E-Learning und Social Software in Unternehmen und Verwaltung.

Tim Schlotfeldt


Ich bin Tim Schlotfeldt, ein E-Learning-Spezialist und Consultant. Der Fokus meiner Arbeit liegt in der Beratung von Unternehmen und Institutionen im Bereich E-Learning, Kompetenzentwicklung, Kommunikation und Wissensmanagement. Sie können mich als Berater, Referenten und Projektleiter engagieren. Meine Kontaktdaten stehen auf meiner ausführlichen Kontaktseite.

E-Learning-Blog

Mein E-Learning-Blog benutze ich als Auffangbecken für unstrukturierte Gedanken und Ideen rund um die Themen E-Learning, informelles Lernen, Kommunikation und Kompetenzentwicklung.

Jonathan Schwarz' Erfahrungen mit Softwarepatenten


Jonathan Schwarz, bis Anfang Februar CEO bei Sun Microsystems, rechnet ein klein wenig mit zwei Großen der Branche in Sachen Softwarepatente ab, indem er von den kleinen, schmutzigen Trick berichtet, mit denen Apple und Microsoft Sun Microsystems ärgern wollten. Steve Jobs und Bill Gates hatten beide versucht, Sun-Produkte mit Hinweis auf Trivialpatente (Softwarepatente) zu ver- bzw. behindern. Jobs störte sich etwa am 3D-Desktop Project Looking Glass, Gates am Office-Paket OpenOffice.

Passend zum Thema zitiert Schwarz mit der Überschrift genüsslich Steve Jobs: »Good Artists Copy, Great Artists Steal«.

Weiterlesen bei Jonathan Schwarz: Good Artists Copy, Great Artists Steal.

»No one could do to Disney Disney did Brothers Grimm«


In einem sehr unterhaltsamen Talk hat Lawrence Lessig bei TEDxNYED über eine Kultur des Remixens gesprochen, die Disney groß gemacht hat, über den Respekt der Konservativen gegenüber dem Urheber (nicht Verwerter) und den Einfluss von Hollywood auf die Demokraten.

[via ix, netzpolitik.org]

Newsletter: ja oder nein?


Seit ein paar Tagen denke ich darüber nach, ob ich zusätzlich zum E-Learning-Blog auch einen Newsletter anbieten sollte. Ich frage mich, ob dieser seine Leser finden wird. Oder ist es doch etwas völlig überflüssiges? Schließlich ist alle Welt mit einer E-Mail-Flut geschlagen und so wunderbare Erfindungen wie RSS lassen einen Websites ähnlich unkompliztiert anzeigen wie E-Mails in der Inbox.

Vielleicht passt es ja zur gerade laufenden RSS-Fullfeed-Debatte. Felix Schwenzel hat es in es dazu auf den Punkt gebracht:

ich bin dankbar für jeden leser, dankbar für jeden der mir seine aufmerksamkeit schenkt und vielleicht sogar das, was ich mache, schätzt. dafür bin ich bereit einiges zu tun. zum beispiel versuche ich das lesen so einfach wie möglich zu machen. ich biete nicht nur einen rss-feed an, den man einfach in einem feedreader abonnieren kann, prüfe regelmässig dass er in diversen feedreadern einigermassen aussieht, ich versuche auch, meine website so einfach wie möglich zugänglich zu machen, ich achte darauf, dass die seiten (möglichst) schnell laden, biete eine funktionierende suche an, achte darauf, dass suchmaschinen die site gut indexieren können und dass alle einträge eindeutige und auf wunsch kurze urls haben. zumindest technisch versuche ich wirres.net so einfach wie möglich lesbar zu machen.

Für mich wäre der Newsletter nun ein weiterer Kanal, über den ich meine Blogeinträge anbieten kann. Wie Felix Schwenzel bin ich ebenfalls dankbar für jeden Leser, der sich die Zeit nimmt und hier vorbeischaut. Der Newsletter würde nun all jenen das Lesen des Blogs vereinfachen, die keinen RSS-Freedreader benutzen. Und ich vermute, dass das nicht wenige sind.

Die Idee mag zunächst etwas anachronistisch wirken, doch wenn man sich dann auf der Wikipedia den E-Mail-Artikel durchliest, erfährt man, dass E-Mail auch 2010 als der wichtigste und meistgenutze Dienst des Internets angesehen wird. Obwohl Google meint, dass E-Mail im Jahre 2010 eigentlich wie Google Wave aussehen sollte, integrieren populäre Web 2.0-Dienste wie Posterous und Feedburner E-Mail in ihren elementaren Funktionen (Feedburner schickt einem die abonnierten RSS-Feeds auf Wunsch per E-Mail nach Hause).

Dennoch: ich bin mir nicht sicher, ob das Angebot eines Newsletters sinnvoll ist. Darum habe ich mir gedacht, ich frage einfach mal die Leserinnen und Leser dieses Blogs: Würden Sie einen E-Mail-Newsletter des E-Learning-Blogs abonnieren?

Rechts im Menü habe ich dazu eine Umfrage eingerichtet

Betriebs- und Dienstvereinbarungen zum Thema E-Learning


Winfried Heidemann von der Hans-Böckler-Stiftung hat 29 Betriebs- und Dienstvereinbarungen untersucht, um einmal zu sehen, wie dort mit dem Thema E-Learning umgegangen wird.

Von den untersuchten Vereinbarungen befassen sich zwanzig mit Lernprogrammen an sich (WBTs, CBTs). Interessant, dass hier nur in acht Vereinbarungen E-Learning einem betrieblichen Bildungsprogramm zugeordnet worden ist.

Sieben der untersuchten Vereinbarungen befassen sich vor allem mit dem Einsatz eines Learning Management Systemen und zwei Vereinbarungen drehen sich um Wissens- und Skills-Management.

In der Untersuchung hat man herausgearbeitet, was schwerpunktmäßig in den Vereinbarungen zum Thema E-Learning geregelt worden ist:

  • Ziele von Programmen und technischen Einrichtungen
  • Rahmenbedingungen
  • Qualitätsmerkmale von Lernprogrammen
  • Leistungs- und Ergebniskontrollen, Datenschutz
  • Beteiligung des Betriebsrates

Abschließend werden Empfehlungen für Betriebsräte ausgesprochen, hier als Beispiel für den Bereich Wissensmanagement im Rahmen betrieblicher Lernkultur:

  • Verbindung von Arbeit und Lernen als neue Lernkultur im Unternehmen fördern
  • Weiterbildung am Bedarf der Arbeitsprozesse ausrichten
  • Mitarbeiter an der Bedarfsermittlung beteiligen
  • Führungskräfte verantwortlich einbeziehen
  • Lernen in den Arbeitsprozess integrieren
  • bei der Ermittlung des Weiterbildungsbedarfs an die Qualitätssicherung bei anknüpfen
  • Qualitäts- und Verbesserungszirkel für die Weiterbildung nutzen
  • virtuelle Zirkel als Communities im Netz organisieren
  • Zirkelergebnisse in einer zentralen Datenbank dokumentieren

Weiterlesen: Heidemann, Winfried: E-Learning im Betrieb.

Spaß mit Technik


Wenn man sich mit E-Learning und Web 2.0 in Unternehmen beschäftigt, dann kommt man unweigerlich auch mit der Technik in Berührung. Bei mir kommt noch der Spaß hinzu, wenn es erforderlich wird, technischen Problemen auf den Grund zu gehen.

Moment bin ich ein wenig verblüfft über den von mir betriebenen Mailserver. Spam-Mails sind bekanntlich ein großes Problem und darum wird sehr viel Aufwand betrieben, Mailserver so abzusichern, dass sie nicht von Spammern missbraucht werden können. Eine Maßnahme ist beispielsweise, dass man sich als Nutzer authentifizieren muss, damit der Server die Mails für einen verschickt. Wird ein ungültiger Nutzername verwendet, so lehnt der Mailserver die E-Mail einfach ab.

Der von mir bestriebene Mailserver (ein Exim aus Debian Lenny) hat in den letzten 48 Stunden über 120.000 E-Mails für einen nicht vorhandenen User angenommen. Identifiziert hat sich der Spammer über CRAM-MD5 mit dem Usernamen admin, und obwohl dieser Nutzer nicht gültig ist, wurden die Mails von Exim angenommen. Die Ursache des Problems konnte ich bisher nicht ausmachen, als Notlösung habe ich nun einen Nutzer admin mit einem neuen Passwort angelegt und der Spuck ist damit vorerst beendet.

Im IRC-Channel #exim kam noch der Hinweis, dass dieses Phänomen nicht unbekannt ist:

i'd know or have servers showing the same behaviour... i'd guess the problem is at layer 8, either in being unable to identify which user databases exim uses or somewhere in the config simply allowing anything if some condition matches.

Hat jemand einen Tipp für mich?

Videocodec H.264 und Lizenzen


Im E-Learning hat die Einbettung von Videos ein lange Tradtion, da Werkzeuge wie Director die Erstellung von CBTs mit Videoelementen ermöglichten. Allerdings war Video dann mit dem Wechsel auf WBTs ein Problem. Es fehlten zum Einen die hochkomprimierten Videoformate und und zum Anderen standardisierte Videoplayer. Der RealPlayer stellte die einzige Mehrplattformlösung dar, konnte sich allerdings nicht gegen Microsoft und Apple durchsetzen. Erst 2007 kam es zu einer nennenswerten Verbesserung der Situation, als Adobe den Flash Player in der Version 9.0.115 veröffentlichte. In einer von Adobe als notwendiges Sicherheitsupdate für eine kritische Lücke bezeichneten Aktion hatte es das Unternehmen geschafft, innerhalb von kurzer Zeit einen universellen Videoplayer mit einem H.264-Codec weltweit einzuführen. H.264 (aka MPEG-4 AVC) ist ITU-Standard und das State-of-the-Art Videoformat für hocheffiziente Videokompression.

Das Dumme an H.264 ist nur, dass bei diesem Standard ein Strauß an patentierten Verfahren genutzt werden, die einem Pool von derzeit 26 Unternehmen wie Apple gehören, darunter beispielsweise Fraunhofer, France Télécom, Microsoft, Robort Bosch und Sony. Aus praktischen Gründen übernimmt die Rechteverwaltung dieser Patente eine eigene Organisation, das MPEG LA. Von dort muss man sich eine Lizenz besorgen, wenn man einen H.264-Codec vertreiben will oder wenn man Videos im H.264-Format verbreiten möchte. Allerdings kann man nicht sagen, wie hoch die Lizenzkosten in Zukunft sein werden, denn das MPEG LA entscheidet darüber in verschiedenen Perioden jeweils neu. Die erste Lizenzperiode läuft Januar 2011 aus, ab dann sollten ursprünglich Lizenzkosten für das freie Internet-Streaming anfallen. Aber allem Anschein nach will man sich das Geschäft mit den aufstrebenden Videoportalen nicht gleich mit überzogenen Forderungen verderben. Darum wird es noch bis 2016 im Rahmen einer Ausnahmeregelung möglich sein, freie Internet-Streaming-Angebote lizenzkostenfrei anbieten zu können. Mit diesem Schritt hält man zudem die Open Source-Konkurrenz in Form von Ogg Theora noch bis 2016 auf Abstand.

Allerdings wird Google ebenfalls noch eine wichtige Rolle spielen, denn dort hat man kürzlich den Codec-Hersteller On2 gekauft (On2 hatte den ursprünglichen Codec hinter Ogg Theora entwickelt und später der Open Source-Gemeinde zur Verfügung gestellt). On2 besitzt weitere alternative Codecs, die H.264 ebenbürtig sein sollen. Thomas Richter schreibt dazu auf Telepolis:

Möglich wäre, dass Googles strategischer Kauf dazu dient, nicht nur YouTube von zukünftigen (möglicherweise enormen) Lizenzzahlungen für H.264 zu befreien (oder zumindest bei möglichen Verhandlungen einen starken Hebel zu haben), sondern den Sourcecode von VP6 (bzw. den noch in Entwicklung befindlichen Nachfolgern VP7/VP8) offen zulegen und standardisieren zu lassen. Damit wäre der Weg frei, den Codec ohne Bedenken auf Patentverletzungen oder drohende Lizenzeinzahlungen in die nächste Browsergeneration zu integrieren und damit einen neuen, freien Videostandard im Netz zu schaffen - ganz im Sinne der Firma Google, die als Dienstleister von offenen Standards im Netz nur profitieren kann.

Update: Die Free Software Foundation hat einen offenen Brief an Google geschrieben, in dem das Unternehmen aufgefordert wird, auf Flash und H.264 zu verzichten und statt dessen VP8 als Open Source frei zugeben und das Format bei YouTube zu benutzen (Heise-Meldung).

zwei mal nein

Published in

Sehr geehrter Herr Schlofeldt,


    Ich habe eben Ihren Blog http://www.tschlotfeldt.de/  besucht und wollte Sie
    fragen, ob Sie Interesse an einem Linktausch hätten. Ich arbeite für eine
    Internet-Agentur und betreue derzeit einen größeren Kunden aus dem Bereich
    Weiterbildung, für welchen ich qualitative Links suche. Der Kunde ist ein
    Dienstleister aus dem Bereich Weiterbildung, weswegen mir Ihr Blog als
    themenrelevant erscheint. Ich garantiere für eine Qualität unseres Links. (
    PR6-Seite, also wirklich etwas mit Mehrwert )

    Ich stelle mir einen Linktausch entweder in Form eines kleinen
    redaktionellen Beitrages ( welchen wir gerne erstellen ) bzw. in Form eines
    Links im Blogroll o.ä. an. Im Gegenzug kann ich Ihnen entweder einen
    Backlink auf einer Themenseite anbieten  bzw. bestände auch die Möglichkeit,
    dass ich Ihnen kostenfrei eine unserer Dienstleistungen anbieten kann.
    Denkbar wären beispielsweise einige manuelle Bookmarks o.ä.

    Ich bitte Sie um eine kurze Rückmeldung und bedanke mich schon jetzt im
    Voraus für Ihre aufgebrachte Zeit,



    Mit freundlichen Grüßen,
    

Nein. Und nein.

Dabei hätte er seinen Kunden auch einfach ohne zu fragen im Wiki auf der Seite E-Learning-Anbieter hinzufügen können.

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EduCamp 2010 Hamburg - Tag 2


Am zweiten Tag (Bericht vom ersten Tag) des EduCamps in Hamburg hatte ich bei den Sessions »Twittdidaktik« und »Open Education« mitgemacht. Bei Twittdidaktik war der Ausgangspunkt der Diskussionen der Bericht über eine Vorlesung mit 200-300 Teilnehmern, bei der eine Twitterwall installiert war. Im Großen und Ganzen scheint das auch für Hochschulen mit Massenveranstaltungen ein interessantes Konzept zu sein. Man erreicht damit eine Mehr an Interaktion mit dem Auditium, Rückmeldungen sind für Teilnehmer sehr leicht einzubringen und als Lehrender kann man so auf Fragen und offene Punkte eingehen. Allerdings muss man als Teilnehmer den Umgang mit Vortrag und parallel vorbeilaufendem Twitterstream erst einmal lernen. Und als Lehrender an einer Hochschule sind ein höherer Grad an didaktischer Kompetenz, ähnlich wie in der Gruppenarbeit, erforderlich. Um etwas ganz anderes ging es in der Session Open Education, nämlich um frei verfügbare Inhalte für die Lehre. Frei verfügbar heißt, man benötigt eine Lizenz, die die Veränderung und Wiederveröffentlichung der Inhalte erlaubt (leider ist dafür nicht jede CC-Lizenz geeignet, bei Creative Commons hatte man das näher untersucht). Die bekanntesten Inhlate für Open Educational Resources dürften wohl MIT Open Coursware (OCW), WikiEducator und Wikiversity sein.

Neben den BarCamp-typischen Sessions gab es am zweiten Tag auch eine umstrittene Podiumsdiskussion mit etablierten Vertretern der Schul- und Hochschulszene als Teilnehmer. Organisatorisch stellte sich die Frage, ob eine Podiumsdiskussion (wenn auch als Fish Bowl angelegt) zu einem BarCamp passt. Naja, ich persönlich kann auf so etwas während eines BarCamps gut verzichten, anderseits könnte dies für BarCamp-Neulinge so etwas wie ein vertrautes Element sein, so dass sie nicht ganz so fremdeln müssen. Inhaltlich war da jetzt nichts wirklich neues (Schulmeister hat festgestellt, dass Web 2.0 in der Lehre nicht genutzt wird … das ist jetzt ein Plädoyer wofür?), und dass Lehrmethoden sowie Bildungssystem verbesserungswürdig sind, nun, das wusste man auch schon vor dem Internet.

BarCamps sind etwas tolles, und das EduCamp 2010 Hamburg hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich hatte wieder einen intensiven Austausch mit vielen netten Menschen und habe dabei sehr viel gelernt. Wer bei so etwas noch nie mitgemacht hat, sollte das unbedingt und sofort ausprobieren. Es ist keine Konferenz mit Kinobestuhlung, die uns nach einer dreizehnjährigen Schulsozialisation zur Passivität einlädt, sondern eine Veranstaltung, die vom Engagement der Teilnehmer lebt. Zum Beispiel sollte man nach Möglichkeit selbst eine Session anbieten.

Auf der EduCamp-Mixxt-Plattform gibt es eine Seite mit einer Sammlung aller Reaktionen im Netz. Da findet man sehr interessante Einsichten und Meinungen.

Zum Abschluss noch die acht Regeln für BarCamps:

  • Du sprichst über ein BarCamp.
  • Du bloggst über ein BarCamp.
  • Wenn du präsentieren willst, schreibst du das Thema mit deinen Namen in einen Sessionslot.
  • Du stellst dich mit nur drei Schlagwörtern vor.
  • Es werden soviele Sessions parallel abgehalten wie es die Räumlichkeiten erlauben.
  • Es gibt keine vorher festgelegte Präsentationen und keine Touristen.
  • Präsentationen dauern so lange, wie sie müssen – oder bis sie sich mit dem nachfolgenden Sessionslot überschneiden.
  • Bei deiner ersten BarCamp-Teilnahme musst du eine Session halten. (Okay, du musst nicht unbedingt, aber versuch zumindest jemanden zu finden, um eine gemeinsame Session zu halten oder stell wenigstens Fragen und sei ein aktiver Teilnehmer.)

EduCamp 2010 Hamburg - Tag 1


Ich will mal meine ungeordneten Gedanken und Erfahrungen vom ersten Tag zusammentragen, bevor ich es wieder vergesse. Das schöne am EduCamp sind die persönlichen Gespräch mit alten Freunden und Bekannten und das Kennenlernen von neuen Menschen. Es war sehr kurzweilig und anregend und der Abend viel zu schnell erreicht.

An Sessions habe ich folgende aufgesucht:

Learner's Garden Community

Wolfgang Neuhaus hat über deren Portal Learner's Garden berichtet. Die Idee dahinter ist, dass die Teilnehmer Learning Tools empfehlen. Diese Tools, überwiegend Web 2.0-Dienste wie Diigo, Etherpad etc, werden in ihrer Funktionsweise beschrieben und kategoriesiert. In der Diskussion kristallisierte sich heraus, dass es für einen Lerner hilfreich wäre, wenn man konkrete Anwendungsbeispiele für die Tools aufzeigt, so dass einem der mögliche Nutzen sofort klar wird.

Microblogging in Education

@mosworld von der RWTH Aachen untersucht in seiner Dissertation die Einsatzmöglichkeiten von Microblogging in der Hochschullehre. Unter anderem haben sie an der RWTH Aachen für zwei Seminare für 31 Tage eine StatusNet-Instsallation zur Verfügung gestellt. Man wollte sehen, wie so ein Microblogging-System von den Lehrenden und Lernenden eingenommen und genutzt wird. Das System wurde den zwei Seminaren zusätzlich zu den anderen internen Services zur Verfügung gestellt, ohne dass auf die Nutzung gedrängt worden ist oder dass dafür besondere Werbung gemacht worden ist. Dafür ist das Ergebnis dann doch ziemlich gut: von den rund 180 Teilnehmern haben 94 den Dienst genutzt und im Schnitt hat jeder von de 94 aktiven Nutzern 6 oder 8 Nachrichten abgesetzt (ich habe mir die genaue Zahl nicht notiert).

(Alternatives) Game Based Learning – Das Spiel – Ein unkonventionelles Bildungsmedium?

Da ging es nicht um ein serious game sondern darum, wie Spiel von den Nutzern weiterentwickelt oder umgedeutet werden (können). Ich habe davon Begriffe und Ideen wie Spielregeln hacken und Refraimng mit nach Hause genommen.

Das eigene soziale Netz – raus aus Facebook & Co.

Zum Ende dann hatte ich eine Session zum Thema »Das eigene soziale Netz -- raus aus Facebook & Co.« vorgeschlagen, in der es um Datenschutz und um die Bewahrung essentieller Infrastruktur durch die Allgemeinheit ging. Es gibt dazu keine Folien, aber ich will mal versuchen, ein paar Stichworte aus meiner Erinnerung zusammen zu tragen:

  • das Internet ist frei in dem Sinne, dass die technischen Spezifikationen offen sind und von jedem implementiert werden dürfen
  • Beispiel Webserver, Beispiel E-Mail - das ist essentielle Infrastruktur, deren Spezifikationen jeder einsehen und in eigener Software umsetzen kann und darf
  • Dienste wie Facebook, Twitter, Xing usw. versuchen ihre Nutzer zu binden, indem sie ihre Services in einem geschlossenen Kontext anbieten – den sogenannten Overnets
  • Infrastruktur muss aber frei sein, gerade Bildungseinrichtungen sollten offene Systeme nutzen
  • rein technisch kann man die meisten Services auch mit freier Software realisieren, Facebook wird meistens einfach dazu genutzt, um zu sehen, was die eigenen Freunde und Bekannte machen
  • über Open Microblogging und das Aufsetzen eines eigenen Dienstes mittels StatusNet gesprochen

Vielleicht fällt ja dem einen oder anderen noch etwas wichtiges ein. Es wurde ziemlich engagiert disktuiert und ich habe nur einen Bruchteil von dem gesagten wiedergegeben.

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