Ich will mal meine ungeordneten Gedanken und Erfahrungen vom ersten Tag zusammentragen, bevor ich es wieder vergesse. Das schöne am EduCamp sind die persönlichen Gespräch mit alten Freunden und Bekannten und das Kennenlernen von neuen Menschen. Es war sehr kurzweilig und anregend und der Abend viel zu schnell erreicht.
An Sessions habe ich folgende aufgesucht:
Learner's Garden Community
Wolfgang Neuhaus hat über deren Portal Learner's Garden berichtet. Die Idee
dahinter ist, dass die Teilnehmer Learning Tools empfehlen. Diese Tools,
überwiegend Web 2.0-Dienste wie Diigo, Etherpad etc, werden in ihrer
Funktionsweise beschrieben und kategoriesiert. In der Diskussion
kristallisierte sich heraus, dass es für einen Lerner hilfreich wäre, wenn man
konkrete Anwendungsbeispiele für die Tools aufzeigt, so dass einem der
mögliche Nutzen sofort klar wird.
Microblogging in Education
@mosworld von der RWTH Aachen untersucht in seiner Dissertation die
Einsatzmöglichkeiten von Microblogging in der Hochschullehre. Unter anderem
haben sie an der RWTH Aachen für zwei Seminare für 31 Tage eine
StatusNet-Instsallation zur Verfügung gestellt. Man wollte sehen, wie so ein
Microblogging-System von den Lehrenden und Lernenden eingenommen und genutzt
wird. Das System wurde den zwei Seminaren zusätzlich zu den anderen
internen Services zur Verfügung gestellt, ohne dass auf die Nutzung gedrängt
worden ist oder dass dafür besondere Werbung gemacht worden ist. Dafür ist das
Ergebnis dann doch ziemlich gut: von den rund 180 Teilnehmern haben 94 den
Dienst genutzt und im Schnitt hat jeder von de 94 aktiven Nutzern 6 oder 8
Nachrichten abgesetzt (ich habe mir die genaue Zahl nicht notiert).
(Alternatives) Game Based Learning – Das Spiel – Ein unkonventionelles Bildungsmedium?
Da ging es nicht um ein serious game sondern darum, wie Spiel von den Nutzern weiterentwickelt oder umgedeutet werden (können). Ich habe davon Begriffe und Ideen wie Spielregeln hacken und Refraimng mit nach Hause genommen.
Das eigene soziale Netz – raus aus Facebook & Co.
Zum Ende dann hatte ich eine Session zum Thema »Das eigene soziale Netz --
raus aus Facebook & Co.« vorgeschlagen, in der es um Datenschutz und um die
Bewahrung essentieller Infrastruktur durch die Allgemeinheit ging. Es gibt
dazu keine Folien, aber ich will mal versuchen, ein paar Stichworte aus meiner
Erinnerung zusammen zu tragen:
- das Internet ist frei in dem Sinne, dass die technischen Spezifikationen offen sind und von jedem implementiert werden dürfen
- Beispiel Webserver, Beispiel E-Mail - das ist essentielle
Infrastruktur, deren Spezifikationen jeder einsehen und in eigener
Software umsetzen kann und darf
- Dienste wie Facebook, Twitter, Xing usw. versuchen ihre Nutzer zu binden, indem sie ihre Services in einem geschlossenen Kontext anbieten – den
sogenannten Overnets
- Infrastruktur muss aber frei sein, gerade Bildungseinrichtungen sollten offene Systeme nutzen
- rein technisch kann man die meisten Services auch mit freier Software realisieren, Facebook wird meistens einfach dazu genutzt, um zu sehen, was die eigenen Freunde und Bekannte machen
- über Open Microblogging und das Aufsetzen eines eigenen Dienstes mittels StatusNet gesprochen
Vielleicht fällt ja dem einen oder anderen noch etwas wichtiges ein. Es wurde ziemlich engagiert disktuiert und ich habe nur einen Bruchteil von dem gesagten wiedergegeben.
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