Sich gegen Facebook wehren


Bisher war es ziemlich einfach, Informationen auf der eigenen Website zu veröffentlichen und dann bei Facebook mit einzubinden. Dagegen geht Facebook nun aber immer mehr vor, da der Konzern es lieber sieht, dass seine Nutzer gar keine andere Webpräsenz außer die bei Facebook haben.

Anil Dash zeigt in seinem Blogpost „Facebook is gaslighting the web. We can fix it.“an Hand von Beispielen, wie Facebook in den U.S.A gerade agiert:

  • seit heute (22. Nov 2011) ist es nicht mehr möglich, Inhalte von der eigenen Website (z.B. via RSS) in Facebook zu integrieren
  • das neue „frictionless sharing“ hat sich als eine sehr effektive Barriere gegen das bewusste Teilen von Informationen herausgestellt
  • Facebook macht seinen Usern Angst vor Links auf andere Websites, in dem vor angeblich unsicheren und gefährlichen Verweisen gewarnt wird

Anil Dash schlägt als Selbstverteidigung allen Facebook-Nutzern vor, die Domain facebook.com bei StopBadware.org zu melden, so dass Browser wie Firefox und Chrome vor dem Besuch von Facebook warnen müssten.

Ich würde ja statt dessen vorschlagen, gleich ganz auf Facebook zu verzichten und lieber etwas wie Diaspora oder Friendica zu benutzen. Aber das mag ja niemand hören ;-)

[via vowe]

Online in Irland


Anfang November waren wir einmal wieder in Irland zu Besuch. Diesmal sind wir schnell aus Dublin vor den Regenmassen geflohen (es hatte in einer Nacht soviel geregnet wie normalerweise im ganzen Monat) und  über Cork und Galway in den Donegal nach Ballyshannon gereist.

Foto von den Cliffs of Moher


Eine Frage vor der Reise war die nach der Online-Anbindung in Irland. Im Pay as You Go Sim with Data Wiki gibt es eine Übersicht über die verschiedenen Prepaid-SIM-Kartenangebote. Wir hatten uns für den Provider 3 (Three) entschieden und in Dublin in einer Mall eine Prepaid-SIM-Karte (pay as you go) gekauft, die innerhalb von einer halben Stunde funktionierte: 14 Tage Telefon-Flat sowie 4 GB Daten mit einer Fair User Policy für Skype. Damit ausgerüstet waren wir dann auch tatsächlich meistens „on“. Selbst in entlegenen Gebieten hatten wir häufig noch eine einigermaßen nutzbare Internetanbindung.

 

UEFI: Gefahr für offene Systeme durch Secure Boot


Wie ihn UEFI: Der designierte BIOS-Nachfolger bereit Linux Probleme schonmal dargestellt, könnte es in Zukunft schwierig werden, offene Systeme wie Linux oder BSD auf einem normalen Computer zu installieren. Die Gefahr droht dabei von dem UEFI-System, mit dem zukünftig Computer ausgestattet werden sollen, in Kombination mit Windows 8 repeskteive dem Windows 8 Logo-Programm. Die Free Software Foundation hatte als Reaktion schon eine Kampagne gestartet, weitere Veröffentlichungen sind gerade erschienen, wie Heise berichtet: Linux-Größen plädieren für ein offeneres Secure Boot.

Hintergrund ist, dass mit der UEFI Secure Boot sichergestellt werden kann, dass nur signierte Betriebssysteme auf einem Rechner gestartet werden können. Da sich Open Source Systeme sehr schnell entwickeln, wird es nicht möglich sein, hiervür Signaturen bereitzustellen. Von den zu tragenden Kosten einmal ganz abgesehen.

Gefordert wird nun, dass der Anwender die Möglichkeit haben muss, auf seinem Computer Secure Boot zu deaktivieren. Das ist die einzige Möglichkeit, Systeme ohne eingetragene Signatur auf einem UEFI-Rechner starten zu können.

World Usability Day 2011 — Education: Designing for Social Change


Am 10. November findet der 7. World Usability Day statt. Im Mittelpunkt stehen dieses Jahr Bildung und Ausbildung und deren Auswirkungen auf soziale Veränderungen. Dazu wird es auch in Kiel eine Veranstaltung geben, im Rahmen des EU-Projekts „Zentrum für benutzergesteuerte Innovation“ wird es um Fallbeispiele, Prozesse und Methoden im Umfeld von Lernen mit digitalen Medien gehen.

Thumb Einladung WUD 2011 Kiel

Veranstaltungsort ist das Wissenschaftszentrum Kiel.

Mehr Informationen unter www.worldusabilityday.de/groups/kiel

Facebook: Das Ende des freien Webs?


What Facebook is doing is very different. When it records our activity away from the Facebook site it's a third party to the deal. It doesn't need this data to run its own services. Moreover, Facebook's aggregation and centralisation of data across all our disparate fields of activity is a very different thing from our phone company having our phone data and our bank having our finances. Worst of all, the way Facebook collects and uses our data is both unpredictable and opaque. Its technology and policies move so quickly you'd need to be a technical and legal specialist and spend an inordinate amount of time researching Facebook's activities on an ongoing basis to have any hope of understanding what they're doing with your data.

Adrian Short, „Creative technologist, data analyst, open data activist“, hat für den Guardian sein Unbehagen gegenüber Facebook dargelegt und dabei die Kernpunkte schön zugespitzt formuliert. Nutzer kostenloser Webservices sieht er als „Web Underclass“, denn bei solchen Services ist man schlicht nicht der Kunde sondern man ist das Produkt. Facebooks Produkt sind die Userdaten, verkauft werden diese an die Werbeindustrie. Dieser Datenberg wird mit Open Graph nun noch weiter anwachsen, denn mit Open Graph können andere Websites das Nutzungsverhalten ihrer Nutzer an Facebook übermitteln. Das geschieht über die Einbettung des berühmt-berüchtigten Like-Buttons und ohne dass ein Nutzer davon etwas mit bekommt.

Weiterlesen beim Guardian: Why Facebook's new Open Graph makes us all part of the web underclass.

Linksterrorismus


Wenn nun Politiker eine Linksterrorismusdebatte führen, dann setzen sie damit die linke Gewaltbereitschaft einmal mehr auf eine Stufe mit der rechten. Und das bedeutet auch, dass bestimmte Politiker hier gegenüber dem Rechtsterrorismus beide Augen sehr fest zudrücken, indem sie ihn relativieren.

Historiker Martin Jander im Interview mit der tagesschau: Ein öffentliches Schüren von Hysterie“.

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