würden. 1998 erschien beispiels der Abschlussbericht der Enquete-Kommission »Zukunft der Medien in Wirtschaft und Gesellschaft – Deutschlands Weg in die Informationsgesellschaft« in der ganz klar die zukünftigen Anforderungen an Medien- und Selbstorganisationskompetenzen der Menschen hierzulande beschrieben wurden. Aber seit 1998 hat sich im Schulunterricht nicht viel geändert, eventuell bis auf die PISA-Debatte. Seit dem wird ein wenig an den Symptomen gedoktert, aber ein Paradigmenwechsel hat in der Didaktik noch nicht statt gefunden. Eine interessante Diskussion dazu gab es letztens bei Mandy Schiefner (eine Diskussion dazu gibt es auch hier im Blog).

E-Learning-Projekte scheitern häufig


Die Unternehmensberatung Steria Mummert Consulting hat Zahlen ihrer Umfrage IT-Budget 2008 veröffentlicht. Demnach sind über 20% der E-Learning-Projekte "gescheitert". Was auch immer das bedeuten mag.

Diplomarbeitsthema zu Web 2.0 gesucht


Sehr geehrter Herr Schlotfeldt,

ich bin momentan auf der Themensuche für meine Diplomarbeit. Ich studiere Diplomberufspädagogik an der Technischen Universität München.

Mein Interesse besteht darin, das Themengebiet Web 2.0 von der pädagogischen Seite zu betrachten.

Ob in Erwachsenenbildung, Organisationen oder generell in Form von Knowledge Building Communities - Wissenserwerb und -vermittlung per Web 2.0 wird immer mehr genutzt. Ich möchte mittels einer empirischen Vorgehensweise Auswirkungen des Web 2.0 auf die Zusammenarbeit von Mitarbeitern, Projektgestaltung oder den Informationsaustausch untersuchen.
Werden interne Wikis genutzt? Wie arbeiten dezentrale Teams an einem Projekt? Wie effizient arbeitet eine Organisation mit Web 2.0- Anwendungen?

Mir ist wichtig, dass meine Forschungsergebnisse auch für die Web 2.0 User von Nutzen sind, z.B. gibt es doch sicherlich Unternehmen oder Interessengruppen, die ihre eingeführten Web 2.0-Anwendungen einmal empirisch untersucht haben wollen. Ich bin auch sehr flexibel mit meiner Themenwahl, je nachdem welche Schwerpunkte seitens der zu untersuchenden Gruppe/ Anwendung gestellt werden.

Falls Sie Ideen haben oder Ansprechpartner, die Interesse daran hätten, bin ich Ihnen für Ihre Mithilfe sehr dankbar.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Bemühungen.

Mit den besten Grüßen aus München,

Vanessa Petrick

E-Mail Vanessa Petrick: v.petrick@gmx.net.

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