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Tim Schlotfeldt ist E-Learning-Spezialist und Consultant. Der Fokus seiner Arbeit liegt in der Beratung von Unternehmen und Verwaltung im Bereich E-Learning mit einem starken Fokus auf Web 2.0. Sie können ihn als Berater, Referenten, Gutachter und Projektleiter engagieren. Weitere Informationen auf der Seite über Tim Schlotfeldt.

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Neu: Newsletter


Vor einiger Zeit hatte ich hier gefragt, ob Interesse an einem Newsletter des E-Learning-Blogs besteht. Natürlich kann das Blog via RSS Full-Feed gelesen werden, aber ich vermute, das viele Leser ein E-Mail-Abonnement begrüßen würden. Bei der hierzu eingerichten Umfrage haben in der Tat 26% dafür gestimmt, einen Newsletter mit anzubieten. Es sind eine Reihe an sehr interessanten Rückmeldungen über Kommentare, Twitter und E-Mail eingegangen. Dafür nochmal ein großes Dankeschön.

Für mich ist dadurch klar geworden, den Newsletter anzubieten. Abonnieren kann man ihn seit kurzem im rechten Menü unter dem Punkt Newsletter. Geplant ist eine monatliche Zustellung mit den vergangenen Blogeinträgen.

Social Web verhindert keine taktische Kommunikation


Was soll man davon halten, wenn die Politik in Gestalt der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft ein wenig auf Social Web macht? Markus hat sich auf netzpolitik.org dazu seine Gedanken gemacht. Anlass war eine Etherpad-Sitzung der Arbeitsgruppe zur Netzneutralität. Netzneutralität, wir erinnern uns, ist ein heißes Eisen.

Und so verwundert es nicht, dass trotz der Verwendung von Social Web-Werkzeugen taktische Kommunikation zum Zuge kommt. Im Blog Digitale Linke ist dazu zu lesen:

Dazu wurde vom Vorsitzenden der Projektgruppe, Peter Tauber (CDU), unmittelbar zu Beginn der Sitzung ein Gliederungsvorschlag ins Pad gestellt, der anschließend von allen Sitzungsteilnehmern gleichzeitig und ziemlich konfus bearbeitet wurde.

Der Vorschlag selbst war den Mitgliedern und Sachverständigen vorher nicht mitgeteilt worden, enthielt eine deutlich IT-Verbands-freundliche Prägung und gab viele Themen, die zuvor mühsam in einer von allen Fraktionen erstellten Themenliste gesammelt worden waren, nicht vollumfänglich wieder. Kurz: Die Gliederung enthielt eine Schieflage zugunsten der Netzbetreiber und zulasten von Positionen für Netzneutralität.

Eine Aussprache gab es – abgesehen von formellen Verständigungsversuchen via Chat – keine. Eine inhaltliche Diskussion wurde nicht geführt.

Damit spannt sich dann der Bogen zu Unternehmen. Der Einsatz von Social Web-Werkzeugen führt bei den Anwendern eben nicht automatisch zu einer anderen Form der Zusammenarbeit und des Miteinanders. Umgekehrt entfalten Social Web-Werkzeuge nur dann ihre Wirkung, wenn man die Art des miteinander umgehens und des zusammenarbeitens ändert.

Eine ähnliche Situation hatten wir Ende der 90-er Jahre, als Unternehmen daran gingen, E-Learning einzuführen.

Ein Geschäftsmodell im Internet geht immer (diesmal CIPPOOL.de)


Seit letzter Woche grast ein Script der Website CIPPOOL (laut Untertitel das Bildungsportal für Studentinnen und Studenten) ziemlich viele Blogs der Bildungsszene ab und veröffentlicht Beiträge, die unter einer Creative Commons-Lizenz erschienen sind, erneut auf cippool.de. Dort findet man dementsprechend eine ganze Menge Texte von Edu-Bloggern.

Eine solche Aggregierung kann für den Betreiber viel Geld wert sein, da Google passende Texte zu einem Themenschwerpunkt mit den entsprechenden Stichworten gut bewertet. Was fehlt für einen ordentlichen PageRank sind Links von anderen Websites. Und allem Anschein nach versucht der Betreiber, laut Impressum ein Peter Wilfahrt, die Links einzusammeln, indem er mit jeder Veröffentlichlung eines Beitrags auf cippool.de einen Pingback zur Quelle zurückschickt. So etwas wird durchaus als Spam, als Trackback- oder Pingback-Spam, angesehen.

Mich hat es jedenfallso so genervt, dass ich diesen zig-fachen Pingback-Spam gelöscht habe und nun sämtliche Zugriffe von der CIPPOOL IP-Adresse 85.17.45.16 via iptables abblocke.

MPEG-4 AVC für freie Internet-Streaming-Angebote dauerhaft lizenzkostenfrei


Wahrscheinlich als Konsequenz auf Googles WebM-Projekt hat die MPEG-LA beschlossen, dauerhaft keine Lizenzgebühren von freie (frei im Sinne von kostenlos) Videostreaming-Angeboten zu fordern, die den MPEG-4-Codec verwenden (»Internet Broadcast AVC Video«).

Weiterlesen:

Sir Ken Robinson: Bring on the learning revolution!


Ken Robinson zuzuhören ist immer wieder eine Freude:

[via Ralf Appelt]

Für deutsche Unternehmen ist das Social Web ein Marketing-Instrument


Das Social Web wird von den Unternehmen vor allem als reines Werbemedium wahrgenommen. Immer noch.

Online-Zusammenarbeit, voneinander lernen, Wissen teilen: alles keine Themen.

Weiterlesen beim Netzökonom: Unternehmen fehlen die Strukturen für Social Media.

Social Media: so vergänglich


Ausschließlich in Social Media publizieren ist wie Zeichen in den Flugsand schreiben. Wer gerne bleibende Spuren hinterlässt und wiederkehrende Leser schätzt, ist mit einem Blog besser dran.

Claudia Klinger hat eine fast schon amüsante Geschichte aus dem Web 2.0: Ein aktiver Micro-Blogger mit rund 17.000 Followern stellt fest, dass seit ca. vier Wochen keines seiner Posts veröffentlicht wurde – und niemanden ist es aufgefallen! Weder seinen 17.000 Followern noch ihm selbst. Das hat ihn geschockt:

It makes me feel like everything I’ve posted over the past four years on Twitter, Jaiku, Friendfeed, Plurk, Pownce, and, yes, Google Buzz, has been an immense waste of time. I was shouting into a vast echo chamber where no one could hear me because they were too busy shouting themselves. All this time I’ve been pumping content into the void like some chatterbox Onan. How humiliating. How demoralizing.

Weiterlesen:

#bcki – Nach dem BarCamp Kiel ist vor dem BarCamp Kiel


Logo BarCamp Kiel

Ja, wie wars denn nun, das erste BarCamp in Kiel? Als einer aus dem Orga-Team bin ich wohl etwas voreingenommen; also mir hat es gefallen ;-) Und wenn man sich die bisherigen Reaktionen der Teilnehmer ansieht, geht es (fast) allen anderen Teilnehmern ebenso: »astreines Barcamp«, »Rundum gelungen«, »the people and spirits on this first Barcamp were great«. Das schmeichelt den Bauch und motiviert zu Folgetaten.

Das erste BarCamp in Kiel

Ein BarCamp ist so etwas wie eine selbstorganisierende Konferenz. Es gibt Ähnlichkeiten zu Open Space, das aber im Gegensatz zu einem BarCamp sehr strukturiert daher kommt und von Profis moderiert wird. Ein BarCamp findet am Wochenende für zwei Tage statt, hier in Kiel letztes Wochenende am 13. und 14. August 2010. Nach einer Vorstellungsrunde, bei der man seinen Name und drei Stichworten zu den eigenen Interessen nennt, folgt die Sessionplanung für den Tag. Jeder, der ein Thema für eine Session anbieten oder sich darüber in der Gruppe austauschen möchte, stellt das Thema kurz vor und fragt in die Runde, wer noch Interesse hat. An den Handmeldungen ist der Platzbedarf für diese Session erkennbar.

Wie würde ein BarCamp Kiel bei den Leuten ankommen? Wer wird tatsächlich kommen? Am Ende hatten sich 130 Teilnehmer angemeldet und etwas über 100 von ihnen sind auch gekommen. Unter den Teilnehmern waren weniger bekannte BarCamp-Besucher als ich erwartet hätte, und viele Teilnehmer kamen aus der Region. Das führte zu einem ausgeprägten regionalen Charakter, so wie ich es bisher bei BarCamps noch nicht kennen gelernt hatte. Und ich muss sagen, dadurch hatten die zwei Tage ihren ganz eigenen Charme gewonnen. Dabei ist die erstaunlich vielfältige die IT- und Web-Szene sichtbar geworden, von der Haskell-Gruppe über die Elektrobastlern bis hin zu Kieler Unternehmen, die iPad-Publikationen erstellen oder Browser Games entwickeln und anbieten.

Foto Session Grid BarCamp Kiel

Es war übrigens interessant zu sehen, wie schnell die Teilnehmer, von denen ja viele gerade ihr erstes BarCamp erlebt hatten, sich an diese Form des Wissensaustausch angepasst haben. Am ersten Tag hat man bei der morgendlichen Sessionplanung noch ein gewisses Zögern und Vorsicht gespürt. Am zweiten Tag dann gingen die Leute wesentlich unbekümmerter an die Sessionplanung, hatte der Vortag doch gezeigt, dass alle sehr wertschätzend miteinander umgegangen sind.

Abendveranstaltung Jour Fitz

Mit-Organisatorin Miriam hatte früh die Idee eingebracht, das BarCamp mit einem Jour Fitz, einer Bloggerlesung, zu kombinieren. Das konnte direkt an der Kieler Förde im Camp24|7 statt finden und hat sich zu einem echten Highlight entwickelt. Witzige bis durchgeknallte Texte und Blog-Leser, die sich mitunter den Nebelhörnern vorbeifahrender Schiffe geschlagen geben mussten.

Sessions

Wenn es ging, habe ich auch Sessions besucht. Besonders gefallen haben mir darunter der Vortrag iPad Magazin, Grundlagen der Entwicklung und Erlösmodelle, die Vorstellung von Hinnerks und Ulrichs neuem Projekt Anonymes Surfen mit TOR (Convenient Secure Tor Proxy) sowie der Vortrag von Christoph Zukunft Internet - Breitband, DSL, Glasfaser mit der Idee, ganz Kiel ans Glasfaber anzuschließen (FTTH). Am zweiten Tag habe ich zwei Einsteiger-Sessions gehalten, eines zum Thema Git und eines über Status.Net/ Identi.ca (Features und Installation, die Dokumentation schiebe ich später noch ins Wiki).

Das Orga-Team

Schon vor zwei Jahren (vielleicht sogar noch früher) wurde vereinzelt das Thema BarCamp in Kiel angesprochen. Die Idee spukte bei vielen Treffen und Veranstaltungen in Kiel durch die Räume. Jeder, der bei einem BarCamp wie denen in Hamburg oder Berlin mit dabei war, war an einer solchen Veranstaltung für Kiel interessiert. Aber so ein Gedanke muss sich in den Köpfen festsetzen, bis sich genügend Freiwillige finden und es zu ersten Taten kommt. Ich weiß nicht, ob es daran gelegen hat, aber im Orga-Team hat sich ein ganz schön sympathischer Haufen Menschen versammelt. Entspannt und professionell wurde das BarCamp Kiel geplant, erforscht und wurden die To-Dos erledigt. Es hat mit euch sehr viel Spaß gemacht: Christoph, Daniela, Frank, Frank, Harm, Jan, Karen, Marion, Martin, Miriam Saara, Sebastian, Steffen und Swen.

Wir hattem übrigens im Vorfeld lediglich sechs Orga-Treffen. Die meisten Planungen und Absprachen erfolgten im Wiki und auf der Orga-Mailingliste.

Ich habe eben nachgesehen, wann denn die erste Seite im BarCamp Kiel-Wiki angelegt worden ist. Es ist der 1. April 2010 gewesen… Davor gab es ein ähnliches Wiki auf Wikia, aber wegen dessen Usability, die Einsteiger eher abschrecken lies denn zur Mitarbeit einlud, sollte man darüber den Mantel des Schweigens hüllen und nicht weiter zurück blicken. Ende März haben wir die Domain barcampkiel.de eingerichtet und das jetzige Wiki installiert

Das Wiki besteht aktuell aus 227 Seiten mit 43 MByte an Daten. Die Orga-Mailingliste ist sei dem 22. April 2010 in Betrieb. Seit dem haben wir dort ca. 1.100 Nachrichten ausgetauscht mit einem Datenvolumen von 37 MByte. Daneben exisitiert noch ein Jabber-Chatraum, der aber nicht benutzt worden ist. Die Kommunikation lief und läuft überwiegend über die Mailingliste.

Dank an die Sponsoren

Die Teilnahme an einem BarCamp ist kostenlos. Ziel ist es, allen Interessierten die Teilnahme an einer (sehr intensiven) Veranstaltung zum Wissensaustausch, zum voneinander Lernen, zu ermöglichen. Da aber Kosten entstehen, funktioniert so etwas nur mit Hilfe von Sponsoren. Allen Sponsoren ein großes Dankeschön, dass sie das BarCamp Kiel unterstützt haben.Das Wissenschaftzentrum hat die Räumlichkeiten kostenlos zur Verfügung gestellt und tritt sogar als Mitveranstalter auf, was auch versicherungstechnische Vorteile bringt. KielNET war ziemlich schnell zur Stelle, um das BarCamp ans Internet zu bringen und uns organisatorisch zu unterstützen. Addix hat für den Aufbau des WLANs gesorgt. Und schließlich brachten uns Otto Group und T-Mobile mit ihrer großzügigen finanziellen Unterstützung Planungssicherheit.

Weiter Sponsoren sind New Communication, sealMedia, Nitor, Kooperativa, Förde Sparkasse, netImpact, Kiel Marketing, getDigital.de, Consist und Kieler Linuxtage.

Vielen Dank, liebe Sponsoren.

Abschluss und Ausblick

Am Ende des zweiten Tages hatten wir mit den Teilnehmern eine Abschlussrunde abgehalten. Wir wollten Rückmeldungen einsammeln und einschätzen können, ob Interesse an einem weiteren BarCamp im nächsten Jahr besteht. Dabei ist ziemlich schnell klar geworden, dass irgendwie alle heiß auf das nächste BarCamp sind :-) Und ich vermute, da jetzt allen der Ablauf eines BarCamps vertraut ist, werden noch einige mehr zum Orga-Team dazustoßen, um Aufgaben zu übernehmen und Ideen einzubringen.

BarCamp Kiel startet am Freitag


Logo BarCamp Kiel

Freitag und Samstag findet das erste Kieler BarCamp statt. Wir vom Orga-Team befinden uns somit in der heißen Phase der letzten Vorbereitungen. Allerdings sind es meist nur noch Detailfragen, die geklärt werden müssen, z.B. ob der Getränkelieferant am Mittwoch liefern kann oder doch erst Freitag Morgen vor Veranstaltungsbeginn.

In den letzten zwei Wochen sind noch weitere Sponsoren zu uns gestoßen, so dass nun auch das Catering für beide Tage finanziert ist. Vielen Dank nochmal an die Sponsoren!

Hier die gerade rausgeschickte zweite Pressemitteilung zum BarCamp Kiel:

PRESSEMITTEILUNG

09.08.2010

Web-2.0-UnKonferenz – 1. BarCamp Kiel steht in den Startlöchern

In wenigen Tagen ist es so weit: Am 13. und 14. August wird das 1. Kieler BarCamp im Wissenschaftszentrum Kiel stattfinden und die 130 Teilnehmerplätze für Web-2.0-Enthusiasten sind schon restlos belegt. Wer sein Glück trotzdem noch versuchen will, kann sich auf der Warteliste eintragen. Die große Resonanz bestätigt den Wunsch einzelner internetaffiner Kieler, ein BarCamp in Kiel zu ermöglichen, wie es nach amerikanischem Vorbild bereits in Berlin und Hamburg stattfand. Tim Schlotfeldt und Steffen Voß aus dem Orga-Team äußern sich äußerst positiv zur bisherigen Entwicklung im Vorfeld: „Wir sind begeistert von den vielen Interessierten und Befürwortern eines BarCamps in Kiel. Bei den ersten Überlegungen haben wir diskutiert, ob wir 40 Teilnehmer zusammenbekämen – jetzt sind 130 angemeldet und weitere stehen auf der Warteliste.

Das Orga-Team, das ehrenamtlich arbeitet, dankt allen Sponsoren, ohne die das BarCamp nicht im jetzigen Rahmen realisierbar wäre. So haben die Firmen Addix, KielNET, New Communication, Nitor, Otto Group und seal Media wie auch die Kieler Linuxtage, Kiel Marketing, die Förde Sparkasse, getDigital.de, Consist, netImpact und T-Mobile durch ihre Sach- und Geldbeiträge viele Möglichkeiten eröffnet und zum Gelingen beigetragen. Die kulinarische Versorgung vor Ort übernimmt Kooperativa.

Die wissenschaftliche Geschäftsführerin Dr. Inge Schröder begründet die Entscheidung für eine so unkonventionelle Veranstaltung im Wissenschaftszentrum Kiel:Wir waren sofort von der Idee begeistert. Das Wissenschaftszentrum steht selbst für Innovation und Weitsicht in Bezug auf Weiterbildung und Forschung. Wir freuen uns auch einen Teil dazu beitragen zu können, wenn Kieler Privatpersonen ohne jeglichen kommerziellen Hintergedanken eine Veranstaltung auf die Beine stellen, die so viel Lernpotenzial und Aufklärungsgeist in sich trägt.

Die Themenvorschläge im BarCamp-Wiki (www.barcampkiel.de) geben schon einen Überblick über die Interessen der Teilnehmer und die Richtungen, in welche die Sessions gehen könnten. Wie die Inhalte tatsächlich gestaltet werden, entscheidet sich BarCamp-typisch vor Ort. Die eine oder andere Überraschung wird sich bestimmt noch auftun – und genau das macht ein BarCamp aus.

Ansprechpartner für die Medien:

Saara Korneli – Tel. (0431) 800 892-16, E-Mail: s.korneli@sealmedia.de – Skype: saneli8377
Steffen Voß – Tel. (0431) 88 88 68-3, E-Mail: kontakt@kaffeeringe.de – Skype: steffenvoss
Karen Rinke - Wissenschaftszentrum Kiel, Tel. (0431) 2008 6621 - krinke@wissenschaftszentrumkiel.de

Journalisten sind herzlich willkommen, sich vor Ort einen Eindruck zu verschaffen. Die Ansprechpartner stehen gerne zur Verfügung.

Bildung: Gutscheine statt Geldzahlung?


Seit einiger Zeit schaue ich mir wieder ganz gerne den Presseclub an. Beim letzten Mal ging es einmal mehr um unseren Sozialstaat. Der Staat muss die so genannten Hartz-IV-Sätze neu berechnen, in der dazu geführten öffentlichen Diskussionen werden statt Geldzahlungen auch zum Teil obskure Gutscheinmodelle gefordert.

Ein Blick in die U.S.A zeigt allerdings, dass reine Geldleistungen sehr wohl viel bewirken. Im April hatte die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung berichtet, dass die jährliche Zahlung von 4.000 US-Dollar an indianische Eltern eines Reservats die Bildungschancen deren Kinder maßgeblich erhöht hatte (ich hatte es hier schonmal erwähnt):

grob gerechnet, kommen die Forscher zu dem Ergebnis, dass 4000 Dollar zusätzliches Einkommen jährlich für die ärmsten Familien ein zusätzliches Schuljahr für die Kinder bedeuteten. Zudem senken die Transfers die Wahrscheinlichkeit, dass die Kinder mit 16 oder 17 Jahren kleinere Vergehen wie Diebstahl begangen haben, um rund 22 Prozent.

Es ist übrigens mitunter recht erkenntnisreich, wenn (Chef-) Redakteure über »Gürtel enger schnallen«, Lohnabstand und »Arbeit muss sich wieder lohnen« reden. (Chef-) Redakteure mit einem Jahresverdienst von 120.000,– Euro? 150.000,– Euro?

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